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Grundlagen zum Thema Brustkrebs

Ratgeber Brustkrebs

Grundlagen zum Thema Brustkrebs

Was bedeutet eigentlich "Krebs"? Wie entwickelt sich Brustkrebs überhaupt? Dies sind Fragen, die Ihnen sicher in den Sinn kommen, wenn Sie erfahren, dass Sie oder eine Angehörige an Krebs erkrankt sind. Und falls Sie nicht an Krebs erkrankt sind: Wie steht es mit Ihrem Risiko, zu erkranken?

Weltweit haben Forscher bei der Suche nach Antworten auf diese Fragen große Fortschritte gemacht. Heute kennt man viele Faktoren, die das Wachstum von Brustkrebs beeinflussen und ist somit auch in der Lage, wirksame Waffen gegen die Erkrankung zu entwickeln.

In Deutschland erkrankt etwa jede zehnte Frau an Brustkrebs, jährlich kommen 46.000 Neuerkrankungen hinzu - Tendenz steigend. Betroffen sind vor allem Frauen über dem 40. Lebensjahr, zwei Drittel aller Brustkrebspatientinnen sind bei Beginn der Erkrankung über 60 Jahre alt. Brustkrebs kann jedoch in jedem Lebensalter auftreten. So sind immerhin 15.000 Frauen in Deutschland bei der Erstdiagnose jünger als 60 Jahre, wobei immer häufiger auch junge Frauen an Brustkrebs erkranken.

Untersuchungen

Eine sorgfältige Untersuchung ist nicht nur wichtig, um Brustkrebs sicher nachweisen oder ausschließen zu können. Wird Krebs nachgewiesen, helfen die Untersuchungen auch dabei, die Erkrankung so gut wie möglich zu behandeln.

Was nun? Die Behandlung beginnt

Die Behandlung ruht auf drei Säulen: Operation, Bestrahlung und Hormon- bzw. Chemotherapie. Am Anfang steht so gut wie immer die Operation.

Welche Behandlung für jede einzelne betroffene Frau die richtige ist und bei welcher Behandlung die Heilungschancen groß sind, hängt wesentlich von den Eigenschaften der Tumorzellen und der Situation der Frau ab. Prinzipiell stehen im Kampf gegen den Brustkrebs drei Waffen zur Verfügung: Operation, Strahlentherapie und die Behandlung mit Medikamenten.

Wer macht was in der Behandlung?

Der Arzt des Vertrauens im Hinblick auf Ihre Erkrankung ist in der Regel Ihr Frauenarzt. Er hat Erfahrung in der Betreuung von Brustkrebspatientinnen und sollte Ihr erster Ansprechpartner sein. Mehrere Ärzte arbeiten bei der Behandlung Hand in Hand. Dazu zählt ein erfahrener Frauenarzt als Operateur und ein Strahlentherapeut (Radioonkologe), der sich auf die Behandlung von Krebserkrankungen durch Bestrahlung spezialisiert hat.

Eine häufig notwendige Chemo- oder Hormontherapie  wird von einem spezialisierten Frauenarzt oder internistischem Krebsarzt (Onkologe) durchgeführt. Psychotherapeuten helfen bei seelischen Problemen, die mit einer Brustkrebserkrankung einhergehen können.

Weitere Personen, die an der Betreuung von Brustkrebspatientinnen beteiligt sein können sind

  • naturheilkundlich tätige Ärzte
  • Sozialarbeiter, die Ihnen Hinweise zur Rehabilitation oder zu sozialrechtlichen Fragen geben
  • Physiotherapeuten, die Verspannungen und Versteifungen behandeln
  • Masseure, die Lymphdrainagen durchführen oder erklären
  • Ernährungsberater, die im Bedarfsfall mit Ihnen gemeinsam einen Diätplan erarbeiten
  • Sanitäts-Häuser, die Sie bei der Auswahl von Kleidungsstücken oder Therapiergeräten beraten

Erkundigen Sie sich bei Ihrer Krankenkasse, inwieweit naturheilkundliche Begleitverfahren oder die Teilnahme an Therapiestudien übernommen werden.

Der fortgeschrittene Brustkrebs: kein Grund zum Aufgeben

Erfahren Sie, wie Rückfälle der Erkrankung oder Krebsabsiedlungen in andere Organe behandelt werden.

Leider kann es selbst Jahre nach einer zunächst erfolgreichen Krebsbehandlung zu einem Rückfall der Erkrankung kommen. Ein solches Rezidiv kann sich wieder in der ursprünglich befallenen Brust, in der angrenzenden Brustwand und/oder in nahe gelegenen Lymphknoten bilden. Ursache sind Krebszellen, die bei der Erstbehandlung nicht entfernt oder abgetötet werden konnten.

Wie bei der Erstbehandlung steht auch hier die Operation im Vordergrund. Liegt der neue Tumor innerhalb des Brustgewebes selbst, entfernt der Operateur in der Regel die gesamte Brust. Sind die Wand des Brustkorbs und/oder Lymphknoten befallen, wird der Tumor nach Möglichkeit ebenfalls vollständig entfernt.

Experten empfehlen eine Strahlenbehandlung, wenn im Rahmen der ersten Behandlung keine Bestrahlung durchgeführt wurde oder das Rezidiv nicht vollständig entfernt werden konnte.

Eine Hormontherapie macht bei Tumoren Sinn, die Hormonrezeptoren tragen. Die Behandlung kann hier die Zeit ohne Erkrankung verlängern. Ähnliches gilt für eine zusätzliche Chemotherapie.

Eine langfristige Heilung von Brustkrebs kann leider fast nie erzielt werden. Doch können betroffene Frauen mit den heutigen Behandlungsverfahren länger und vor allem besser leben.

Die Hormontherapie hat sich in dieser Situation besonders bewährt, also die Blockade des Hormoneinflusses auf die fortgeschrittene Vermehrung der Krebszellen. Frauen nach den Wechseljahren erhalten dabei als erstes meist einen modernen Aromatasehemmer . Bei Frauen vor den Wechseljahren steht die Ausschaltung der Bildung von Östrogenen in den Eierstöcken im Vordergrund, z. B. mit GnRH-Analoga.

Falls die Erkrankung weiter fortschreitet, bleibt schließlich noch die Möglichkeit mit weiblichen Hormonen zu behandeln, die als Gestagene bezeichnet werden.

Bei einer neueren Form der Behandlung bei fortgeschrittenem Brustkrebs machen sich die Ärzte die Tatsache zunutze, dass die Krebszellen einiger Patientinnen den Eiweißstoff "HER-2/neu" im Übermaß bilden. Dieser Eiweißstoff ist für die rasche Vermehrung von Krebszellen mitverantwortlich. Die Behandlung besteht nun darin, mit der Substanz Trastuzumab (Herceptin®) einen so genannten Antikörper zu verabreichen, der die Wirkung des Eiweißstoffs "HER-2/neu" neutralisiert.

Mehr zu dieser Behandlungsform

Metastasen, die sich in Knochen gebildet haben, sind heutzutage gut zu behandeln. Mittel der ersten Wahl sind Medikamente, die als Bisphosphonate bezeichnet werden. Sie lindern Knochenschmerzen und verzögern die Entstehung neuer Knochenmetastasen. Auch eine Strahlenbehandlung oder eine Operation können im Einzelfall sinnvoll sein.

Mehr zu den Bisphosphonaten

Liegen Tochtergeschwülste in anderen Organen vor, wie in Gehirn, Leber oder Lunge, kann bei einzelnen Patientinnen zur Linderung der Beschwerden eine Strahlenbehandlung oder Operation angebracht sein.

Nachsorge: wichtig für Körper und Seele

Die Brustkrebs-Nachsorge ist für den Erfolg einer Behandlung bei Brustkrebs sehr wichtig. Nach einer Brustkrebs-Behandlung sollten Sie regelmäßig zur Nachsorge bei Ihrem Frauenarzt gehen - Lassen Sie keinen Termin aus!

Die Nachsorge erfüllt mehrere wichtige Funktionen. Zum einen sorgt sie dafür, dass ein Wiederauftreten des Tumors frühzeitig erkannt wird und somit möglichst rasch und gut gehandelt werden kann. Es gilt aber auch, mögliche Begleit- und Folgeerkrankungen der Krebserkrankung zu erfassen und zu behandeln.

Schließlich ist es Aufgabe der Nachsorge, der krebskranken Patientin bei der Lösung und Verarbeitung von körperlichen, psychischen und sozialen Problemen zu helfen.

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