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Klinik für Kinder- und Jugendmedizin
Kinderheilkunde I
Allgemeine Pädiatrie, Hämatologie und Onkologie

410
400
330

Adresse: Hoppe-Seyler-Str. 1
72076 Tübingen


Personenprofil: 07071 29-83781


Psychoneuroimmunologie und Psychoonkologie

Schwerpunkt unserer Forschung

Das menschliche Immunsystem ist nicht nur wichtig für einen Schutz des Körpers gegenüber Krankheitserregern aus der Umwelt oder bösartigen Veränderungen der körpereigenen Zellen, sondern darüber hinaus ein wichtiges „Sinnesorgan“ des Körpers, das über verschiedene Signalmoleküle (Zytokine, Hormone, Neuropeptide, Neurotransmitter) in Verbindung mit dem Gehirn bzw. Nervensystem und dem Hormonsystem des Körpers kommuniziert. Diese drei Systeme stehen in enger Verbindung miteinander und beeinflussen sich wechselseitig. Kurz gesagt bedeutet das, dass unser Körper und unsere Psyche mit allen ihren Funktionen und Eigenschaften sich stets gegenseitig beeinflussen – gerät eines davon aus dem Gleichgewicht, z.B. während einer Krebserkrankung, hat dies zwangsläufig Auswirkungen auf das andere. In der Folge bedeutet dies auch, dass wir das dabei entstandene Ungleichgewicht ganzheitlich positiv beeinflussen können durch eine zusätzliche Stärkung der geistigen Widerstandskraft und Gesundheit, beispielsweise im Rahmen einer psychoonkologischen Begleittherapie.

In mehreren Studien konnte gezeigt werden, dass eine psychoonkologische Begleittherapie zu einem höheren Gesamtüberleben und niedrigeren Rückfallraten bei erwachsenen Patienten mit unterschiedlichen Krebserkrankungen führt. Die Studien weisen sehr deutlich darauf hin, dass die psychische Stärke und Gesundheit mit eines der entscheidenden Einflussfaktoren für eine vollständige körperliche Genesung und – noch viel wichtiger – für den Schutz vor lebensbedrohlichen Infektionen oder einem Rückfall der Krebserkrankung darstellen.

In unserer Arbeitsgruppe erforschen wir die Wirksamkeit der psychoonkologischen Begleitung von krebskranken Kindern auf psychologischer aber auch auf biochemischer und molekularbiologisch-onkologischer Ebene. Ziel unserer Arbeit ist es, die geistige und körperliche Widerstandskraft und Gesundheit unserer Patienten gezielt und wirksam zu fördern und zu stärken – während ihres Kampfes gegen die schwere Erkrankung, aber auch im Anschluss daran, für einen starken Start in ein neues Leben nach der Krankheit.

Leitung

PD Dr. med. Michaela Döring

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E-Mail-Adresse: michaela.doering@med.uni-tuebingen.de


„Mit mentaler Stärke auf in ein neues Leben – Psychoonkologische Begleitung nach Intensivchemotherapie oder hämatopoetischer Stammzelltransplantation bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen“. In dieser Studie sollen Jugendliche und junge Erwachsenen, die eine Intensivchemotherapie oder Stammzelltransplantation erhalten haben, psychoonkologisch begleitet werden. Diese Begleittherapie soll dabei die mentale Stärke aber auch die körperliche Widerstandskraft (Immunkompetenz) der Patienten stärken. Die psychischen Auswirkungen dieser Therapie sollen dabei an Hand von standardisierten und wissenschaftlich evaluierten Fragebögen untersucht werden. Die physischen Effekte auf das Immunsystem sollen an Hand von Immun-status- und Stressparametern sowie durch eine Analyse der Infekthäufigkeit und dem Auftreten von Rezidiven gemessen werden. Abhängig von den Ergebnissen der Studie soll für die Universitätskinderklinik Tübingen ein festes, psychoonkologisches Konzept für alle jugendlichen Patienten nach Stammzelltransplantation bzw. Intensivchemotherapie etabliert werden.

  • Förderverein für krebskranke Kinder Tübingen e.V., Tübingen
  • Stefan-Morsch-Stiftung, Birkenfeld
  • Stiftung des Fördervereins für krebskranke Kinder Tübingen e.V., Tübingen
  • Madeleine Schickedanz-Kinderkrebs-Stiftung, Fürth-Dambach
  • Dr. med. Melinda Eikemeier, 2014: Analyse von Fluconazol, Itraconazol und Posaconazol als orale antifungale Prophylaxe bei immunsupprimierten pädiatrischen Patienten während Chemotherapie.
  • Dr. med. dent. Olivia Blume, 2014: Comparison of itraconazole, voriconazole, and posaconazole as oral antifungal prophylaxis in pediatric patients following allogeneic hematopoietic stem cell transplantation.
  • Döring  M,  Cabanillas  Stanchi  KM,  Queudeville  M,  Feucht  J,  Blaeschke  F,  Schlegel  P,  Feuchtinger  T,  Lang P, Müller I, Handgretinger R. et al: Efficacy, safety and feasibility of antifungal prophylaxis with posaconazole tablet in paediatric patients after haematopoietic stem cell transplantation. J Cancer Res Clin Oncol 2017, 143(7):1281-1292.
  • Heinz  WJ,  Cabanillas  Stanchi  KM,  Klinker  H,  Blume  O,  Feucht  J,  Hartmann  U,  Feuchtinger  T,  Lang  P,  Handgretinger  R,  Döring  M:  Posaconazole  plasma  concentration  in  pediatric  patients  receiving  antifungal  prophylaxis  after  allogeneic  hematopoietic  stem  cell  transplantation. Med  Mycol  2016, 54(2):128-137.
  • Döring M, Cabanillas Stanchi KM, Klinker H, Eikemeier M, Feucht J, Blaeschke F, Schwarze CP, Ebinger M,  Feuchtinger  T,  Handgretinger  R et  al: Posaconazole  plasma  concentrations  in  pediatric  patients  receiving antifungal prophylaxis during neutropenia. Med Mycol 2016.
  • Döring  M,  Cabanillas  Stanchi  KM,  Feucht  J,  Queudeville  M,  Teltschik  HM,  Lang  P,  Feuchtinger T, Handgretinger   R,   Müller   I:   Ferritin   as   an   early   marker   of   graft   rejection   after   allogeneic   hematopoietic stem cell transplantation in pediatric patients. Ann Hematol 2016, 95(2):311-323.
  • Döring  M,  Rohrer  KM,  Erbacher  A,  Gieseke  F,  Schwarze  CP,  Bader  P,  Handgretinger  R,  Hofbeck  M,  Kerst  G:  Human  leukocyte  antigen  DR  surface  expression  on  CD14+  monocytes  during  adverse  events after hematopoietic stem cell transplantation. Ann Hematol 2015, 94(2):265-273.
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