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Nuklearmedizin und Klinische Molekulare Bildgebung
Department für Radiologie

530

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Bösartige Tumoren der Schilddrüse

Wie in anderen Organen können auch in der Schilddrüse bösartige Tumoren entstehen. Diese gehen meist von den Schilddrüsenzellen, seltener (ca. 5%) von den sog. C-Zellen aus. Typisches Zeichen eines Schilddrüsen-Tumors ist ein neu entstandener und/oder schnell wachsender Knoten. Es ist jedoch zu beachten, dass zumindest die Hälfte aller Tumoren zufällig (bei Operation der Schilddrüse ohne Tumorverdacht) oder aufgrund bereits aufgetretener Absiedlungen (meist in Lymphknoten, Lungen oder Knochen) entdeckt werden. Dies erklärt sich dadurch, dass Schilddrüsen-Tumoren oft sehr langsam und unbemerkt wachsen. Es ist daher wichtig, bei Nachweis eines Knotens an die Möglichkeit eines Tumors zu denken und die erforderlichen Untersuchungen und Kontrollen durchzuführen.

Schilddrüsen-Spezialsprechstunde
07071 29-82164

Operative Behandlung von Schilddrüsen-Tumoren

Wichtigster Behandlungsschritt ist die Operation, bei der entweder der den Knoten enthaltende Lappen oder die gesamte Schilddrüse entfernt wird. Liegt ein sog. papilläres Mikrokarzinom vor (hochdifferenzierter, von Schilddrüsenzellen ausgehender Tumor eines Durchmessers unter 10 mm mit sehr guter Prognose), ist eine weitere Behandlung nicht erforderlich. Der Ausfall der Hormonproduktion muss jedoch durch lebenslange Einnahme von Schilddrüsenhormon ausgeglichen werden, eine regelmäßige Tumornachsorge (alle 6-12 Monate) ist dringend anzuraten.

Bei größeren Tumoren ist in jedem Falle eine vollständige Entfernung der Schilddrüse notwendig, an die sich eine zusätzliche Radioiodbehandlung anschließen sollte.

Bei den von den C-Zellen ausgehenden Tumoren ist eine Radioiodbehandlung nicht zweckmäßig. Hier kann jedoch befundabhängig eine Entfernung von Halslymphknoten erforderlich werden. Bei den seltenen, nur wenig oder entdifferenzierten Tumoren ist ggf. nach der der Operation oder alternativ eine Strahlentherapie notwendig.

Behandlung mit Radioiod

Die ergänzende Radioiod-Behandlung hat das Ziel, die nach der Operation noch verbliebenen Reste der Schilddrüse zu beseitigen und etwaige Tumorreste oder -absiedlungen zu bestrahlen. 

Hierzu wird ausgenutzt, dass die von den Schilddrüsen-Zellen ausgehenden Tumoren noch viele Eigenschaften des Ursprungsgewebes besitzen, insbes. die Fähigkeit zur Iod-Aufnahme und -speicherung. Auf diese Weise ist eine sowohl effektive als auch nebenwirkungsarme Behandlung möglich, die bei Bedarf auch mehrfach wiederholt werden kann.

Nachsorge von Schilddrüsen-Tumoren

Die Behandlungsaussichten sind bei bösartigen Schilddrüsentumoren meist sehr gut, eine dauerhafte Heilung ist in mehr als 90% der Fälle zu erreichen. Dies setzt jedoch eine sorgfältige und regelmäßige Nachsorge voraus, um im Falle eines Tumor-Rückfalls eine frühzeitige Behandlung durchführen zu können.

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