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Der Professsor rät: Wenn die Nase trieft ...

Tübingen, 07.10.2008

 

 

Prof. Dr. Hans-Peter Zenner

Nun beginnt wieder die Jahreszeit der laufenden Nasen. Prof. Hans Peter Zenner, Ärztlicher Direktor der Tübinger Hals-Nasen-Ohren-Klinik, gibt im Interview Tipps zur richtigen Bekämpfung von Nasen- und Nasennebenhöhlenentzündungen.

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Herr Prof. Zenner, was kann man tun, um sich gar nicht erst einen Schnupfen einzufangen?

Zunächst einmal ist das, was man volkstümlich als Schnupfen bezeichnet, in den allermeisten Fällen medizinisch korrekt formuliert eine akute Nasenentzündung, die durch Viren hervorgerufen wird. Dagegen ist praktisch - abgesehen von den allgemeinen Hygieneregeln - keine wirksame Vorbeugung möglich. In der Folge einer akuten Nasenentzündung, die mit Schnupfen verbunden ist, kann es zu einer akuten Nasennebenhöhlenentzündung kommen, wenn angeschwollene Schleimhäute in der Nase den Durchgang zu den Nebenhöhlen verschließen.

 

Die Vermeidung von Luftzug oder warme Kleidung schützen also nicht?

Es gibt auch eine Sorte von Schnupfen, der durch Kälte entsteht. Das ist aber nicht der klassische Fall, der in Herbst und Winter vielen Menschen zu schaffen macht. Vielmehr ist der ganze Körper durch eine Viruserkrankung, die sich an der Nase als Eingangspforte bemerkbar macht, oft besonders empfindlich gegenüber Temperaturschwankungen oder Luftzug. Das Kältegefühl ist dann aber nicht Ursache der Erkrankung, sondern bereits erstes Krankheitssymptom.

 

Was hilft gegen die unangenehmen Begleiterscheinungen einer akuten Nasenentzündung?

Sinnvoll sind in der Regel Nasentropfen mit abschwellender Wirkung oder auch austrocknende Inhalationen mit ätherischen Ölen, zum Beispiel Kamillenextrakt. Nur in den Fällen, in denen Bakterien zusätzlich eine eitrige Entzündung verursacht haben, ist auch der Einsatz von Antibiotika notwendig und sinnvoll.

 

Wann ist ein Arztbesuch ratsam?

Grundsätzlich gilt: Wenn die Symptome nicht nach acht Tagen vollständig abgeklungen sind, sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden - auch dann, wenn vielleicht gar kein so starkes Krankheitsgefühl vorhanden ist. Denn es besteht das Risiko, dass Eiter in die Augenhöhle oder ins Gehirn einbricht, was sehr schwerwiegende Folgen nach sich ziehen kann. Deshalb ist starker Kopf- oder Gesichtsschmerz in Verbindung mit einer akuten Nasen- oder Nasennebenhöhlenentzündung auch schon vor Ablauf der Acht-Tages-Frist ein Anlass, umgehend einen Arzt aufzusuchen.

 

Wie kann der Arzt in diesen Fällen helfen?

Neben der Verordnung des passenden Antibiotikums wird der Arzt gegebenenfalls eine Spülung vornehmen oder einen Unterdruck anlegen, um Stauungen zu beseitigen. Entscheidend ist, dass den möglichen Komplikationen einer eitrigen Entzündung rechtzeitig entgegen gewirkt wird.
Was hilft gegen die unangenehmen Begleiterscheinungen einer akuten Nasenentzündung?
Sinnvoll sind in der Regel Nasentropfen mit abschwellender Wirkung oder auch austrocknende Inhalationen mit ätherischen Ölen, zum Beispiel Kamillenextrakt. Nur in den Fällen, in denen Bakterien zusätzlich eine eitrige Entzündung verursacht haben, ist auch der Einsatz von Antibiotika notwendig und sinnvoll.

 

 
Alle Tipps zum Nachlesen

Die Expertentipps für Ihre Gesundheit werden wir für Sie sammeln, damit Sie sie jederzeit nachlesen können.

 






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