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Hornhautspende

 

 

Die Hornhaut des Auges

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Die Hornhaut des Auges hat viele Aufgaben. Sie ist die äußere Begrenzung des Auges, schützt und klimatisiert es. Durch sie fällt Licht ins Augeninnere, sie ist wie eine "Fensterscheibe" für das Auge. Eintrübungen und Narben durch Verletzungen oder eine Herpesinfektion verschlechtern die Transparenz der etwa einen halben Millimeter dünnen Hornhaut. Dies führt unter Umständen zu einer Beeinträchtigung des Sehvermögens.
 

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Situation in Deutschland

Einer der wichtigsten Bestandteile des menschlichen Auges ist die Hornhaut. Wird diese durch Verletzungen oder Infektionen beschädigt, kommt es zu einer oft irreversiblen Beeinträchtigung des Sehvermögens. Dann hilft nur noch der Austausch gegen eine gesunde, klare Hornhaut. Doch leider kann heute längst nicht allen Patienten, die auf eine Hornhaut warten, schnell geholfen werden. Allein in Deutschland werden pro Jahr 4.000 bis 5.000 Hornhauttransplantationen durchgeführt. Es warten jedoch ca. 10.000 Menschen auf Ersatz für ihre erkrankte Hornhaut; d.h. auf eine Hornhautspende. Diese Patienten haben nur eine Chance, wenn mehr Menschen bereit sind, ihre Augenhornhäute nach dem Tod zu spenden.

 

Spender-Hornhäute

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Die natürlichen Hornhauttransplantate sind Organspenden Verstorbener. In 24 Hornhaut-Banken in Deutschland, meist an den Universitäts-Augenkliniken, lagern die Spenderhornhäute in Nährlösungen und unter keimfreien Bedingungen. So können sie mehrere Wochen im Brutschrank aufbewahrt werden bis alle Untersuchungen zur Sicherheit des Empfängers abgeschlossen sind, um eine Übertragung von möglichen Infektionen auf den Empfänger zu verhindern.
 

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Anders als sonst oft in der Transplantationschirurgie bleibt bei der Hornhauttransplantation daher genügend Zeit, den Patienten in Ruhe und planmäßig in die Klinik zu bestellen und auf die Operation vorzubereiten.

 
Ablauf einer Hornhautspende

Wenn sich die Hinterbliebenen im Sinne des Verstorbenen für eine Hornhautspende entscheiden, werden die Spenderaugen unter sterilen Bedingungen wie bei einer Operation durch einen erfahrenen Augenarzt entnommen. Dem Verstorbenen werden Glasprothesen eingesetzt, die sich äußerlich nicht von natürlichen Augen unterscheiden. Anschließend werden die Augenlider wieder verschlossen. Durch den Eingriff bleiben das Gesicht und der Gesichtsausdruck des Verstorbenen kosmetisch unverändert. Die Entnahme ist äußerlich nicht sichtbar. Eine Aufbahrung des Leichnams und ein würdevolles Abschiednehmen von dem Verstorbenen sind auch nach der Augenentnahme genauso möglich und werden von der Hornhautbank garantiert.

 

 
Wer kommt als Hornhautspender in Frage?
  • Im Prinzip jeder Verstorbene ohne Altersbegrenzung.
  • Noch 3 Tage nach dem Tod können die Hornhäute entnommen werden (endgültiger Kreislaufstillstand).
  • Auch Brillen- oder Kontaktlinsenträger sowie Menschen, die an Augenkrankheiten leiden oder gar an Augen operiert wurden, kommen grundsätzlich als Spender in Betracht.
  • eine Krebserkrankung und viele andere Krankheiten stellen kein Hindernis für die Hornhautspende dar
Wann kann eine Hornhautspende nicht erfolgen?
  • bei Vorliegen einer Infektion des Verstorbenen mit Hepatitis C, Hepatitis B oder HIV
  • bei einer Blutvergiftung mit unbekanntem Erreger
  • bei einer Leukämie oder einem Lymphom
Voraussetzungen zur Organentnahme bei einem toten Spender
  • der festgestellte Tod
  • das Vorliegen der Einwilligung des Verstorbenen bzw. das Einverständnis der Angehörigen (Erweiterte Zustimmungslösung)
  • Entnahme durch einen erfahrenen Augenarzt
Was muss man tun, wenn man nach dem Tode seine Hornhäute spenden möchte?

Die Bereitschaft zur Hornhautspende sollte mit der Familie besprochen werden. Die Angehörigen sind dadurch in der Lage, dem Arzt die Entscheidung des Verstorbenen mitzuteilen.
Wer Organe spenden möchte, sollte am besten einen Organspendeausweis mit sich führen. Auf ihm kann vermerkt werden, welche Organe und Gewebe nach dem Tode entnommen werden dürfen. Diese Erklärung des Arbeitskreises Organspende gilt für alle verpflanzbaren Organe und Gewebe. Solche Organspendeausweise können unter folgendem Link angefordert werden:

Zum Organspendeausweis

 






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Zum Thema
Kontakt
Hornhautbank der Universitäts-Augenklinik
Schleichstraße 12-16
72076 Tübingen
Dr. med. Efdal Yörük
Tel. 07071/29-8 37 21 (Pforte)
Fax 07071/29-47 62
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