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Hornhauttransplantation

 

Hornhauttransplantation - Die Operation

Für die Hornhauttransplantation (Keratoplastik) ist - wie für alle Eingriffe am Auge - viel Fingerspitzengefühl erforderlich. Aber für einen erfahrenen Arzt ist der Austausch einer Hornhaut relativ einfach.

Mit einem Rundmesser, dem Trepan, wird zunächst die erkrankte Hornhaut ausgeschnitten und abgehoben.

In diese Lücke hinein wird die klare, gesunde Hornhaut (das sogenannte Transplantat) eingepasst und eingenäht. Dies geschieht unter dem Mikroskop mit entsprechender Vergrößerung. Das Nahtmaterial ist extrem dünn, feiner als ein Haar.

 

Bilder zum Vergrössern anklicken.

 

zeichnung-2_124x79 Erkrankte Hornhaut wird ausgeschnitten
zeichnung-3_124x79 Transplantat wird eingenäht
 
Vorher_124x79_thumb Erkrankte trübe Hornhaut vor OP
nachher_124x79_thumb Eingenähtes klares Transplantat
 

 

Die Operation dauert etwa eine Stunde und findet in der Regel unter Vollnarkose statt. Die Hornhauttransplantation wird stationär durchgeführt, damit eine entsprechende Nachsorge garantiert ist. In der Regel beträgt die Dauer des Klinikaufenthaltes 7-10 Tage, bei Heilungsstörungen etwas länger.

 

Nach der Entlassung

Im Anschluß an den Klinikaufenthalt kann ein niedergelassener Augenarzt in Kooperation mit einem Zentrum die Nachsorge übernehmen. Die Fäden werden erst nach 12-15 Monaten gezogen, da die Wundheilung bei Hornhauttransplantationen extrem langsam verläuft.

 
Wissenswertes zur Hornhauttransplantation
  • In Deutschland werden pro Jahr 4.000 bis 5.000 Hornhauttransplantationen in Zentren durchgeführt.
  • Die Hornhauttransplantation ist die älteste Transplantation beim Menschen. Sie wurde 1905 erstmals erfolgreich durchgeführt.
  • Weltweit haben bislang zehntausende Erblindete das Augenlicht durch die Verpflanzung einer Hornhaut zurückerhalten. Eine erfolgreiche Transplantation kann den Patienten das Sehvermögen vollständig wiedererlangen lassen. Ihr Alltag verändert sich dann schlagartig: Sie können wieder lesen, ihrem Beruf nachgehen und sind frei von Schmerzen.

 

Sehr gute Prognose

90 bis 95 Prozent der Hornhauttransplantationen gelingen auf Anhieb. Die Hornhaut wird nur in seltenen Fällen abgestoßen. Im Vergleich zur Häufigkeit von Komplikationen bei anderen Transplantationen wie z.B. Niere, Herz und Leber ist das eine enorm hohe Erfolgsrate, die noch dazu fast ohne die sonst übliche systemische Immunsuppression erreicht wird. Dies liegt daran, dass in der Hornhaut keine Blutgefäße vorhanden sind. Aber nur im Blut befinden sich Abwehrzellen, die eine Abstoßungsreaktion auslösen können.

Abstoßungsreaktion

Komlikation-2_90x90_thumb

Klinisches Bild einer Abstoßungsreaktion.
 
 
Bilder zum Vergrössern anklicken.
 

 

Komlikation-1_90x90_thumb

Dieses Problem tritt vorwiegend auf, wenn aufgrund einer Erkrankung Blutgefäße in die Hornhaut eingesprossen sind. In solchen Fällen müssen die Spenderhornhäute so ausgesucht werden, dass sie in möglichst vielen Eigenschaften mit dem Gewebe des Empfängers übereinstimmen. Damit kann in diesen Fällen das Abstoßungsrisiko verringert werden.
  





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Kontakt
Hornhautbank der Universitäts-Augenklinik
Schleichstraße 12-16
72076 Tübingen
PD Dr. med. Efdal Yörük
Tel. 07071/29-8 37 21 (Pforte)
Fax 07071/29-47 62
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