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Hornhauttransplantation
Für die Hornhauttransplantation (Keratoplastik) ist - wie für alle Eingriffe am Auge - viel Fingerspitzengefühl erforderlich. Aber für einen erfahrenen Arzt ist der Austausch einer Hornhaut relativ einfach.
Mit einem Rundmesser, dem Trepan, wird zunächst die erkrankte Hornhaut ausgeschnitten und abgehoben.
In diese Lücke hinein wird die klare, gesunde Hornhaut (das sogenannte Transplantat) eingepasst und eingenäht. Dies geschieht unter dem Mikroskop mit entsprechender Vergrößerung. Das Nahtmaterial ist extrem dünn, feiner als ein Haar.
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Die Operation dauert etwa eine Stunde und findet in der Regel unter Vollnarkose statt. Die Hornhauttransplantation wird stationär durchgeführt, damit eine entsprechende Nachsorge garantiert ist. In der Regel beträgt die Dauer des Klinikaufenthaltes 7-10 Tage, bei Heilungsstörungen etwas länger.
Im Anschluß an den Klinikaufenthalt kann ein niedergelassener Augenarzt in Kooperation mit einem Zentrum die Nachsorge übernehmen. Die Fäden werden erst nach 12-15 Monaten gezogen, da die Wundheilung bei Hornhauttransplantationen extrem langsam verläuft.
- In Deutschland werden pro Jahr 4.000 bis 5.000 Hornhauttransplantationen in Zentren durchgeführt.
- Die Hornhauttransplantation ist die älteste Transplantation beim Menschen. Sie wurde 1905 erstmals erfolgreich durchgeführt.
- Weltweit haben bislang zehntausende Erblindete das Augenlicht durch die Verpflanzung einer Hornhaut zurückerhalten. Eine erfolgreiche Transplantation kann den Patienten das Sehvermögen vollständig wiedererlangen lassen. Ihr Alltag verändert sich dann schlagartig: Sie können wieder lesen, ihrem Beruf nachgehen und sind frei von Schmerzen.
90 bis 95 Prozent der Hornhauttransplantationen gelingen auf Anhieb. Die Hornhaut wird nur in seltenen Fällen abgestoßen. Im Vergleich zur Häufigkeit von Komplikationen bei anderen Transplantationen wie z.B. Niere, Herz und Leber ist das eine enorm hohe Erfolgsrate, die noch dazu fast ohne die sonst übliche systemische Immunsuppression erreicht wird. Dies liegt daran, dass in der Hornhaut keine Blutgefäße vorhanden sind. Aber nur im Blut befinden sich Abwehrzellen, die eine Abstoßungsreaktion auslösen können.
