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Geschichte der Ophthalmopathologie

Entstehung

Geschichtlich gesehen entstand die Ophthalmopathologie (oder Histopathologie des Auges) im ausgehenden 19. Jahrhundert durch Spezialisierung von Augenärzten auf die gewebliche (morphologische) Augen-Diagnostik. Sie war und ist daher "traditionell" an die (universitären) Augenkliniken angebunden.

Wesentliches Argument für diese Anbindung ist, dass die diagnostische Sicherheit im Allgemeinen steigt, wenn klinischer und feingeweblicher Befund möglichst eng miteinander verzahnt werden können (klinisch-pathologische Korrelation)

Klinisch-pathologische Korrelation

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Bräunlicher "Leberfleck" (Nävus) der Augen-Bindehaut
 
 
 
 
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2-Leberfleck-mikroskop90x90

Feingeweblicher Befund eines "Leberflecks" der Augenbindehaut. Die (gutartigen) Tumorzellen sind durch eine spezielle Färbung (Melan A- Immun-histochemie) rot dargestellt und grenzen sich dadurch gut von anderen Zellen ab. Daneben erkennt man am rechten Bildrand kleine Hohlräume (Zysten), die andeutungsweise auch auf dem Photo vom "Leberfleck" zu sehen sind.
 
 

Klinisches und feingewebliches Bild passen damit gut zusammen, was die diagnostische Sicherheit erhöht.

Ophthalmopathologie in Tübingen

In Tübingen hat die Ophthalmopathologie lange Tradition. Die erste Gewebsprobe wurde in der Universitäts-Augenklinik bereits im Jahre 1867 befundet.

 

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Blütezeiten des Tübinger ophthalmopathologischen Labors waren die Direktorate der Professoren und Lehrstuhlinhaber Wolfgang Stock (geb. 1874, gest. 1956; Klinikdirektor 1921-1952), der eine umfangreiche Sammlung anlegte, und Gottfried Naumann (geb. 1935; Klinikdirektor 1975-1980), der während seiner Tübinger Zeit die "Bibel der Ophthalmopathologie", die "Pathologie des Auges" (Springer-Verlag Heidelberg, 1. Auflage 1980), herausgab.
 

 

Die Tübinger Augenklinik besitzt damit eines der traditionsreichsten ophthalmopathologischen Labors in Deutschland. Gegenwärtig gibt es neben dem Tübinger noch etwa 10 weitere, aktive ophthalmopathologische Labors an deutschen Universitäts-Augenkliniken.






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Kontakt
Universitäts-Augenklinik Tübingen
Schleichstraße 12-16
72076 Tübingen
Ophthalmopathologisches Labor
Tel. 07071/29-8 48 38
Fax 07071/29-49 35
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