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Alterssichtigkeit (Presbyopie)
Die Alterssichtigkeit beruht darauf, dass die Linse im Laufe der Jahre ihre Elastizität einbüßt. Die Alterssichtigkeit ist Teil des natürlichen Alterungsprozesses und jeder Mensch wird daher früher oder später presbyop.
Alterssichtig zu sein bedeutet, daß man Dinge in der Nähe nicht mehr scharf sehen kann, obwohl das Sehen in die Ferne ohne Brille bzw. mit der Fernbrille gut ist.

Diese Zusammenhänge sind insbesondere für kurzsichtige Menschen sehr wichtig. Wer nämlich z.B. gering kurzsichtig ist (ca. - 2 bis - 3 Dioptrien) braucht auch im Alter zwar nach wie vor die Brille, um in der Ferne scharf zu sehen. Zum Lesen kann diese Brille jedoch einfach abgenommen werden, der Betreffende kann dann ohne Brille lesen! Die geringe Kurzsichtigkeit ermöglicht also im Alter das Lesen ohne Brille, für die Ferne (d.h. zum Autofahren, Fernsehen, etc.) muss jedoch immer eine Brille getragen werden.
Wird jetzt die bestehende Kurzsichtigkeit durch eine Operation (z.B. LASEK) ausgeglichen, kann zwar ohne Brille in der Ferne scharf gesehen werden. Mit zunehmendem Alter tritt dann jedoch wie bei jedem anderen Menschen die Alterssichtigkeit auf und eine Lesebrille wird erforderlich.
Es gibt bisher keine anerkannte operative Vollkorrektur der Presbyopie. Die Implantation einer Multifokallinse im Rahmen eines refraktiven Linsenaustausches (RLE) bietet jedoch schon heute eine Möglichkeit, in der Ferne und in der Nähe gut zu sehen.
Letzte Änderung: 30.03.2012

