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Die Brille zum Ausgleich von Fehlsichtigkeit
Die einfachste Art, Brechungsfehler zu korrigieren, besteht darin, eine Brille anzupassen. Die Brille hat bei geringer und mittlerer Fehlsichtigkeit praktisch keine Nachteile, kann jedoch bei höheren Fehlsichtigkeiten nicht immer das bestmögliche Sehvermögen erreichen.
Zum Ausgleich der Kurzsichtigkeit werden Zerstreuungslinsen (Minusgläser) eingesetzt. Ziel ist die Verordnung des schwächsten Minusglases, mit dem eine optimale Abbildung erzielt wird, da ansonsten die Akkomodation beansprucht wird.
Zum Ausgleich der Weitsichtigkeit werden Sammellinsen (Plusgläser) eingesetzt. Ziel ist die Verordnung des stärksten Plusglases, mit dem eine optimale Abbildung erzielt wird, um die Akkomodation möglichst nicht zu beanspruchen.
Zur Korrektur des Astigmatismus werden zylindrische Gläser eingesetzt. Die exakte Stellung der Achse der zylindrischen Gläser ist dabei für die Qualität der optischen Abbildung auf der Netzhaut von großer Bedeutung.
Dem Alterssichtigen muss zum Ausgleich der fehlenden Akkommodation eine Sammellinse von +1 bis +3 Dioptrien für den Nahteil zugefügt werden. Brillen können als Einstärken- oder Mehrstärkengläser (z.B. Bifokal- oder Gleitsichtbrille) gefertigt werden.
Falsch ist die Annahme, dass Brillen oder Kontaktlinsen die Augen verwöhnen und damit die Fehlsichtigkeit verstärken. Die Fehlsichtigkeit selbst wird durch die Sehhilfen nicht verändert, es wird lediglich eine Anpassung zur besseren Sicht vorgenommen.
Falsch ist auch, dass die organisch bedingte Fehlsichtigkeit durch ein Augen-Training, Sehübungen oder Medikamente beseitigt werden kann.
Letzte Änderung: 30.03.2011
