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Kontaktlinsen zur Korrektur von Fehlsichtigkeit
Diese nur beim genauen Hinsehen erkennbaren Korrekturgläser mit einem Durchmesser zwischen 8 und 15 mm werden direkt auf der Hornhaut des Auges getragen. Kontaktlinse, Tränenflüssigkeit und Hornhaut bilden gemeinsam ein geschlossenes optisches System. Die Abbildungsqualität kann mit Kontaktlinsen teilweise besser sein als mit Brillenkorrektur.




Sind formstabile Speziallinsen und können in manchen Fällen zur Korrektur einer geringen Kurzsichtigkeit bis ca. -4 Dpt eingesetzt werden. Sie werden nur während der Nacht getragen und bewirken durch eine spezielle Anpassung einer Abplattung und dadurch eine Brechkraftänderung der Hornhaut. Morgens werden diese Speziallinsen wieder aus dem Auge genommen und sollen eine brillenfreien Tag ermöglichen. Die Risken sind noch umstritten.
Gerade bei weichen (Monats-)Kontaktlinsen und vor allem bei mangelhafter Pflege der Kontaktlinsen kann es in einigen Fällen zu Hornhautentzündungen kommen oder zu einem Einwachsen von Blutgefäßen in die Hornhaut. Insgesamt sind schwere Nebenwirkungen jedoch selten.
Manche Patienten entwickeln eine Allergie gegen Reinigungsmittel und damit eine Kontaktlinsenunverträglichkeit. Viele Patienten haben nach langjährigem Kontaktlinsentragen Probleme mit trockenen Augen und können Kontaktlinsen aus diesem Grund nicht mehr ganztägig tragen.
Die fachgerechte Anpassung von Kontaktlinsen ist ein Fall für einen Augenarzt oder ein spezialisiertes Kontaktlinseninstitut. Besonders die Erkennung von Veränderungen des Auges infolge Kontaktlinsentragens ist eine Sache des Facharztes für Augenheilkunde.
Falsch ist die Annahme, dass Brillen oder Kontaktlinsen die Augen verwöhnen und damit die Fehlsichtigkeit verstärken. Die Fehlsichtigkeit selbst wird durch die Sehhilfen nicht verändert, es wird lediglich eine Anpassung zur besseren Sicht vorgenommen.
Falsch ist auch, dass die organisch bedingte Fehlsichtigkeit durch ein Augen-Training, Sehübungen oder Medikamente beseitigt werden kann.
Letzte Änderung: 30.03.2012
