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Kontaktlinsen zur Korrektur von Fehlsichtigkeit

Diese nur beim genauen Hinsehen erkennbaren Korrekturgläser mit einem Durchmesser zwischen 8 und 15 mm werden direkt auf der Hornhaut des Auges getragen. Kontaktlinse, Tränenflüssigkeit und Hornhaut bilden gemeinsam ein geschlossenes optisches System. Die Abbildungsqualität kann mit Kontaktlinsen teilweise besser sein als mit Brillenkorrektur.

 

Formstabile ("harte") Kontaktlinsen
Harte KL auf Finger_90_90jpgplatzhalterHarte CL-178-90
Eigenschaften
Bestehen aus formstabilen, sauerstoffdurchlässigen Materialien, sind kleiner als der Hornhautdurchmesser, werden biologisch gut vertragen und haben eine hohe Lebensdauer. Durch die unter der harten Kontaktlinse entstehenden Tränenfilmlinse kann auch ein Hornhautastigmatismus oder eine unregelmäßige Hornhautoberfläche ausgeglichen werden. Darüberhinaus gibt es auch spezielle Kontaktlinsen zur gleichzeitigen Presbyopiekorrektur. Nachteilig ist die etwas längere Eingewöhnungsdauer.
 

 

Weiche Kontaktlinsen
weiche KL Finger_90_90platzhalterWeiche CL-178-90
Eigenschaften
Sind größer als der Hornhautdurchmesser, werden meist auf Anhieb gut vertragen und passen sich sehr genau der Oberfläche an. Dadurch sind sie zunächst einmal weniger gut geeignet, einen Hornhautastigmatismus optisch zu korrigieren. Mittlerweile sind jedoch auch weiche Speziallinsen zur Astigmatismus Korrektur (torische Kontaktlinsen) und auch zur Presbyopiekorrektur erhältlich. Angeboten werden weiche Kontaktlinsen als Tages-, Wochen-, Monats- und Jahreslinsen.
 

 

Orthokeratologie-Kontaktlinsen

Sind formstabile Speziallinsen und können in manchen Fällen zur Korrektur einer geringen Kurzsichtigkeit bis ca. -4 Dpt eingesetzt werden. Sie werden nur während der Nacht getragen und bewirken durch eine spezielle Anpassung einer Abplattung und dadurch eine Brechkraftänderung der Hornhaut. Morgens werden diese Speziallinsen wieder aus dem Auge genommen und sollen eine brillenfreien Tag ermöglichen. Die Risken sind noch umstritten.

 
Probleme beim Kontaktlinsentragen

Gerade bei weichen (Monats-)Kontaktlinsen und vor allem bei mangelhafter Pflege der Kontaktlinsen kann es in einigen Fällen zu Hornhautentzündungen kommen oder zu einem Einwachsen von Blutgefäßen in die Hornhaut. Insgesamt sind schwere Nebenwirkungen jedoch selten.

Manche Patienten entwickeln eine Allergie gegen Reinigungsmittel und damit eine Kontaktlinsenunverträglichkeit. Viele Patienten haben nach langjährigem Kontaktlinsentragen Probleme mit trockenen Augen und können Kontaktlinsen aus diesem Grund nicht mehr ganztägig tragen.

Anpassung von Kontaktlinsen

Die fachgerechte Anpassung von Kontaktlinsen ist ein Fall für einen Augenarzt oder ein spezialisiertes Kontaktlinseninstitut. Besonders die Erkennung von Veränderungen des Auges infolge Kontaktlinsentragens ist eine Sache des Facharztes für Augenheilkunde.

Missverständnisse

Falsch ist die Annahme, dass Brillen oder Kontaktlinsen die Augen verwöhnen und damit die Fehlsichtigkeit verstärken. Die Fehlsichtigkeit selbst wird durch die Sehhilfen nicht verändert, es wird lediglich eine Anpassung zur besseren Sicht vorgenommen.

Falsch ist auch, dass die organisch bedingte Fehlsichtigkeit durch ein Augen-Training, Sehübungen oder Medikamente beseitigt werden kann.

Letzte Änderung: 30.03.2012






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