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Weitsichtigkeit (Hyperopie)

Bei der Weitsichtigkeit (Hyperopie) ist das Auge im Verhältnis zur Brechkraft der Hornhaut zu kurz. Dies kann an einer zu geringen Augapfellänge (Achsenhyperopie) oder einer zu geringen Brechkraft der Hornhaut (Brechungshyperopie) liegen.

Optik des weitsichtigen Auges

Hyperopie-1

Aufgrund der zu geringen Brechkraft der optischen Medien liegt der Brennpunkt von parallel einfallenden Lichtstrahlen hinter der Netzhaut und auf der Netzhaut entsteht nur ein unscharfes Bild der Umwelt.
 
 
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Weitsichtig zu sein heißt, dass man Gegenstände in der Nähe weniger gut erkennt als in der Ferne.

Akkomodation - Ausgleich der Weitsichtigkeit durch die Augenlinse

Anders als beim kurzsichtigen Auge kann die Weitsichtigkeit bis zu einem gewissen Alter  durch die Augenlinse ausgeglichen werden. Die Augenlinse kann sich nämlich verformen und dadurch ihre Brechkraft erhöhen, was die zu geringe Brechkraft des weitsichtigen Auges ausgleicht, man spricht von Akkomodation. Bei Kindern kann diese Beanspruchung der Akkomodation allerdings zum Schielen führen. Leicht Weitsichtige Menschen sehen bis ins mittlere Alter in der Ferne meist gut. Nur bei sehr starker Weitsichtigkeit muss bereits in der Jugend eine Brille getragen werden.

Weitsichtige benötigen früher eine Lesebrille

Andererseits kommt es bei Weitsichtigen früher zu einem Nachlassen der Lesefähigkeit. Zum Lesen muss sich die Augenlinse nämlich ebenfalls verformen. Beim Weitsichtigen wird ein Teil der Akkomodationsfähigkeit aber bereits beim Blick in die Ferne benötigt. Zum Lesen steht daher nur ein geringerer Teil zur Verfügung. Da mit zunehmendem Alter die Verformungsfähigkeit der Augenlinse nachlässt, benötigen Weitsichtige früher eine Lesebrille als Normalsichtige. Im hohen Alter wird dann zusätzlich eine Brille für die Ferne erforderlich, da die Verformungsfähigkeit der Augenlinse so stark nachgelassen hat, dass auch kein scharfes Bild für die Ferne mehr erzeugt werden kann.

Korrekturmöglichkeiten

Zur Korrektur der Weitsichtigkeit bedient man sich für gewöhnlich sogenannter Sammellinsen in Form von Brillengläsern oder Kontaktlinsen. Diese Sehhilfen erhöhen die zu geringe Brechkraft (Plusgläser), so daß die einfallenden Lichtstrahlen wieder genau auf der Netzhaut gebündelt werden und ein scharfes Bild entsteht. Daneben stehen mehrere refraktiv-chirurgische Verfahren zur Korrektur der Weitseichtigkeit zu Verfügung.

 

 

Weitere Informationen
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Brillengläser Details
Kontaktlinsen Details
Refraktiv-chirurgische Verfahren Details

 


 






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