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Spezialambulanz für Restless-Legs Syndrom

Daniela Berg, Prof.Dr.
Leitung
Tel. 0 70 71 / 29 - 8 31 19

Jana Godau, Dr.
Ärztliche Mitarbeiterin
Tel. 0 70 71 / 29 - 8 21 41

Marion Jeric
Ambulanzschwester / Studienassistentin
Das Restless-Legs-Syndrom (RLS) ist eine der häufigsten und zugleich eine der am wenigsten diagnostizierten Bewegungsstörungen. In Deutschland sind ca. 4 Mio Menschen betroffen. Um die Versorgung von RLS-Patienten zu verbessern, wurde im Jahr 2002 mit Unterstützung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) eine Spezialambulanz für RLS eingerichtet. Seit Juni 2006 wird sie von der Abteilung für Neurodegenerative Erkrankungen unter der Leitung von Frau Prof. Dr. D. Berg geführt. Es besteht eine enge Zusammenarbeit mit dem EEG- und EMG-Labor der Neurologischen Klinik sowie mit der Abteilung für Neuroradiologie.
Die Spezialambulanz des Zentrums für Neurologie bietet die Voraussetzungen für eine optimale Diagnostik und optimierte individuelle Therapie der Erkrankung. Für die Diagnose wesentlich sind eine detaillierte Erhebung der Krankengeschichte sowie eine genaue körperliche und neurologische Untersuchung. Zusätzlich wird in unserer Klinik routinemäßig eine Transkranielle Sonographie durchgeführt, die regelhaft Auffälligkeiten bei RLS-Patienten darstellt und vor allem bei unklaren Symptomen wertvoll erscheint. Des weiteren gehören auch eine Blutuntersuchung und gegebenenfalls eine Untersuchung der Nervenleitgeschwindigkeit zur Routinediagnostik. Außerdem können bei Bedarf Nervenwasseruntersuchungen, Untersuchungen im Schlaflabor sowie zusätzliche bildgebende Untersuchungen (z.B. Kernspintomographie) durchgeführt werden.
Zusätzlich zur optimalen individuellen medikamentösen Therapie ist auch eine Anpassung der Lebensgewohnheiten für den Therapieerfolg entscheidend. Deshalb bieten wir jedem Patienten eine individuelle Beratung zur Verbesserung der Schlafgewohnheiten, der Ernährungsgewohnheiten und der Alltagsgestaltung an. Zusätzlich pflegen wir einen engen Kontakt zu den Selbsthilfegruppen der Region.
Es besteht eine enge Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Abteilungen der Universitätsklinik Tübingen. So treffen hier an einem Ort Experten für Schlafstörungen, für Bewegungsstörungen, für den Eisenstoffwechsel, für den Überträgerstoffwechsel und für die Bildgebung zusammen, um gemeinsam am Verständnis der RLS-Erkrankung zu arbeiten.
Zentrale Bedeutung hat die Erforschung der Ursachen des RLS. Die Kenntnis der Erkrankungsursachen und -mechanismen ist notwendig für die Entwicklung neuer und ursachenbezogener Therapieverfahren.
