Hier beginnt der Kopfbereich - Meta-Navigation und Logos

 
Kein Link zur Sprachversion EN EN


Hier beginnt die Unternavigation für den Bereich


Ihr Ausdruck wurde in der folgenden Navigationsebene erstellt:


Hier beginnt der Inhaltsbereich
Willkommen am Universitätsklinikum Tübingen!
Visual Content 1
Visual Content 2

Autosomal rezessives Parkinson-Syndrom mit frühem Beginn (PARK2, Parkin)

Klinische Symptomatik

Das familiäre juvenile Parkinson-Syndrom (Synonym: autosomal-rezessives Parkinson-Syndrom mit frühem Beginn) unterscheidet sich, ausser durch das frühere Erkrankungsalter, von der typischen Parkinson'schen Erkrankung (idiopathisches Parkinson-Syndrom, IPS) in mehrfacher Hinsicht: Obwohl die klassischen Symptome des IPS, Bradykinese, Rigor und Tremor vorhanden sind, ebenso wie Zelltod in der Substantia nigra, finden sich neuropathologisch keine Lewy-Körperchen. Initial sprechen die Symptome gut auf medikamentöse Therapie mit L-Dopa an. Die Erkrankung ist jedoch progredient, und im weiteren Verlauf entwickeln sich Komplikationen, wie z.B. L-Dopa-induzierte Überbewegungen (Dyskinesien).

 
Genetik

Das familiäre juvenile Parkinson-Syndrom wird autosomal rezessiv vererbt. Bislang wurde Kopplung zu drei verschiedenen Gen-Loci beschrieben: PARK2 auf Chromosom 6q25.2-6q27, PARK6 auf Chromosom 1p36-p35, und PARK7 auf Chromosom 1p36. Während das krankheitsverursachende Gen für den PARK6-Locus noch nicht gefunden wurde, wurden Mutationen im Parkin-Gen als ursächlich für PARK2 und im DJ-1 Gen als ursächlich für PARK7 identifiziert.

 

Häufigkeit

Mutationen im Parkin-Gen sind verantwortlich für ca. 50% der familiären Fälle (2 oder mehr betroffene Geschwister) von autosomal-rezessiv vererbtem Parkinson-Syndrom mit frühem Beginn in europäischen Familien (Lücking et al., 2000) und in ca. 15% von europäischen Parkinson-Patienten mit frühem Symptombeginn vor dem 46. Lebensjahr ohne Familienanamnese (Periquet et al., 2003), wobei die Häufigkeit mit steigendem Erkrankungsalter abnimmt.

 
Molekulargenetische Diagnostik
Diagnostik Link
Indikation: Parkinson-Syndrom mit Beginn vor dem 40. Lebensjahr mit und ohne positive Familienanamnese.
Eingeschränkte Indikation, da sich derzeit aufgrund des autosomal-rezessiven Erbgangs meist keine Konsequenz für die Familienplanung ergibt und derzeit auch keine unmittelbaren therapeutischen Konsequenzen absehbar sind.

Methodik: Direkte DNA-Sequenzierung (11 Exons) und quantitative PCR aus genomischer DNA
Material: 10-20 ml EDTA-Blut
Versand: Post ohne zusätzliche Kühlung
Dauer: Ca. 6-8 Wochen
OMIM: Online Mendelian Inheritance in Man #600116
 

Weitere Fragen zur Diagnostik bei Early-onset Parkinsonismus?

Ansprechpartner: 

Dr. med. Friedrich Asmus

 







Hier beginnt die Marginalspalte Suche und verschieden Module
Schnelleinstieg



Kontakt
Neurologische Universitätsklinik
Hoppe-Seyler-Straße 3
72076 Tübingen
Dr. med. Friedrich Asmus
E-Mail
Zum Lageplan
Siehe auch


Hier beginnt die Fusszeile - Impressum und Datenschutz