Hier beginnt der Kopfbereich - Meta-Navigation und Logos

Link zur UKT HomepageLogo EBERHARD KARLS UNIVERSITÄT TÜBINGEN
 


Hier beginnt die Unternavigation für den Bereich


Ihr Ausdruck wurde in der folgenden Navigationsebene erstellt:


Hier beginnt der Inhaltsbereich
Willkommen am Universitätsklinikum Tübingen!
Visual Content 1
Visual Content 2

Innovative hirnfunktionelle Verfahren

 

Wer wir sind
AG_Derntl_klein
Was wir machen
Unsere Arbeitsgruppe beschäftigt sich mit affektiven Reaktionen in Verhalten und Gehirn unter besonderer Berücksichtigung von Geschlecht, psychischer Gesundheit und Erkrankung und in Zusammenhang mit dem Hormonhaushalt.

Weiter unten finden Sie mehr Informationen zu den Gruppenmitgliedern und zu unserer Forschung.
 

  

Aktuelles / Neue Publikationen

Ehlis, A.-C., Barth, B., Hudak, J., Storchak, H., Weber, L., Kimmig, A.-C. S., Kreifelts, B., Dresler, T. & Fallgatter, A. J. (2018), Near‐Infrared Spectroscopy as a New Tool for Neurofeedback Training: Applications in Psychiatry and Methodological Considerations. Jpn Psychol Res, 60: 225-241. doi:10.1111/jpr.12225

 

Hornung, J., Noack, H., Kogler, L., & Derntl, B. (2019). Exploring the fMRI based neural correlates of the dot probe task and its modulation by sex and body odor. Psychoneurondocrinology, 99, 87-96.

 

Fink, J., Krämer, L., Lüttke, S., Richter, J., von Dawans, B., Kogler, L. (2018). Der wissenschaftliche Nachwuchs in der Klinischen Psychologie und Psychotherapie. Vorteile und Barrieren einer DGPs-Mitgliedschaft. Zeitschrift für Klinische Psychologie und Psychotherapie. 47, 126-136. https://doi.org/10.1026/1616-3443/a000466.

Kimmig, A.-C.S., Andringa, G., & Derntl, B. (2018). Potential Adverse Effects of Violent Video Gaming: Interpersonal- Affective Traits Are Rather Impaired Than Disinhibition in Young Adults. Front. Psychol. 9:736. doi: 10.3389/fpsyg.2018.00736

Lydia Kogler hat vom internen Förderprogramm Fortüne folgendes Projekt bewilligt bekommen:
"Yes I can" - Positive Selbstintruktion im Umgang mit sozialer Bewertung: neuronale Korrelate und subjektive Reaktionen.

 

Hornung, J., Kogler, L., Erb, M., Freiherr, J., & Derntl, B. (2018). The human body odor compound androstadienone increases neural conflict coupled to higher behavioral costs during an emotional Stroop task. Neuroimage 171, 364-375. doi: 10.1016/j.neuroimage.2018.01.027.

Hornung, J., Noack, H., Thomas, M., Farger, G., Nieratschker, V., Freiherr, J., & Derntl, B. (2018). Bayesian informed evidence against modulation of androstadienone-effects by genotypic receptor variants and participant sex: A study assessing Stroop interference control, mood and olfaction. Hormones and behavior, 98, 45-5.

Leitung und Mitarbeiter
derntl
Prof. Dr. Birgit Derntl, Dipl.-Psych. (Leitung)
Tel. 07071 29-85437
Fax 07071 29-5379
Publikationen (pubmed)
Curriculum Vitae
 

 

 
 
altan

Gizem Altan, M.Sc.
Promotionsstudentin der AG Vision and Cognition (Ebene 1, Raum 300)
Tel. 07071 29-87030
Fax 07071 29-5379
Curriculum Vitae

 

 

 
 
hornung

Jonas Hornung, M.Sc.
Promotionsstudent (Ebene 1, 301)
Tel. 07071 29-87037
Fax 07071 29-5379
Curriculum Vitae

 

 

 
 
kimmig

Ann-Christin Kimmig, M.Sc.
Promotionsstudentin (Ebene 1, Raum 336)
Tel. 07071 29-86563
Fax 07071 29-5379
Curriculum Vitae

 

 

 
 
kogler

Lydia Kogler, Dr. rer. medic., Mag. rer. nat.
Postdoktorandin (Ebene 1, Raum 300)
Tel. 07071 29-87030
Fax 07071 29-5379
Publikationen (pubmed)
Curriculum Vitae

 

 

 
 
noack

Hannes Noack, Dr. rer. nat., Dipl.-Psych.
Postdoktorand (Ebene 1, Raum 300)
Tel. 07071 29-87030
Fax 07071 29-5379
Curriculum Vitae

 

 

 
 
rehbein

Elisa Rehbein, M.Sc.
Promotionsstudentin (Ebene 1, Raum 336)
Tel. 07071 29-86563
Fax 07071 29-5379
Curriculum Vitae

 

 

 
 
seibokaite

Aiste Seibokaite, M.Sc.
Promotionsstudentin (Ebene 1, 301)
Tel. 07071 29-87037
Fax 07071 29-5379
Curriculum Vitae

 

 

Doktoranden / Wissenschaftliche Hilfskräfte
 
  • Rea Antoniou, B.Sc.
  • Julia Auer, cand. med.
  • Sophie Berger, cand. med.
  • Annika Buchheit, cand.med.
  • Sina-Maria Bucksch, cand.med.
  • Maxi Bürkle, M. Sc.
  • Mark Byrne, B.Sc., Praktikant
  • Tabea Dannheim, cand. med.
  • Sana Eisenkolb, cand. med.
  • Hannah Fandel, cand. med.
  • Sarah-Lena Frick, cand. med.
  • Caroline Graf, cand. med.
  • Melina Grahlow, B.Sc.
  • Franziska von Helmolt, B.Sc.
  • Leonie Matkei, cand. med.
  • Theresa Schell, B.Sc.
  • Christina-Maria Schulte, cand. med.
  • Selina Städter, B.Sc.
  • Franziska Stern, cand. med.
  • Madeleine Vogt, cand. med.

 

Alumni
 
 
skoluda

Nadine Skoluda, Dr. rer. nat., Dipl.-Psych.
jetzt Postdoktorandin an der Universität Wien
Tel. +43-1-4277-47239
Fax +43-1-4277-847239
Curriculum Vitae

 

 

Forschungsinteressen

Geschlecht und Geschlechtshormone beeinflussen nicht nur unsere Gesundheit und unser Verhalten sondern auch unser Hirn. Daher widmet sich die AG der Untersuchung dieser Effekte auf mehreren Ebenen (Verhalten, Gehirn und Psychophysiologie) und hinsichtlich unterschiedlicher Kompetenzen – von emotionalen Fähigkeiten und Empathie über Stress zu Motivation. Im Gehirn ist dabei nicht nur funktionelle Aktivierung von Regionen sondern auch ihre Konnektivität im Rahmen von Ruhezustandsmessungen (resting-state functional connectivity) von besonderem Interesse.

 

Viele Patienten und Patientinnen mit psychischen Erkrankungen haben Defizite in diesen Bereichen und auch hier soll die Interaktion von Geschlecht, Hormonkonzentration und Symptomatik untersucht werden. Darüber hinaus werden therapeutische Maßnahmen sowohl auf der Verhaltens- als auch auf neuronaler Ebene auf ihre Effektivität hin überprüft und neue Interventionsansätze verfolgt.

 

Bei Interesse an der Betreuung von Bachelor- oder Masterarbeiten wenden Sie sich bitte an Prof. Dr. Birgit Derntl.

Methodische Schwerpunkte
  • Funktionelle Magnetresonanztomographie
  • EEG Neurofeedback
  • Neuropsychologie
  • Experimentalpsychologische und psychophysiologische Verfahren

 

Nationale und internationale Kooperationspartner
  • Prof. Dr. Ute Habel, Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik, RWTH Aachen
  • Prof. Dr. Inger Sundström Poromaa, Department of Gynecology & Obstetrics, University of Uppsala, Sweden
  • Prof. Dr. Ewald Moser, Exzellenzzentrum für Hochfeld MR, Medizinische Universität Wien
  • Prof. Dr. Jessica Freiherr, Klinik für Diagnostische und Interventionelle Neuroradiologie, RWTH Aachen
  • Prof. Ruben und Raquel Gur, Brain Behavior Laboratory, Department of Psychiatry, University of Pennsylvania, Philadelphia
  • Prof. Dr. Simon Eickhoff, Forschungszentrum Jülich
  • PD Dr. Julia Sacher, MPI Leipzig
  • Dr. Carmen Morawetz, Freie Universität Berlin
  • Prof. Matthew Smith, Department of Psychiatry, Northwestern University, Chicago
  • Prof. Dr. Veronika Schöpf, Universität Graz
  • Prof. Dr. Rupert Lanzenberger, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Medizinische Universität Wien
  • Prof. Dr. Alex Hofer, Department für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik, Medizinische Universität Innsbruck, Österreich

 

Aktuelle Forschungsprojekte

 

  • Geschlechts-unterschiede in den Verhaltens-, physiologischen und neuro-biologischen Substraten der moralischen Bewertung und moralischen Entscheidungsfindung

Wenn es um moralische Dilemmata geht, existiert oft eine moralische Dichotomie zu ihrer Lösung. Die berüchtigten Trolley- und Brückenprobleme veranschaulichen den Konflikt: Wenn eine außer Kontrolle geratene Straßenbahn in Richtung von fünf Gleisarbeitern auf der Strecke fährt, würden sowohl Deontologen (regelgebundene Moral) als auch Utilitaristen (ergebnisbasierte Moral) den Wagen auf ein Gleis mit nur einem Arbeiter umleiten. Aber wenn eine Straßenbahn auf fünf Gleisarbeiter auf der Strecke zufährt, würden es Deontologen verbieten, einen sehr großen Mann auf die Strecke zu schieben, um den Wagen zu stoppen, während Utilitaristen diese Aktion als moralisch zulässig erlauben. Das Verständnis, wie unsere moralische Entscheidungsfindung während der Dilemmata in unserem Gehirn verarbeitet wird, ist sowohl aus gesellschaftlichen als auch aus klinischen Gründen entscheidend.
Neuroimaging-Studien haben festgestellt, dass zwei verschiedene neuronale Aktivierungswege zur moralischen Dichotomie beitragen: stärkere Aktivierungen in emotionsassoziierten Regionen treten häufiger deontologisch als Reaktion auf Dilemmata auf, während stärkere Aktivierungen in kognitionsassoziierten Regionen - utilitaristisch. Persönliche Merkmale (z.B. Empathie, Prosozialität, Risikobereitschaft) und Geschlecht tragen ebenfalls zu Unterschieden in der neurobiologischen Realisierung moralischer Entscheidungsfindung bei. In Verhaltensstudien wurden utilitaristische Antworten negativ mit Trait-Empathie und humanisierten Opfern in Dilemma-Szenarien und positiv mit Psychopathie oder Defiziten in Empathie assoziiert. Funktionale Neuroimaging-Studien mit Kindern und Erwachsenen haben festgestellt, dass der Anblick von Schmerzen oder emotionale Belastung eine neuronale Reaktion in einem Netzwerk hervorruft, das sich aus Regionen zusammensetzt, die an moralischen Entscheidungen beteiligt sind.
Innerhalb dieser Studie wollen wir Folgendes aufklären: (i) Geschlechterunterschiede bei der neuronalen Aktivierung während der moralischen Entscheidungsfindung und ihre Assoziation mit geschlechtsspezifischer Leistung und den (ii) Einfluss von persönlichen Merkmalen auf Verhaltens- und neurobiologische Mechanismen moralischer Dilemmata bei Männern und Frauen.
Die Studie wird gesunde Frauen und Männer untersuchen, die während zweier experimenteller Paradigmen, die 1. moralische Empfindlichkeit und 2. Entscheidungsfindung messen, im fMRT gescannt werden. Anhand der Ergebnisse können wir Schlussfolgerungen ziehen, ob und wie persönliche Merkmale und Geschlecht die Verhaltensweisen und neuronale Korrelate der moralischen Entscheidungsfindung beeinflussen.

  • Individuelle Reaktionen auf soziale Evaluation (fortüne-Projekt)
    Laufzeit 4/2018 – 4/2020)

Wir sind täglich mit zahlreichen Situationen konfrontiert, in denen wir  durch andere bewertet werden. Unangemessener Umgang mit Bewertungen durch andere (bspw. mit Sätzen wie Das hast du schlecht gemacht) sind ein zentrales Problem vieler Patient/innen mit psychischen Störungen.
Das Ziel der Studie ist es, individuelle subjektive, peripherphysiologische und neuronale Reaktionen auf soziale Videos zu erfassen, um diese Videos im Weiteren so anzupassen, dass sie im klinischen Kontext eingesetzt werden können. Zusätzlich werden Effekte auf die funktionelle Konnektivität im Hirn mittels funktioneller Kernspintomografie (fMRT) erfasst. Die Daten sollen weiterführend dazu dienen, Interventionen zum Umgang mit sozialer Bewertung für Patient/innen zu verbessern.

  • Der Einfluss der Schwangerschaft auf Verhalten, Gehirn und die Entwicklung des Kindes (CIN EXC 307 Projekt mit Prof. Dr. Martin Walter, Prof. Dr. Hubert Preissl, Prof. Dr. Ingeborg Krägeloh-Mann, Prof. Dr. Inger Sundström Poromaa, University of Uppsala, Prof. Dr. Lisa Ekselius, University of Uppsala, Prof. Dr. Fotis Papadopozlos und Prof. Dr. Alkistis Skalkidou, University of Uppsala)
    Laufzeit 07/2017 – 07/2020)

Die Schwangerschaft gehört neben der Pubertät und Menopause zu einer der großen hormonellen Umbruchsphasen im Leben einer Frau. Zusätzlich stellt sie eine kritische Entwicklungsphase für das ungeborene Kind dar. Studien zeigen, dass der Ursprung vieler struktureller Veränderungen neuronaler und psychologischer Störungen bereits auf diese frühe Entwicklungsphase zurückzuführen ist. Durch den immensen Anstieg an weiblichen Geschlechtshormonen in der Schwangerschaft kommt es auch zu Veränderungen in Hirnbereichen, die an emotionalen Prozessen beteiligt sind. Bereits natürliche hormonelle Schwankungen, insbesondere des weiblichen Geschlechtshormons Estradiols, beeinflussen einen erfolgreichen Umgang mit Emotionen und die zugrundeliegende Hirnaktivität. Estradiol kann hierbei Veränderungen der Stimmung, Emotionsverarbeitung, der Farbwahrnehmung und des Hörens hervorrufen. Dies konnte vor allem in Studien zum Einfluss des Menstruationszyklus nachgewiesen werden. Ein besseres Verständnis der Faktoren, die zur Verbesserung oder Verschlechterung unserer Fähigkeit Emotionen zu regulieren während der Schwangerschaft beitragen ist wichtig, um die Anpassung des Gehirns in Folge der Schwangerschaft und grundsätzlich den Einfluss von Geschlechtshormonen auf unsere emotionalen Fähigkeiten besser verstehen zu können. In dieser Studie soll daher der Einfluss der Konzentration von Estradiol auf die Fähigkeit, Emotionen zu regulieren und die zugrunde liegende Gehirnaktivität untersucht werden. Probandinnen werden hierbei ein Emotionsregulationsparadigma im Magnetresonanztomographen (MRT) absolvieren. In drei weiteren Teilprojekten werden mütterlicher Stress in der Schwangerschaft mittels fMEG, die Prädiktoren für die Entwicklung von Postpartaler Depression und die Entwicklung des Kindes untersucht.

  • Emotionale Hormone: Der Einfluss endogener vs. synthetischer Geschlechtshormone auf sexuelle Responsivität bei Frauen (DFG-Projekt)
    Laufzeit 07/2017 – 07/2020

Orale Kontrazeptiva (OK) werden von Millionen Frauen weltweit jeden Tag eingenommen. Keine andere „Pille“ hatte so einen durchschlagenden Effekt auf die Gesellschaft, v.a. weil sie Frauen ermöglichte eine Schwangerschaft zu verhindern bzw. zu kontrollieren und dadurch gesellschaftliche Konventionen und Genderstereotypen kritisch hinterfragt wurden. Während eine Vielzahl an Studien den Einfluss endogener Geschlechtshormone auf ein breites Spektrum an menschlichem Verhalten nachweisen konnte, ist bislang wenig über die psychologischen und neurobiologischen Effekte der OK-Einnahme bekannt.  Die wenigen existierenden Studien weisen allerdings auf eine signifikante Veränderung im sozialen Verhalten der Frauen, die auch weitreichende individuelle und gesellschaftliche Konsequenzen haben könnte: so wird die Partnerwahl durch OK-Einnahme verändert und auch sexuelles Verlangen, Erregung und Belohnungsverarbeitung beeinflusst. Die Geschlechtshormonkonzentration hat daher großen Einfluss auf wichtige Aspekte im Leben einer Frau. Ob OK-Einnahme auch sexuelle Appetenz und damit einhergehend Annäherungs-Vermeidungsverhalten beeinflusst ist bislang unbekannt.

Daher widmet sich dieses Forschungsvorhaben der Untersuchung des Einflusses von endogenen vs. synthetischen Geschlechtshormonkonzentrationen und OK-Einnahme auf sexuelle Appetenz und die neuralen Korrelate. Es sollen 3 Gruppen an Frauen eingeschlossen werden: 1) natürlich menstruierende Frauen, 2) Frauen, die eine OK-Einnahme nach der 1. Messung starten und 3) Frauen, die OKs schon seit mindestens 12 Monaten einnehmen. Alle Teilnehmerinnen werden zweimal im Abstand von 3 Monaten untersucht werden. Dazu soll eine Annährungs-Vermeidungs-Aufgabe im MR-Scanner durchgeführt werden. Darüber hinaus wird auch die funktionelle Konnektivität während des „Resting-state“ als auch Hirnvolumetrie an beiden Messterminen erhoben und der Einfluss OK-Einnahme sowie zyklus- und Pille-bedingten Geschlechtshormonfluktuationen darauf analysiert.

Das vorliegende Projekt fokussiert auf die Kombination und Integration von Verhaltensdaten, subjektiven Angaben, hormonellen sowie neuralen Parametern hinsichtlich sozialen Verhaltens bei Frauen. Es ist die erste Untersuchung die sich explizit mit dem Einfluss der OK-Einnahme auf diese unterschiedlichen Maße und Parameter beschäftigt und dadurch die Möglichkeit zur Charakterisierung der psychologischen und neurobiologischen Implikationen der OK-Einnahme beleuchten kann.

 

  • Der Einfluss von Geschlecht, Genetik und Epigenetik auf die Stressreaktion (DFG-Projekt mit Frau Prof. Dr. Vanessa Nieratschker & Prof. Dr. Ute Habel, RWTH Aachen)
    Laufzeit 02/2017-01/2020

Stress wird als unspezifische Körperreaktion auf jegliche Art der Anforderung definiert, die die bisherigen Bewältigungsmöglichkeiten überschreitet. Zahlreiche Einflussfaktoren auf die Stressreaktion wurden bislang identifiziert, daher stellt die Erklärung individueller Stressvulnerabilität eine aktuelle Herausforderung der Stressforschung dar. Bereits bekannt ist, dass Frauen und Männer unterschiedlich auf Stress reagieren: während Männer verstärkt physiologische Reaktionen berichten, schildern Frauen eher subjektive Belastungen und negativen Affekt. Obwohl im Tierversuch längst gezeigt, lassen bisherige Humanstudien offen, wie dieser Geschlechterunterschied durch externale und internale Faktoren moduliert wird.

Ein vielversprechender Ansatz zur Untersuchung dieser Unterschiede ist daher die Analyse genetischer und epigenetischer Parameter. Hinsichtlich Stress konnte v.a. ein Polymorphismus des Serotonintransporters (5-HTTLPR) mit Stressvulnerabilität in Verbindung gebracht werden. Allerdings sind nachfolgende Replikationsversuche gescheitert, möglicherweise weil dieser Effekt durch komplexe Interaktionen von Geschlecht, Geschlechtshormonkonzentration und andere Genotypen moderiert wird. Zusätzlich gibt es Hinweise, dass frühere traumatische Erfahrungen zu permanenten strukturellen und regulatorischen Modulationen führen und somit auch Veränderungen der Funktion der Hypothalamus-Hypophysen-Nebennierenrinden-Achse (HPA-Achse) hervorrufen können. Der zugrundeliegende biologische Mechanismus ist noch unklar, bisherige Befunde deuten aber vermehrt auf die Rolle epigenetischer Mechanismen hin, die die Genexpression regulieren und somit in weiterer Folge auch komplexe neuronale Funktionen beeinflussen. Einer dieser Mechanismen ist die DNA Methylierung.

Daher soll in dem beantragten Projekt die subjektive, psychophysiologische und neurale Stressreaktion von 165 Frauen und 165 Männern, genotypisiert für 5-HTTLPR, mittels eines psychosozialen Stressparadigmas untersucht werden. Die Messungen werden an zwei Standorten durchgeführt (Aachen, Tübingen). Der Methylierungsgrad des Serotonin-Transporter-Gens (SCL6A4) wird zusätzlich in allen ProbandInnen erhoben. Da der Testosteronspiegel in Abhängigkeit vom Genotyp möglicherweise einen modulierenden Einfluss auf die Stressreaktion hat, soll dieser Effekt in Frauen und Männern beleuchtet werden. Ebenfalls erfasst werden neuropsychologische und psychophysiologische Daten, die mit den Ergebnissen zur Stressreaktion und kognitiven Fähigkeiten in Verbindung gesetzt werden sollen.

Die Frage nach der Spezifität der Stressreaktion unter Berücksichtigung von Geschlecht, Genotyp und epigenetischen Parametern kann essentiell zu unserem Verständnis der individuellen Stressvulnerabilität und von Stressregulationsprozessen beitragen. Da viele psychiatrische Erkrankungen mit Stress assoziiert sind, ergeben sich dadurch auch wesentliche klinische Implikationen.

 

Abgeschlossene Forschungsprojekte

 

  • Emotionale Aufmerksamkeit, Geschlecht und Olfaktorik (fortüne-Projekt DE2319)
    Laufzeit 01/2016-12/2017

Visuelle Aufmerksamkeitsprozesse sind für die zwischenmenschliche Interaktion wesentlich. Diesbezüglich sind Geschlecht und der weibliche Menstruationszyklus Einflussfaktoren. Androstadienon, ein sozial-relevanter, menschlicher Duftstoff, beeinflusst Aufmerksamkeitsprozesse, indem es sie auf emotionale Reize lenkt. Die genaue Rolle sozial-relevanter Duftstoffe in der menschlichen Interaktion ist allerdings wenig untersucht und die neurobiologischen Grundlagen der Aufmerksamkeitsmodulation bei Frauen und Männern unbekannt. Daher soll im vorliegenden Projekt der Effekt von Androstadienon auf selektive Aufmerksamkeit und Aufmerksamkeitsverzerrungen und deren neuronale Grundlagen in Zusammenhang mit Geschlecht und Zyklusphase analysiert werden. Alle Teilnehmer durchlaufen zwei fMRT-Untersuchungen (Androstadienon vs. Placebo). Es wird eine signifikante Modulation beider Aufmerksamkeitsprozesse durch Androstadienon erwartet, wobei Geschlecht und Zyklusphase eine entscheidende Rolle spielen. Die Modulation emotional-kognitiver Prozesse durch Geschlecht, Zyklusphase oder sozial-relevante Duftstoffe wie Androstadienon wurde bislang zu wenig untersucht. Um in weiterer Folge Ableitungen für geschlechterspezifisches Verhalten und Prävalenzraten (z.B. Depression bei Frauen) sowie Ansatzpunkte für spezifische therapeutische Interventionen herausarbeiten zu können, besteht großer Bedarf an der Untersuchung dieser Effekte.

 

  • Neuronale Korrelate von kognitiv-emotionalen Indikatoren der Geschlechtsstereotypverarbeitung bei Transsexuellen (DFG-Projekt mit Frau Prof. Dr. Ute Habel, RWTH Aachen)
    Laufzeit 2014-2016

Der Einfluss phonatorischer Geschlechtsmerkmale und sozialer Geschlechtsstereotypen auf das geschlechterdistinktive Verhalten und Erleben ist ebenso unzureichend geklärt, wie deren neuronale Korrelate. Dies gilt insbesondere für den Bereich der Geschlechtsidentitätsstörungen. Ziel des vorliegenden Antrages ist es daher, mittels fMRT-Untersuchungen bei 16 Frauen, 16 Männern und 16 Mann-zu-Frau(MzF)-Transsexuellen (vor Hormonbehandlung) a) die neuronalen Korrelate der Verarbeitung und Diskrimination weiblicher und männlicher Stimmen zu identifizieren, b) die Selbst- vs. Fremdattribution geschlechtsstereotyper Eigenschaftswörter zu bestimmen und c) den Einfluss letzterer auf die Behaltensleistung zu ermitteln. Dadurch sollte es möglich werden, diejenigen zerebralen Netzwerke aufzudecken, die der Verarbeitung der biologischen Geschlechtsmerkmale (Stimme) einerseits und der sozialen Geschlechtscharakterisierungen (Stereotype) andererseits zugrunde liegen und die Veränderungen bei MzF-Geschlechtsidentitätsstörungen aufweisen, was die Identifizierung von Endophänotypen ermöglichen könnte. Aus den so gewonnenen Erkenntnissen sollten sich künftig wichtige diagnostische und therapeutische Implikationen für die MzF-Transsexuellen ableiten lassen.

 

  • Der Einfluss des Geschlechts auf verhaltensmäßige und neuronale Korrelate von Stress (FWF-Projekt gemeinsam mit Prof. Dr. Ewald Moser & Prof. Dr. Christian Windischberger, MUW Wien, Prof. Dr. Ute Habel, RWTH Aachen, Prof. Dr. Ruben Gur, UPENN und Prof. Dr. Ilse Kryspin-Exner, UNI WIEN)
    Laufzeit 2011-2015.

Weiblich oder männlich - unser Geschlecht ist einer der wichtigsten biologischen Faktoren des Menschen mit weitreichenden Konsequenzen für viele Aspekte von sozial-emotionalen Fähigkeiten bis hin zu Gesundheit. Gerade die physiologischen und psychologischen Reaktionen auf Stress haben einen großen Einfluss auf die menschliche Gesundheit und hier lassen bisherige Studien Geschlechtsunterschiede sowohl in den subjektiven, den physiologischen als auch den neuronalen Korrelaten vermuten. Konfrontiert mit sozialem Stress zeigen Frauen eine reduzierte Kortisolreaktion, aber eine starke subjektive Betroffenheit und erhöhte neuronale Aktivierung in limbischen Regionen. Interessanterweise zeigen Männer während Leistungsstress eine reduzierte subjektive Belastung aber stärkere physiologische Reaktionen. Zudem lässt die stärkere neuronale Aktivierung in präfrontalen Arealen bei Männern im Vergleich zu Frauen eine eher regulatorische Reaktion vermuten. Trotz der behavioralen Evidenz von Geschlechtsunterschieden in Stressreaktionen in Abhängigkeit von der Art des Stressors gibt es keine Studie mit bildgebenden Verfahren, die subjektive, physiologische und neuronale Reaktionen auf Leistungs- und sozialen Stress bei Frauen und Männern direkt vergleicht. Das Ziel der hier präsentierten Studie ist es unter Anwendung von funktioneller Hochfeldmagnetresonanztomografie (fMRT) Geschlechtsunterschiede in Stressreaktionen und deren Modulation durch die Art des Stressors (Leistungs- vs. Sozialer Stress) zu überprüfen. Die Anwendung eines Drei-Ebenen-Ansatzes (subjektiv, physiologisch und neuronal) ermöglicht es komplexe Effekte und Interaktionen im Rahmen eines umfassenden Stressmodels zu erforschen. Die Analyse von neuronale Netzwerkmodellen zusätzlich zu einem rein lokalisationsbasierten Ansatz in der Auswertung der fMRT-Daten kann wichtige Erkenntnisse hinsichtlich stress-regulatorischer sowie geschlechterspezifischer Mechanismen liefern. Die neuronalen Regionen, die hier von besonderem Interesse sind umfassen kortikale (z.B. präfrontaler Kortex) sowie subkortikale Areale (z.B. Hippokampus und Amygdala). Auf der physiologischen Ebene soll vor allem der Effekt von Stress- sowie Geschlechtshormonen auf die subjektiven und neuronalen Stressreaktionen systematisch erforscht werden. Die Untersuchung der Mechanismen, die geschlechtsspezifischen Stressreaktionen zugrunde liegen, kann essentiell zu unserem Verständnis von Prävalenzunterschieden bei stressbezogenen Erkrankungen, z.B. Depression bei Frauen und kardiovaskuläre Erkrankungen bei Männern, beitragen.






Hier beginnt die Marginalspalte Suche und verschieden Module
Schnelleinstieg



Forschungsinteressen
- Stress
- Empathie
- Emotionserkennung
- Emotionsregulation
- Geschlechtervergleich
- Hormone (bspw. Kortisol, Testosteron, Östrogen, Progesteron, etc.) in Gesunden sowie in psychischen Erkrankungen
- Affektive Neurowissenschaften
- Olfaktorik
Kontakt
Innovative Hirnfunktionelle Verfahren
Calwerstraße 14
72076 Tübingen
Prof. Birgit Derntl
Tel. 07071 29-85437
E-Mail
Zum Lageplan


Hier beginnt die Fusszeile - Impressum und Datenschutz
Cookie Einstellungen
Bitte treffen Sie eine Auswahl um fortzufahren.
Weitere Informationen zu den Auswirkungen Ihrer Auswahl finden Sie unter HILFE.
 
Um fortfahren zu können, müssen Sie eine Cookie-Auswahl treffen.

Cookies zulassen:
Wir setzen Analysetools (Google Analytics, Matomo) ein, um Besucher-Informationen wie z.B. Browser, Land, oder die Dauer, wie lange ein Benutzer auf unserer Seite verweilt, zu messen. Ihre IP-Adresse wird anonymisiert übertragen, die Verbindung zu Google ist verschlüsselt.

Nur notwendige Cookies zulassen:
Wir verzichten auf den Einsatz von Analysetools. Es werden jedoch technisch notwendige Cookies, die eine reibungslose Navigation und Nutzung der Webseite ermöglichen, gesetzt (beispielsweise den Zugang zum zugangsbeschränkten Bereich erlauben).

Sie können Ihre Cookie-Einstellung jederzeit auf der Seite Datenschutzerklärung ändern. Zum Impressum.

Zurück

Cookies zulassen Nur notwendige Cookies zulassen