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Rheumatologie
Angesichts der Komplexität der infektiösen und nicht-infektiösen Komplikationen bei Patienten mit Immunschwäche ist sowohl die klinische Betreuung, als auch die radiologische Diagnostik eine große Herausforderung für die beteiligten Ärzte.
Insbesondere eine möglichst frühe Diagnosestellung ist für den weiteren Verlauf der Erkrankung von maximaler Bedeutung. Dies kann durch die enge Zusammenarbeit aller Fachdisziplinen und durch die langjährige Erfahrung von Radiologen, die sich spezialisiert mit diesem Patientenkollektiv beschäftigen, gelingen.
Der Einsatz verschiedener technischer Mittel (Hochauflösende-Multidetector-Computertomographie, Magnetresonanz-Tomographie, Ultraschall) erlaubt eine optimale Betreuung der Betroffenen.
- Patienten die an einer angeborenen Immunschwäche leiden und aktuell eine infektiöse oder nicht-infektiöse Komplikation entwickeln
- Patienten mit einer erworbenen Immunschwäche, z.B. durch eine Hämatologische Erkrankung, HIV-Infektion oder myeloablative Chemotherapie
- Patienten die immunsuppressiv behandelt werden müssen, z.B. nach Organtransplantation, nach peripherer Stamzellentransplantation (PBSCT) oder aufgrund einer Rheumatoiden Arthritis, Kollagenose oder Vaskulitis.
- Eine langjährige klinische und wissenschaftliche Aktivität auf diesem Gebiet ermöglicht die Umsetzung neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse und die ständige Aktualisierung der diagnostischen Algorithmen, was letztendlich zur Optimierung der Diagnosesicherheit führt.
Die Differenzialdiagnostik von Gelenkerkrankungen stellt eine große Herausforderung sowohl für den klinisch tätigen Rheumatologen als auch für den auf diesem Gebiet spezialisierten Radiologen dar. Die Unterscheidung zwischen aktivierter degenerativer Erkrankung (Arthrose) und floriden entzündlichen Krankheiten mit Befall der Gelenkschleimhaut (Synovialis), des Muskelansatzes (Enthesiopathie), der Sehnenscheide (Tenosynovitis) oder der periartikulären Weichteile hat unmittelbare therapeutischen Konsequenzen und macht deswegen eine akkurate Diagnostik imperativ. Nicht nur die morphologische Darstellung der Gelenksanatomie, sondern vor allem die funktionelle Information z.B. bezüglich der Synovialisperfusion oder Permeabilität (Diffusion) hilft dabei in der Evaluation der Bestimmung der entzündlichen Aktivität verschiedener rheumatischer Erkrankungen.
Die Primärdiagnostik beginnt in der Regel mittels konventionellem Röntgen der betroffenen Gelenke. Dieses liefert durch Informationen bezüglich des Befallsmuster, der Anzahl der betroffenen Gelenke, bereits aufgetretener Knochenusuren (Knochendefekte) und durch indirekte Zeichen wie beispielsweise periartikulären Schwellungn und periartikulärer Osteopenie als Aktivitätsindizes, wegweisende Befunde für eine Diagnose. Bei der Interpretation der klassischen Röntgenaufnahmen gibt es bereits eine langjährige Erfahrung mit klar definierten Diagnostikkriterien. Leider gibt die konventionell-radiologische Diagnostik die relevanten Befunde eher erst in einem fortgeschrittenen Stadium wieder.
Neue Ansätze zielen darauf ab, dass man unter Einsatz der Weichteilsonographie und vor allem der Magnetresonanz-Tomographie (MRT), entzündliche Gelenksveränderungen bereits im Frühstadium diagnostiziert. Die MRT bietet ausserdem eine zuverlässige Möglichkeit zur Differenzierung verschiedener Gelenkserkrankungen und darüber hinaus auch ein Monitoring des Heilungsverlaufes unter medikamentöser Therapie.
Ein engmaschiges Therapie-Monitoring ist insbesondere wichtig für neue Therapieformen wie bsp. TNF-alpha-Blocker, anti-CD20-Antikörper, rhIL-1ra u.a., um so genannte Non-Responder rechtzeitig zu identifizieren und frühzeitig eine Umstellung auf ein anderes Medikament vornehmen zu können.
- Patienten mit Rheumatoider Arthritis
- Patienten mit Polyarthritis im Rahmen von Kollagenkrankheiten
- Patienten mit Psoriasisarthritis
- Patienten mit Kristallarthropathien, erosiver Osteoarthritis
- Kinder mit JIA
Eine langjährige klinische und wissenschaftliche Aktivität auf diesem Gebiet ermöglicht die Umsetzung neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse und die ständige Aktualisierung der diagnostischen Algorithmen, was eine Optimierung der Diagnosesicherheit ermöglicht.




