Ihr Ausdruck wurde in der folgenden Navigationsebene erstellt:



Klinische Studien

Es werden jedoch nicht nur neue Therapien erprobt, in vergleichenden Therapiestudien werden verschiedene für eine Erkrankung verfügbare Behandlungsmöglichkeiten systematisch verglichen. So kann die beste Behandlung ermittelt und in Zukunft allen Patienten angeboten werden. Außerdem spricht jede Krebsart und sogar jedes Erkrankungsstadium auf eine andere Therapie besonders gut an. Durch gezielte Studien versucht man für unterschiedliche Situationen die optimale Therapie zu finden. Auch Übertherapien kann man mit systematischen Studien erkennen und damit künftig vermeiden. So helfen Studien zu klären, ob eine Medikamentendosis reduziert werden kann, ohne dass sich die Heilungschancen dadurch verschlechtern.
Der Ablauf einer klinischen Studie unterliegt einer strengen internationalen Standardisierung. Vor Beginn der Studie wird in einem Studienprotokoll die Zielsetzung der Studie formuliert und das genaue Vorgehen festgelegt. Außerdem werden Sicherungen für eventuelle Risiken für eingeschlossene Patienten erarbeitet. Der Studienentwurf muss daraufhin von der zuständigen Ethikkommission genehmigt werden.
Auch an das wissenschaftliche Vorgehen werden hohe Anforderungen gestellt. Beispielsweise ist es bei vergleichenden Therapiestudien sehr wichtig, dass genügend und vergleichbare Patienten teilnehmen. Die genau erforderliche Teilnehmerzahl muss ein Mathematiker errechnen. Um Verzerrungen zu vermeiden, werden die teilnehmenden Patienten i.d.R. nach dem Zufallsprinzip in verschiedene Gruppen eingeteilt (Randomisierung). Vor der Teilnahme an einer Studie müssen die Patienten ausführlich informiert werden und eine Einverständniserklärung unterzeichnen.
Klinische Studien sind wie folgt klassifiziert: In Phase I wird eine Therapie erstmals am Menschen angewandt und deren Verträglichkeit untersucht. Im nächsten Schritt, der Phase II, werden die gewonnenen Erkenntnisse an einer größeren Patientengruppe überprüft mit dem Ziel, die optimale Dosierung für die neue Behandlung zu ermitteln. In der Phase-III-Studie wird anschließend an einem großen Patientenkollektiv ermittelt, ob der neue Wirkstoff oder das neue Verfahren der etablierten Behandlung tatsächlich überlegen ist.
Jede Studie beantwortet ganz bestimmte Fragen und benötigt daher Patienten in einem bestimmten Stadium der Erkrankung. Falls eine aktuelle Studie für Sie in Frage kommt, werden Sie sehr wahrscheinlich von Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt darauf aufmerksam gemacht.
Welche aktuellen klinische Studien unter Teilnahme von Tumorpatienten an unseren tumorspezifischen Zentren durchgeführt werden, können Sie aus den folgenden Zusammenstellungen ersehen:
- Brustkrebs
- Hautkrebs
- Hirntumoren
- Kopf-Hals-Tumoren
(z.B. Tumoren des Kehlkopfes, des Rachens, des Mundes, des Gesichts, der Speicheldrüsen, der Nase- und der Nasennebenhöhlen, der Schädelbasis, des Ohres, des Kleinhirnbrückenwinkels, des Halses und Kieferosteosarkome) - Lymphdrüsenkrebs
- Urogenitale Tumoren
(z.B. Prostatakrebs, Hodenkrebs, Nierenkrebs, Blasenkrebs, Harnleiterkrebs)
Bitte auf der verlinkten Website der Urologie im Menü auf "Laufende Studien" klicken - Verdauungstrakt
(z.B. Speiseröhrenkrebs, Magenkrebs, Darmkrebs, Bauchspeicheldrüsenkrebs, Leberkrebs) - Weibliche Geschlechtsorgane
- Weichteilsarkome, GIST und Knochenkrebs
Letzte Änderung: 08.03.2012
