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Programm "Tumorstammzellen"

 

Alle Organe im Körper enthalten Stammzellen, die das Gewebe kontinuierlich erneuern und Reparaturprozesse nach Gewebeschädigung einleiten. Neuere Untersuchungen lassen vermuten, dass Tumoren aus Zellen mit Stammzelleigenschaften hervorgehen. Bei diesen Stammzell-ähnlichen Zellen handelt es sich um veränderte Gewebestammzellen, von denen die reiferen Tumorzellen abstammen und die die eigentliche Tumormasse bilden. Tumorstammzellen sollen auch für die Tumorinitiation, die Selbsterneuerung, die Metastasierung und die häufigen Rezidive verantwortlich sein, welche die Prognose vieler Krebspatienten bestimmen.

Ziel für neue, effizientere Therapien

F_Stammzellen

Die bis heute kontrovers diskutierte Stammzell-Hypothese hat weitreichende klinische Folgen: Wenn Tumoren von einer kleinen Anzahl von Zellen mit Stammzelleigenschaften unterhalten werden, wird die Bekämpfung dieser Zellen zukünftig zur entscheidenden Strategie für die Tumorbehandlung.
 

 

Potenzielle Tumorstammzellen zeigen neben eingeschränkter Differenzierungsfähigkeit häufig nur geringe Proliferationsraten oder sind im Ruhezustand. Sie überexprimieren anti-apoptotische und sogenannte Multidrug Resistance-Proteine. Somit wären diese Zellen in der Lage, bisherige konventionelle Tumortherapien unbeschadet zu überstehen. Gerade deshalb stellen Tumorstammzellen ein Ziel für mögliche neue, effizientere Tumortherapien dar. Die Erforschung von Tumorstammzellen ist bislang weitgehend grundlagenorientiert. Das Forschungsprogramm versucht deshalb, Tumorstammzellen molekular zu charakterisieren und Signalwege zu identifizieren, die für Stammzell-Eigenschaften verantwortlich sind. Weiterhin sollen neue diagnostische Möglichkeiten zum Nachweis von Stammzellen entwickelt werden, die sich möglicherweise für eine bessere Überwachung der Tumorprogression und Therapie-Antwort eignen.

 

 

Beteiligte Arbeitgruppen
Prof. L. Kanz, Prof. T. Fehm, Prof. R. Handgretinger, Prof. A. Stenzl, Dr. H.G. Kopp, Dr. H.J. Bühring, Dr. C. Lengerke, Prof. G. Klein, Prof. K. Schulze-Osthoff

 

 

 

Letzte Änderung: 08.03.2012






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