Anaesthesiologische Forschung im Zentrum für Medizinische Forschung

Das Zentrum für Medizinische Forschung beherbergt die Forschungsgruppen der Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin. Dabei stehen wissenschaftliche Themen im Vordergrund, die zu einer Verbesserung der Therapien unserer Patienten in der Zukunft beitragen sollen.
Netrin-1 und Hypoxie, Titelbild Nature Immunology 2009
Molekulare Mechanismen intensivmedizinischer Krankheitsbilder
Ein wichtiger Schwerpunkt der wissenschaftlichen Arbeiten der Klinik ist dabei, die pathophysiologischen und molekularen Mechanismen der Krankheitsbilder aufzuarbeiten, die uns täglich in der Intensivmedizin begegnen. Diese Veränderungen sind meist durch eine akute Entzündungsreaktion gekennzeichnet, die zu einer Reihe wichtiger Organfunktionsstörungen führt.

Hierzu zählt insbesondere das Krankheitsbild der Sepsis, die Veränderungen eines akuten Lungenschadens, die pathophysiologische Veränderungen eines Reperfusions-Schadens und einer Barrierefunktionsstörung. Von höchstem Interesse sind dabei nicht nur die Abläufe während der Evolution einer akuten Entzündungsreaktion, sondern auch während der Entzündungsresolution. Ziel dieser Arbeiten ist es neue Therapieansätze zu entwickeln, um somit ein verbessertes Outcome unserer Patienten in der Intensivmedizin zu sichern.
Netrin-1 während des Akuten Lungenschadens, Titelbild AJRCCM 2010
Einfluss der Anästhetika auf Schmerzwahrnehmung, Bewusstsein und Muskulatur
Der zweite Schwerpunkt unserer Forschungsarbeiten beleuchtet jene Signalwege im Nervensystem, über die Anästhetika die Schmerzwahrnehmung, das Bewusstsein und die Aktivität der Muskulatur beeinflussen.
Wirkung der Anästhestika


Steuerung durch Botenstoffe
Von zentraler Bedeutung sind hierbei Rezeptoren, die durch die Botenstoffe GABA, Glycin und Acetylcholin gesteuert werden. Eine große Herausforderung besteht darin, durch neuartige wissenschaftliche Erkenntnisse die Grundlagen für die Entwicklung verbesserter Medikamente zu schaffen, die für unsere Patienten verträglicher sind als die derzeit gebräuchlichen Narkosemittel.
Die Wirkung der Anästhestika wird über spezifische
Ionenkanäle im ZNS und im Rückenmark übertragen,
Sektion für Experimentelle Anästhesie