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Mehr Lebensqualität für schwerkranke Patienten

Tübinger Projekt schließt Versorgungsvertrag für spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV) mit den Krankenkassen ab

30.03.2010

Als eine der ersten Einrichtungen in Baden-Württemberg schließt das seit 1991 bestehende Tübinger Projekt mit den Kassen einen Versorgungsvertrag für den Landkreis Tübingen auf der Basis des baden-württembergischen SAPV-Mustervertrags ab.


"Es ist als großer Erfolg zu werten, dass die langjährigen Bemühungen endlich Früchte tragen", so Dr. Thomas Schlunk, Ärztlicher Leiter des Tübinger Projekts. "Wir hoffen nun, die Palliativversorgung der schwerkranken Menschen zu Hause, die wir seit vielen Jahren wahrnehmen, weiter verbessern zu können. In der Umsetzung der spezialisierten ambulanten Versorgung arbeitet das Tübinger Projekt mit den Diakonie-Sozialstationen, den Hospizgruppen und niedergelassenen Ärzten in einem weiten Netzwerk zusammen. Dieses multidisziplinäre 'Palliative Care-Team (PCT)' aus Pflegefachkräften und Ärzten steht den Patienten rund um die Uhr zur Verfügung". Die enge und gut abgestimmte Versorgung zwischen allen Beteiligten bietet die Voraussetzung für eine bestmögliche Versorgung zu Hause.
Man schätzt, dass im Einzugsgebiet des Tübinger Projekts (Stadt und Landkreis Tübingen sowie die Reutlinger Gemeinden Wannweil, Pliezhausen und Walddorfhäslach) ca. 240 Palliativpatienten im Jahr diese spezialisierte Versorgung benötigen.


Die Träger des Tübinger Projekts, Deutsches Institut für Ärztliche Mission (Difäm) und Universitätsklinikum Tübingen (UKT), begrüßen den Abschluss des SAPV-Versorgungsvertrages als einen weiteren Schritt zur Verbesserung der palliativen Versorgung schwerkranker und sterbender Menschen im Landkreis Tübingen.


Der Mustervertrag zur spezialisierten ambulanten Palliativversorgung im Land ist von der Landesarbeitsgemeinschaft Spezialisierte Ambulante Palliativversorgung Baden-Württemberg (LAG SAPV BW), der Baden-Württembergischen Krankenhausgesellschaft e.V. (BWKG) und der Liga der freien Wohlfahrtspflege in Baden-Württemberg mit den Gesetzlichen Krankenkassen in den letzten Monaten verhandelt worden und ist seit Februar 2010 wirksam. "Damit sind wesentliche finanzielle und rechtliche Voraussetzungen dafür geschaffen, dass landesweit Palliativnetzwerke und PCT den Anspruch der Patienten auf spezialisierte ambulante Palliativversorgung auch umsetzen können", erläutert Helmut Braunwald, Sprecher der LAG SAPV BW und langjähriges Mitglied des Tübinger Projekt-Leitungsteams.

 
 


 

Ansprechpartner


Tübinger Projekt:

Dr. med. Thomas Schlunk
Ärztlicher Leiter Tübinger Projekt
Tel.: 07071/206-441, -0

Lutz Georgi
Pflegedienstleitung Tübinger Projekt
Tel.: 07071/206-111


Träger Difäm:

Dr. med. Gisela Schneider
Deutsches Institut für Ärztliche Mission Direktorin Difäm
Tel.: 07071/206-512


Träger Universitätsklinikum Tübingen:

Dr. med. Marco Halber
Südwestdeutsches Tumorzentrum Geschäftsführer
Comprehensive Cancer Center Tübingen Südwestdeutsches Tumorzentrum
Tel.: 07071/29-85235


LAG SAPV BW:

Helmut Braunwald
Sprecher
(bei Fragen zur Entwicklung in Ba-Wü) Tel.: 0172 735 25 58








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