Ihr Ausdruck wurde in der folgenden Navigationsebene erstellt:



Förderprojekte 2012 der Ludwig Hiermaier Stiftung
Onko-Schlafförderung und Therapieoptimierung bei HirntumorenDie Ludwig Hiermaier Stiftung für angewandte Krebsforschung fördert zwei Projekte am Universitätsklinikum Tübingen, denen der Stiftungsrat einen unmittelbaren Patientennutzen bescheinigt.
Viele Krebspatienten leiden unter Schlafstörungen. Bei einer Befragung onkologischer Patienten im Herbst 2010 am Universitätsklinikum Tübingen gaben 58,3 Prozent an, unter Schlafstörungen zu leiden. Letztere beeinträchtigen nicht nur die nächtliche Erholungsphase, sie können auch die Erkrankung begleitende Symptome wie Fatigue, Angst und Depression verschlimmern und gehen mit einer verringerten Lebensqualität einher.
Das mit 27.555 Euro von der Ludwig Hiermaier Stiftung geförderte Forschungsvorhaben von Petra Renz, Pflegeforschung am Uniklinikum, soll nun erstmals Aufschluss darüber geben, ob Beratung, Information und nachstationäre Betreuung durch eine Pflegekraft eine Verbesserung der Schlaf- und Lebensqualität der Patienten erwirken kann.
Mit wissenschaftlich erprobten Messinstrumenten sollen in der Untersuchung zunächst Schlafquantität und -qualität durch Pflegekräfte eingeschätzt werden. In einem Beratungs-gespräch wird dann mit Hilfe einer noch zu erstellenden Informationsbroschüre über Schlafstörungen und Schlafförderung aufgeklärt. Im weiteren Verlauf wird getestet, ob Progressive Muskelentspannung nach Jacobson eine wirksame Maßnahme zur Schlafförderung ist. Zudem wird der Patient angeleitet, ein Schlaftagebuch auch nach seiner stationären Entlassung zu führen. Die Pilotstudie startet im März in der Universitätsklinik für Radioonkologie und in der Medizinischen Universitätsklinik. Bei positiven Ergebnissen soll das Konzept auf alle Stationen mit Schwerpunkt Onkologie im Klinikum ausgeweitet werden.
Mit 12.645 Euro unterstützt die Ludwig Hiermaier Stiftung das Forschungsvorhaben von Dr. Jens Schittenhelm, Neuropathologe am Uniklinikum. Dr. Schittenhelm will molekulargenetische Methoden in der Routinediagnostik von Patienten mit Hirntumoren etablieren. Mit diesen Methoden können individuelle krankheitsverursachende Mutationen im Tumorgewebe nachgewiesen werden, die spezifisch behandelt werden müssen. Beispielsweise kann bei einer bestimmten Mutation die bisherige kombinierte Radiochemotherapie optimiert erfolgen. Beim Nachweis einer anderen Mutation ist neben einer verbesserten Sicherheit in der Diagnostik zusätzlich die Anwendung einer neuen Therapieoption, nämlich den Einsatz spezifischer Inhibitoren möglich.
Die Ludwig Hiermaier Stiftung für angewandte Krebsforschung ist am Südwestdeutschen Tumorzentrum - Comprehensive Cancer Center Tübingen angesiedelt. Sie geht auf den 2002 verstorbenen Ludwig Hiermaier zurück, der sein Vermögen der Krebsforschung in Tübingen vermachte. Die Stiftung unterstützt seit 2005 interdisziplinäre Forschungsvorhaben, die dazu beitragen, die stationäre und ambulante Versorgung von Krebspatienten zu verbessern.
Ansprechpartner für nähere Informationen:
Universitätsklinikum Tübingen
Ludwig Hiermaier Stiftung für angewandte Krebsforschung
c/o Südwestdeutsches Tumorzentrum - CCC Tübingen
Herrenberger Straße 23, 72070 Tübingen
Tel. 07071/29-8 70 58, Fax 07071/29-52 25
Universitätsklinikum Tübingen
Stabsstelle des Klinikumsvorstands KV4 Pflegedirektion
Otfried-Müller-Str. 51, 72076 Tübingen
Tel. 07071/29-8 73 42
Department für Pathologie und Neuropathologie
Abteilung Neuropathologie
Calwerstr. 3, 72076 Tübingen
Tel. 07071/29-8 22 83
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Universitätsklinikum Tübingen
Calwerstr. 7/1, 72076 Tübingen
Tel. 07071/29-8 01 12, -8 10 20, -8 36 59, Fax 07071/29 45 45
E-Mail:
http://www.medizin.uni-tuebingen.de/Presse_Aktuell/Pressemeldungen.html
