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Vortragsreihe „Psychische Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen“ startet
Vom 29. Februar bis zum 28. März findet im Hörsaal der Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Calwerstr. 14, Tübingen, die Vortragsreihe "Psychiatrische Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen: Erkennen - Ansprechen - Helfen" statt. Die Reihe wendet sich an Betroffene, Eltern, Lehrkräfte, Studierende und Fachkundige sowie alle Interessierten. Beginn ist jeweils um 19 Uhr. In jeder Veranstaltung kann nach dem Vortrag mit dem Referenten diskutiert und es können Fragen gestellt werden. Veranstalter ist die Abteilung Kinder- und Jugendpsychiatrie gemeinsam mit dem Förderverein Schirm e.V. und der staatlichen Schule für Kranke.
Psychische Erkrankungen werden in unsere Gesellschaft noch immer tabuisiert. Betroffene und deren Angehörige werden ausgegrenzt, den Krankheitsbildern begegnet die Öffentlichkeit mit Unwissen. Das Gelingen des Schulbesuchs stellt die betroffenen Jugendlichen, Mitschüler und Lehrkräfte häufig vor große Herausforderungen.
Die Veranstaltungsreihe spricht offen über Themen wie Schulverweigerung, Magersucht oder Internetabhängigkeit, um Hemmschwellen und Berührungsängste bezüglich psychischer Erkrankungen abzubauen, und um zu einem besseren Verständnis aller am Schulleben Beteiligter beizutragen.
Mittwoch, 29. Februar, 19 Uhr
"Was machen die mit den Kindern?" Die Kinder- und Jugendpsychiatrie stellt sich vor
Referenten: Prof. Dr. med. Michael Günter, Ärztlicher Direktor (komm.)
Dr. med. Gottfried Maria Barth, Oberarzt
Dr. Dipl.-Psych. Ute Dürrwächter, Leitende Psychologin
Dr. Dipl.-Psych. Josef Rohmann, Leitender Psychologe
Max Leutner, Schulrektor
Für viele Menschen ist die Kinder- und Jugendpsychiatrie eine bedrohliche Institution, weil sie nicht wissen was dort geschieht. In der Veranstaltung gehen die Referenten häufig gestellten Fragen nach, wie: Wie kommt man in die Kinder- und Jugendpsychiatrie und was geschieht dort mit den Kindern und Jugendlichen? Geht man da freiwillig hin, oder wird man eingewiesen? Was sind psychische Erkrankungen im Kindes- und Jugendalter, wie erkennt man sie und wie werden sie therapiert? Was bedeutet stationär, teilstationär, ambulant? Wie lange dauert eine Behandlung und ist man hinterher gesund? Was ist in der Zeit eines Klinikaufenthaltes mit Familie, Freunden, Schule? Liegt man während der Behandlung im Bett oder kommt man auch raus aus der Klinik?
Mittwoch, 7. März, 19 Uhr
Magersucht
Referent: Dr. med. Jonathan Wolf, Oberarzt
Essensverweigerung als Ausdruck innerer psychischer Not am Beginn der Pubertät? Wodurch werden Mädchen auffällig, wenn sie eine Magersucht entwickeln? Was kann man tun? Der Vortrag befasst sich mit diesen Fragen und vermittelt Grundlagenwissen über die Anorexia nervosa im Kindes- und Jugendalter. Außerdem beinhaltet er allgemeine Hinweise zum Umgang mit diesen Patientinnen und spezielle Informationen zu den Behandlungsangeboten der Kinder und Jugendpsychiatrie Tübingen für Angehörige, Lehrer, Interessierte und Betroffene.
Mittwoch, 14. März, 19 Uhr
Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) im Kindes- und Jugendalter
Referentin: Dr. Dipl.-Psych. Ute Dürrwächter, Leitende Psychologin
Probleme im Bereich der Konzentrationsfähigkeit, bzw. der Verdacht auf das Bestehen einer Aufmerksamkeitsstörung sind zunehmend Anlass für die Vorstellung von Kindern und Jugendlichen in der Ambulanz der Kinder- und Jugendpsychiatrie. Der Vortrag informiert zunächst über die Kernsymptomatik des Störungsbildes. Auf dieser Grundlage werden die wesentlichen Bausteine der Diagnosestellung, sowie der Multimodalen Behandlung vertiefend dargestellt.
Mittwoch, 21. März, 19 Uhr
"Ich kann jetzt nicht aufhören!" Medien- und Internetabhängigkeit als neue Gefahr.
Referent: Dr. med. Gottfried Maria Barth, Oberarzt
Medien- und Internetnutzung gehören heute zu den normalen Kulturtechniken und fast alle Jugendlichen nehmen daran teil. Diese neuen Möglichkeiten können dabei einen starken Sog entwickeln und nicht wenige Nutzer verlieren die Kontrolle über ihren Internet-, PC- und Handygebrauch. Dies kann zu erheblichen Folgeproblemen für die Betroffenen und ihre Familien führen. Deshalb sollten Gefährdete früh erkannt und durch Prävention und konsequente Interventionen ihre Abhängigkeit eingeschränkt werden. Die Eltern und die Schule haben dafür die größte Bedeutung. Der Vortrag soll die Sensibilität für diese Problematik erhöhen und hilfreiche Interventionen ermöglichen.
Mittwoch, 28. März, 19 Uhr
"Ich geh' nicht in die Schule!" Über Schulverweigerung, Angststörungen und
Asperger-Syndrom.
Referent: Dr. med. Gottfried Maria Barth, Oberarzt
Eine erhebliche Anzahl von Kindern und Jugendlichen hat Schwierigkeiten, die Schule regelmäßig und angstfrei zu besuchen. Ganz verschiedene Ursachen können hierfür verantwortlich sein - von einfacher Regelverletzung über Schulangst und Schulphobie bis zu autistischer Symptomatik wie dem Asperger-Syndrom. Diese erfordern ganz unterschiedliche Behandlungsweisen, weshalb eine frühzeitige Intervention und sorgfältige Diagnostik sehr wichtig sind. Der Vortrag stellt die Grundformen dieser Störungen und das geeignete Umgehen damit vor.
Ansprechpartner für nähere Informationen:
Universitätsklinikum Tübingen
Abteilung für Psychiatrie und Psychotherapie im Kindes- und Jugendalter und Schirm e.V.
Tel. 0 70 71 / 29-8 23 06
Staatliche Schule für Kranke und Schirm e.V.
Tel. 0 70 71 / 29-8 65 18
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Universitätsklinikum Tübingen
Calwerstr. 7/1, 72076 Tübingen
Tel. 07071/29-8 01 12, -8 10 20, -8 36 59, Fax 07071/29 45 45
E-Mail:
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