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Erster 1.5 T MR-Linearbeschleuniger Deutschlands wird in Tübingen installiert: Kran bringt Magneten ein



31.08.2017

Ein neues Kapitel in der Krebsbehandlung wird aufgeschlagen: durch eine völlig neuartige Kombination eines Bestrahlungsgerätes mit einem 1.5 T Magnetresonanztomographen (MRT). Diese Kombination in einem Gerät erlaubt es erstmals in Echtzeit während der Bestrahlung den Tumor und die angrenzenden Normalgewebe mit der hohen Qualität der MRT sichtbar zu machen und damit den Behandlungsstrahl präzise auf den Tumor zu fokussieren und gleichzeitig gesundes Gewebe zu schonen.

 

Diese neue Technologie kann zu wichtigen Verbesserungen der Behandlungsergebnisse von Krebserkrankungen führen. Die Radioonkologische Universitätsklinik Tübingen gehört weltweit zu den ersten klinischen Anwendern der MR-geführten Strahlentherapie der neuesten Generation. Der erste 1.5 T MR-Linearbeschleuniger Deutschlands kommt nach Tübingen, nachdem das Team um Prof. Daniel Zips, Ärztlicher Direktor der Radioonkologie, und Professorin Daniela Thorwarth, Sektionsleiterin Biomedizinische Physik, sich im Wettbewerb der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) deutschlandweit als einer von zwei Standorten durchsetzen konnte. Die Medizinische Fakultät und das Universitätsklinikum unterstützen dieses Vorhaben.

 

Am Freitag, 8.9.2017 um 13:30 Uhr Uniklinikum Tübingen, Hoppe-Seyler-Straße, Kranstandort am Gebäude 430, Forschungszentrum für Hochpräzisionsbestrahlung. (Zufahrt über die Elfriede-Aulhornstraße, vor der HNO links abbiegen, geradeaus bis zum Gebäude 430, siehe Anfahrtsplan)

 

wird der Magnet, das tonnenschwere Herzstück des neuen Gerätes, per Kran ins Gebäude eingebracht. Zu dem Fototermin laden wir herzlich ein. Herr Prof. Daniel Zips, Ärztlicher Direktor der Radioonkologie und Frau Prof. Daniela Thorwarth, Sektionsleiterin Biomedizinische Physik, werden vor Ort die neue Technologie erläutern und für Fragen zur Verfügung stehen.

 

 

Hintergrund

Zur Technologie Die bisher verwendete bildgeführte Strahlentherapie basiert auf einer speziellen Art von Computertomographie bzw. Röntgengeräten, die am Bestrahlungsgerät (Linearbeschleuniger, Linac) montiert sind. Damit lassen sich sehr gut Tumoren beispielsweise in der Lunge oder im Knochen sichtbar machen und der Therapiestrahl kann präzise auf den Tumor gelenkt werden. Für viele andere Erkrankungen z.B. bei Tumoren im Becken ist dagegen der Weichteilkontrast der Röntgenstrahlung nicht ausreichend, um den Tumor vor und während der Bestrahlungssitzung von gesundem Gewebe abzugrenzen. Hier setzt die neue Technologie an. Sie verbindet die exzellente diagnostische Bildqualität eines Magnet-Resonanz-Tomographen (MRT) mit einem Linearbeschleuniger. Dieses Gerät heißt MR-Linac.

 

Ärzte und Wissenschaftler versprechen sich von dieser neuen Technologie eine noch präzisere Fokussierung des Therapiestrahls auf den Tumor und gleichzeitig eine optimale Schonung der umgebenden Normalgewebe. In Studien soll geprüft werden, ob dadurch mehr Heilungen bei gleichzeitig weniger Nebenwirkungen möglich sind. Beispiele für geplante Anwendungen sind Tumoren im Kopf-Hals-Bereich, der Speiseröhre, des Enddarms und der Prostata. Zusätzlich sollen neue Therapien getestet werden, bei der die Strahlenbehandlung in weniger Sitzungen (Hypofraktionierung) appliziert werden kann.

 

Darüber hinaus können die MRT-Aufnahmen aufgrund der Hochfeldeigenschaften des Magneten auch die Beschaffenheit und die biologischen Eigenschaften des Tumors anzeigen. Damit soll sich der Erfolg der Behandlung schon früh beobachten lassen und die Strahlentherapie kann auf das individuelle Ansprechen angepasst werden. So können Veränderungen des Tumors unter der Bestrahlung früh erkannt und zur Steuerung der Therapie herangezogen werden.

 

Forschungssektion und Ärzteteam arbeiten Hand in Hand

Die neue Technologie stellt eine enorme Herausforderung für die medizinphysikalische und klinische Forschung dar und muss wissenschaftlich auf Sicherheit und Überlegenheit im Vergleich zu existierenden Methoden untersucht werden. Die hauptsächlich aus Physikern bestehende Tübinger Forschungssektion untersucht und entwickelt neue Ansätze zur Integration von anatomischen und funktionellen Bilddaten zur weiteren Steigerung der Präzision der Strahlentherapie sowie deren biologischer Wirksamkeit. In enger interdisziplinärer Zusammenarbeit mit dem Ärzteteam der Radioonkologie werden diese neuen Therapieansätze zur biologisch individualisierten Strahlentherapie im Rahmen von klinischen Studien implementiert und evaluiert. Die Forschungsarbeiten rund um das neue DFG-finanzierte Großgerät zur MR-gestützten Strahlentherapie und zur biologisch individualisierten, MR-geführten Radioonkologie gehören zum Forschungsschwerpunkt der Klinik für Radioonkologie und der Sektion für Biomedizinische Physik und werden gemeinsam von Mitarbeitern der Forschungssektion für Biomedizinische Physik unter Leitung von Prof. Daniela Thorwarth und Ärzten bzw. Wissenschaftlern der Universitätsklinik für Radioonkologie, Ärztlicher Direktor Prof. Daniel Zips, durchgeführt.

 

Erfolgreiche DFG-Bewerbung

Mit der Großgeräteinitiative und den nun bewilligten Geräten will die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) Wissenschaftlern an deutschen Universitätsklinika möglichst schnell den Zugang zu der neuen Technologie ermöglichen. Dazu wurden im Rahmen einer Großgeräteinitiative die Anschaffung zweier neuartiger Geräte bewilligt, die mit der Magnetresonanztomografie (MRT) und der bildgeführten Strahlentherapie eine vielseitige medizinische Bildgebungstechnik mit einer wirksamen modernen Krebsbehandlung kombinieren. Insgesamt 10 Standorte hatten sich für die neue Technologie beworben. Eines der bewilligten Geräte geht an das Universitätsklinikum Tübingen, die Fördersumme beträgt 9 Mio Euro. Die Medizinische Fakultät und das Universitätsklinikum unterstützen dieses Vorhaben. Das in Tübingen installierte Gerät ist der erste Hochfeld 1.5 T MR-Linac Deutschlands.

 

 
 

 

Medienkontakt

Universitätsklinikum Tübingen

Klinik für Radioonkologie, Sektion Biomedizinische Physik

Prof. Dr. rer. nat. Daniela Thorwarth, Sektionsleitung

Tel. 07071 29-86055

E-Mail

 






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