EN
Ihr Ausdruck wurde in der folgenden Navigationsebene erstellt:



Pressemitteilung des Universitätsklinikums Tübingen vom 03.12.2004
Forschungspreis des Westdeutschen Tumorzentrums Essen 2004 erhält Dr. Verena Jendrossek
Uniklinik für Radioonkologie TübingenTübingen, den 3. Dezember 2004 Die Tübinger Privatdozentin Dr. Verena Jendrossek von der Universitätsklinik für Radioonkologie erhielt den mit 10.000 Euro dotierten Forschungspreis 2004 des Westdeutschen Tumorzentrums Essen für ihre Arbeiten über Mechanismen, die den programmierten Zelltod (Apoptose) in Krebszellen auslösen. Sie teilt sich den Preis mit Dr. Volker Teichgräber, Institut für Molekularbiologie der Universität Duisburg-Essen. Im Rahmen des 12. Öffentlichen Forums des Westdeutschen Tumorzentrums Essen e.V. am 10. November 2004 wurden hervorragende Beiträge im Bereich der Krebsforschung ausgezeichnet. Im Körper hat die Apoptose normalerweise die Aufgabe, nicht mehr benötigte oder geschädigte Zellen zu entfernen. Wird Apoptose ausgelöst, können auch Chemo- und Strahlentherapie im Rahmen einer Krebsbehandlung besser wirken. In Krebszellen treten häufig Zellveränderungen auf, die den geordneten Ablauf der Apoptose stören und daher den Behandlungserfolg einschränken können. Der gezielte Eingriff in gestörte Apoptose-Signalwege stellt einen attraktiven Angriffspunkt für die Therapie unempfindlicher (resistenter) Tumoren dar. Mit ihren aktuellen Arbeiten konnte die Tübinger Arbeitsgruppe um Dr. Verena Jendrossek und Dr. Claus Belka zeigen, dass das Rheumamittel Celecoxib und das Krebstherapeutikum Erucylphosphocholin Apoptose in Tumorzellen auslösen und sie abtöten. Dies geschieht auch in Krebszellen, die aufgrund eines gestörten Apoptose-Programms resistent gegenüber der Apoptoseinduktion durch Bestrahlung und konventionelle Chemotherapeutika sind. Darüber hinaus erzielten die Wissenschaftler Erkenntnisse über die Bedeutung der Sauerstoffversorgung für die Apoptoseempfindlichkeit von Tumorzellen. Insgesamt konnten wichtige Anhaltspunkte für die Entwicklung neuer Strategien zur Therapie von Tumoren und Überwindung der Apoptoseresistenz gewonnen werden, die bereits Eingang in eine erste klinische Studie gefunden haben. Ansprechpartner für nähere Informationen: Universitätsklinikum Tübingen Klinik für Radioonkologie Privatdozentin Dr. rer. nat. Verena Jendrossek Privatdozent Dr. med. Claus Belka Hoppe-Seyler-Str. 3, 72076 Tübingen Tel. 0 70 71 / 29-8 59 61, Fax 0 70 71 / 29-49 44
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Universitätsklinikum Tübingen
Calwerstr. 7/1, 72076 Tübingen
Tel. 07071/29-8 01 12, -8 10 20, -8 36 59, Fax 07071/29 45 45
E-Mail:
http://www.medizin.uni-tuebingen.de/Presse_Aktuell/Pressemeldungen.html
Schnelleinstieg
