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Schilddrüsenerkrankungen und das Auge – Diagnostische und therapeutische und Möglichkeiten

Patienten-Informationsveranstaltung der Augenklinik

01.12.2010

Am Samstag, 4. Dezember, findet im Hörsaal der Tübinger Universitäts-Augenklinik, Schleichstr. 12 von 10 bis circa 13 Uhr der Patiententag "Schilddrüsenerkrankungen und das Auge" statt. Patienten, Angehörige und Interessierte sind dazu herzlich eingeladen.


Schilddrüsenerkrankungen gehen häufig mit Veränderungen der Augen und der angrenzenden Gewebe (endokrine Orbitopathie) einher. Beispielsweise treten die Augen durch eine Zunahme von Gewebe hinter dem Augapfel stärker aus der Augenhöhle hervor. Die Augen erscheinen übermäßig groß und weit aufgerissen. Dies kann Beschwerden wie Fremdkörpergefühl und ein Tränen der Augen hervorrufen, selten aber auch zu schwerwiegenden, die Sehschärfe bedrohenden Situationen führen. Auch eine Wahrnehmung von Doppelbildern kann eine starke Beeinträchtigung der Lebensqualität bedeuten.


Bei der Behandlung von Schilddrüsenerkrankungen mit Augenbeteiligung ist ein gutes Zusammenspiel von verschiedenen Fachdisziplinen sehr wichtig. So wirkt sich die Normalisierung der Schilddrüsenwerte positiv auf den Verlauf aus. Auch eine Operation der Schilddrüse kann notwendig werden. Abhängig von der Schwere der Augenbeteiligung kommen zur Behandlung insbesondere künstliche Tränen, Kortison oder eine Bestrahlung der Augenhöhle sowie Operationen an Lidern und Augenmuskeln in Betracht.


Bei der Patientenveranstaltung werden die internistische, augenärztliche, chirurgische und strahlentherapeutische Sichtweise auf das Krankheitsbild in allgemeinverständlicher Form dargestellt. Folgende Vorträge thematisieren die Schwerpunkte:

  • Schilddrüsenerkrankungen und das Auge (endokrine Orbitopathie) aus internistischer Sicht (Dr. Guenter Schnauder, Innere Medizin)
  • Endokrine Orbitopathie aus augenärztlicher Sicht (Dr. Gesine Jaissle, Augenklinik)
  • Operative Entfernung der Schilddrüse (Dr. Müller, Chirurgie)
  • Endokrine Orbitopathie aus strahlentherapeutischer Sicht (Dr. Frank Paulsen, Radioon-kologie)

Anschließend können in kleinen Zuhörergruppen Fragen zur Erkrankung, ihrer Diagnostik sowie zu Therapiemöglichkeiten gestellt werden.

 

Ansprechpartner für nähere Informationen:

Universitätsklinikum Tübingen
Augenklinik
Dr. Gesine Jaissle
Schleichstr. 12-16, 72076 Tübingen
Tel. 07071/29-8 37 21








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