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Von Kardiologen gefürchtet: Herzklappeninfektion

Symposium für Infektionsmedizin am Universitätsklinikum Tübingen

10.02.2011

Am 25. und 26. Februar 2011 findet am Universitätsklinikum das 9. Symposium des Interdisziplinären Zentrums für Infektionsmedizin Tübingen (IZIT) statt. Veranstaltungsort ist der große Hörsaal 210 auf Ebene 4 der Crona Kliniken (Gebäude 420), Hoppe-Seyler-Str. 3, Tübingen.


Herr M. hat immer wieder hohes Fieber, das er sich nicht erklären kann. Schnupfen, Husten oder Halsweh plagen den 55-Jährigen nicht. Als der Herzklappenträger dann endlich zu seinem Hausarzt geht, kann dieser ihn nur noch ins Krankenhaus schicken. Die Klinikärzte diagnostizieren eine Endokarditis, also eine Entzündung der Herzinnenhaut - bei Herrn M. im fortgeschrittenen Stadium direkt an den Herzklappen.


"Diese Erkrankung ist zwar selten, unerkannt und unbehandelt endet sie aber tödlich.", erklärt der Tübinger Kardiologe Prof. Andreas May. "In der Medizinischen Universitätsklinik behandeln wir im Jahr rund 40 Patienten mit einer Endokarditis."

Für Menschen mit einem erworbenen Herzfehler, einem operierten Herzen oder einer künstlichen Herzklappe, besteht eine erhöhte Gefahr zu erkranken. Ausgelöst wird die Infektion durch Bakterien. Diese können durch kleine Wunden oder Verletzungen im Mund eindringen. Deshalb müssen bestimmte Risikopatienten vor einer geplanten Operation oder einem zahnärztlichen Eingriff auch prophylaktisch mit Antibiotika behandelt werden.


Was Ärzte im Umgang mit diesen gefährdeten Herz-Patienten beachten, wie die präventiven Antibiotikagaben erfolgen müssen und wie die Therapie der Endokarditis am Tübinger Uniklinikum aussieht, stellt Prof. May am diesjährigen Symposium für Infektionsmedizin niedergelassenen Ärzten, Klinikkollegen und Interessierten vor. Weitere Themen der Veranstaltung sind Sepsis und Katheterinfektion, translationale Forschung in der Infektiologie, sexuell übertragbare Krankheiten und aktuelle Entwicklungen in der Infektionsmedizin.
Vertreter der Presse sind herzlich zur Veranstaltung eingeladen. Gerne vermittelt Ihnen Astrid Lutz-von Platen Ansprechpartner vor Ort. Bitte wenden Sie sich dazu an oder Tel. 07071/29-8 15 46.


Dieses Symposium ist Teil der Aktivitäten des Interdisziplinären Zentrums für Infektionsmedizin in Tübingen (IZIT), das ein Forum des fachlichen Austausches in der infektionsmedizinischen Krankenversorgung und Forschung bietet. Die Teilnahme ist kostenlos, die Landesärztekammer hat die Veranstaltung mit 9 Fortbildungspunkten zertifiziert.


Das Programm der Veranstaltung im Anhang oder im Internet abrufbar unter www.izit.de.



Ansprechpartner für nähere Informationen:


zum Symposium:

Universitätsklinikum Tübingen

Interdisziplinäres Zentrum für Infektionsmedizin IZIT
Prof. Dr. Michael Gregor, Sprecher des IZIT
Tel. 07071/29-8 27 22, Fax 07071/29-20 95


zur Endokarditis:

Universitätsklinikum Tübingen

Medizinische Universitätsklinik
Abt. Kardiologie und Kreislauferkrankungen
Prof. Dr. Andreas May, stellv. Ärztlicher Direktor
Tel. 07071 29-8 36 74







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