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Weihnachtsgeschenk gesucht? Bilderverkauf für guten Zweck

KUNST UND KULTUR IM KLINIKUM

09.12.2011

Tinga Tinga - Kunst aus Tansania in der Tübinger Hautklinik

Bilder mit bunten Tiermotiven oder afrikanischen Dorfszenen in der Tinga Tinga-Maltradition stehen am Freitag, 16. Dezember, von 16 bis 18 Uhr in der Universitäts-Hautklinik, Liebermeisterstr. 25, Tübingen für einen guten Zweck zum Verkauf. Die etwa 100 Gemälde im Format 60 x 60 cm, die für je 130 bzw. 190 Euro (mit Rahmen) sofort mit nach Hause genommen werden können, sind dekorativ und eignen sich auch gut fürs Kinderzimmer. Der Verkaufserlös geht zu 100 Prozent an ein Waisenhaus der Paulchen Esperanza Stiftung in Tansania.

 

Bis Ende März bleiben die Bilder noch in der Hautklinik und können dort täglich von 9 bis 18 Uhr betrachtet werden.

 

Tinga Tinga-Malerei

ist nach ihrem Begründer Edward Saidi Tingatinga (1932-1972) benannt. Tingatinga begann in den 60er Jahren mit Fahrradlack Tiere, Pflanzen und Dorfszenen auf quadratische Sperrholzplatten zu malen. Das für die Anfangsjahre typische Format ergab sich aus der Absicht, die handelsübliche Größe der Platten ohne Verluste auszunutzen. Verwandte und Freunde griffen die Kunstform auf und ließen auch nach dem Tod des Begründers immer wieder neue Entwicklungen einfließen. Sie sorgten dafür, dass die Tinga Tinga-Malerei sich zu einer kulturellen Realität entwickelte, die aus dem heutigen Tansania nicht mehr wegzudenken ist. Die Malergruppe organisiert sich in einer Genossenschaft, die heute aus etwa 80 Malern und Malerinnen besteht. Viele von ihnen sehen sich in der Tradition Tingatingas, andere hingegen experimentieren mit neuen Formen und Themen. Die Genossenschaft funktioniert einerseits als Malschule, die die Tinga Tinga-Kunstrichtung lehrt und weitergibt, andererseits versucht sie, die Malerei außerhalb der Landesgrenzen bekannt zu machen und ihren Mitgliedern einen Lebensunterhalt zu ermöglichen.

 

Die Tinga Tinga-Malerei setzt sich mit Formen auseinander, die der ostafrikanische Kulturraum über Jahrhunderte herausgebildet hat und versteht es, diese der heutigen Zeit angemessen umzuformen und wiederzugeben. Motivisch verarbeitet sie Alltagsszenen ebenso wie Rituelles und behandelt Themenkreise, die für das heutige Tansania von Bedeutung sind. Einen wichtigen Platz nehmen Magie und Zauberei als kulturelle Phänomene ein, die in der tansanischen Alltagsrealität verwurzelt und präsent sind.

Noch häufiger finden sich Tierdarstellungen - nicht selten in ruhigen Szenen - welche in tansanische oder imaginäre Landschaften eingebettet sind oder beim Betrachter geheimnisvolle nächtliche Stimmungen hervorrufen. Manchmal lassen sich Tiere in ihrer Versunkenheit gleichzeitig sowohl vordergründig realen als auch symbolischen Lebensbereichen zuordnen. Die Gesichtspartien der dargestellten Tiere erinnern oft an die Formensprache der Masken und binden die Malerei damit in eine lange bestehende kulturelle Tradition ein.

 

Mehr Informationen zu Stiftung und Waisehaus unter www.paulchen-esperanza.de.

 

 
 

 

Ansprechpartner für nähere Informationen:

 

Paulchen Esperanza Stiftung

Petra Hammelmann

Tel. 02522/6 27 16, E-Mail

www.paulchen-esperanza.de

 

Universitäts-Hautklinik

Birgit Volkert

Tel. 07071 29-8 08 68

 

 






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