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BMB fördert Nachwuchsforschergruppen der Tübinger Tropenmedizin
Mit insgesamt 1, 6 Millionen Euro fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) zunächst für drei Jahre drei Nachwuchsgruppen des Instituts für Tropen Medizin am Universitätsklinikum Tübingen. In der deutschlandweiten Ausschreibung zur "Förderung von Nachwuchsforschergruppen und Mobilitätsstipendien zur Erforschung vernachlässigter und armutsassoziierter übertragbarer Erkrankungen" setzen sich die Tübinger Wissenschaftler gegen die anderen Bewerber durch.
Nach Überprüfung durch ein internationales Expertenkomitee erhalten einzig drei Tübinger Wissenschaftler die Förderbewilligung. Die Nachwuchswissenschaftlerinnen Dr. Meral Esen und Dr. Andrea Kreidenweiss sowie der Jungforscher und Leiter des Kompetenzzentrums Dr. Dr. Carsten Köhler werden in enger Zusammenarbeit mit afrikanischen Partnerinstitutionen in Gabun und Togo mit ihren Nachwuchsforschergruppen verschiedene Aspekte tropischer armutsbedingter vernachlässigter Infektionserkrankungen - wie beispielsweise Wurminfektionen - untersuchen. Ziel ist es künftig Wege und Konzepte zu entwickeln, das Vorkommen und die Auswirkungen dieser Erkrankungen auf die einheimische Bevölkerung zu verringern und damit deren Lebensstandard zu verbessern.
Damit wird die Infektiologie am Standort Tübingen und hier besonders am Kompetenzzentrum Tropenmedizin weiter gestärkt. Die drei Arbeitgruppen forschen auf unterschiedlichen Gebieten:
Die Nachwuchsforscher um Dr. Esen untersuchen den Einfluss von chronischen Wurminfektionen auf die Immunogenität von Impfungen. In einigen wenigen Arbeiten konnte bereits gezeigt werden, dass eine Infektion mit Darmparasiten zu einem geringeren Antikörperanstieg bei geimpften Kindern führt als bei nicht Infizierten. Deshalb soll eruiert werden, ob eine Entwurmungstherapie vor der Verabreichung von bestimmten Impfungen sich positiv auf die Bildung von Antikörpern und somit einer schützenden Immunität auswirkt.
Die Arbeitsgruppe von Dr. Kreidenweiss konzentriert sich auf die Entwicklung eines modernen diagnostischen Verfahrens, mit dem es möglich sein wird simultan unterschiedliche parasitäre Infektionen in einer Patientenprobe zu detektieren.
Dr. Dr. Köhler und seine Gruppen untersuchen die Auswirkungen von Ko-Infektionen von Parasiten auf die angeborene und adaptive Immunantwort bei Kindern, Erwachsenen und älteren Personen. Im tropischen Afrika sind parasitäre Infektionen nicht nur sehr häufig, oft ist ein Individuum über längere Zeiträume hinweg gleichzeitig mit mehreren Parasiten befallen.
Ansprechpartner für nähere Informationen:
Universitätsklinikum Tübingen
Medizinische Klinik, Institut für Tropenmedizin
Dr. med. Dr. rer.nat. Dipl. Biol. Carsten Köhler
Wilhelmstr. 27, 72074 Tübingen
Tel. 07071/29-8 02 29, Fax 07071/29-51 89
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Universitätsklinikum Tübingen
Calwerstr. 7/1, 72076 Tübingen
Tel. 07071/29-8 01 12, -8 10 20, -8 36 59, Fax 07071/29 45 45
E-Mail:
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