Labor für Allergologie und spezielle Dermatologie
Leitung: Prof. Dr. med. T. Biedermann
Mitarbeiter: C. Grimmel, U. Hamacher, B. Keller
Die Allergiediagnostik wird an Serum oder an frisch isolierten Blutzellen durchgeführt und es werden dadurch allergenspezifische Sensibilisierungen nachgewiesen. Zusammen mit der Vorgeschichte des Patienten und der klinischen Untersuchung helfen diese Tests Allergene zu identifizieren, die Auslöser einer Allergie sind. Diese Labortests werden auch für die Indikationsstellung und Kontrolle einer Hyposensibilisierungstherapie eingesetzt.
Unsere Leistungen
- Nachweis von Gesamt- und spezifischem IgE (CAP-System)
- Eosinophilen- und Basophilenbestimmung
- Zelluläre Aktivierungstests (Basophilenaktivierung- und Lymphozytenaktivierungstest)
- Immunoblot
- Hexosaminidaserelease
- Leukotrienfreisetzung
Testmethoden
Mittels des Immuno CAP 250 – Gerätes (Fa. Phadia, Freiburg; Abb.1), einem weltweiten Referenzsystem in der Allergiediagnostik, werden die IgE-Werte im Serum bestimmt.Die Ergebnisse werden in kU/l angegeben und in 6 CAP-Klassen unterteilt.

Abbildung 1. Das ImmunoCAP 250-Gerät im Einsatz zur Bestimmung der spezifischen IgE-Antikörper
Mit dem ImmunoCAP250 werden folgende Untersuchungen durchgeführt:
- Gesamt IgE
- Spezifisches IgE gegen bestimmte Einzelallergene
- CAP-Inhibition (zur Abklärung von Kreuzreaktionen)
- Tryptase (als Marker für die Mastzell-Aktivierung oder Mastzell-Load)
- Autoimmundiagnostik
Mittels des UniCAP-Gerätes (Fa. Phadia, ehemals Pharmacia, Freiburg; Abb. 2), einem weltweiten Referenzsystem in der Allergiediagnostik, das am WHO-Standard kalibriert wird, werden die IgE-Werte im Serum bestimmt. Die Ergebnisse werden in kU/l angegeben und in 6 CAP-Klassen unterteilt.

Abbildung 2. Das UniCAP-Gerät im Einsatz zur Bestimmung der spezifischen IgE-Antikörper
Mit dem UniCAP-Gerät werden folgende Untersuchungen durchgeführt:
- Gesamt IgE
- spezifisches IgE gegen bestimmte Einzelallergene
- CAP-Inhibition (zur Abklärung von Kreuzreaktionen)
- Tryptase (als Marker für Mastzell-Aktivierung oder Mastzell-Load)
- Autoimmundiagnostik
Zur spezielleren Diagnostik zählen die zellulären Aktivierungsteste. Zellen des peripheren Blutes (basophile Granulozyten) spielen neben den Mastzellen als Effektorzellenbei Soforttypallergien eine entscheidende Rolle. Am Untersuchungstag wird dem Patienten Blut entnommen und „im Reagenzglas“ mit den fraglichen Allergieauslösern zusammengebracht. Auf derOberfläche der basophilen Granulozyten wird bei einer „positiven Reaktion“ der Marker CD63hochreguliert (Abb.3 A,B). Dies wird mittels eines fluoreszierenden Farbstoffs sichtbar gemacht und im Durchflusszytometer dargestellt (Basophilen-Aktivierungs-Assay/Flow CAST).

Abbildung 3. Der Basophilenaktivierungtest, A) Basophile Granulozyten tragen wie Mastzellen den
hochaffinen IgE-Rezeptor auf ihrer Oberfläche. Hier liegen IgE-Antikörper verschiedener Spezifitäten
gebunden vor und können „angefärbt“ werden. B) In der Durchflusszytometrie kann man isoliert die
angefärbten basophilen Granulozyten analysieren Die Aktivierung mittels eines Allergens führt zur
Aktivierung, wenn spezifische IgE-Antikörper gebunden sind (rotes Oval).
Außerdem werden aus Zellen des peripheren Blutes, bei einer positiven Reaktion auf spezifische
Allergene bestimmte Botenstoffe wie Leukotriene, Histamin und β-Hexosaminidase vermehrt
freigesetzt. Diesen Umstand kann man auch bei Testverfahren „im Reagenzglas“nützen. Blutzellen von
Patienten werden daher mit den potentiellen Allergenen inkubiert und die Konzentration der genannten
Botenstoffe wird gemessen und erhöhte Werte können einer Diagnosestellung zu Grunde gelegt werden.
Der Lymphozyten-Aktivierungs-Test (LAT), auch Lymphozyten-Transformations oder
Lymphozytenproliferations-Test genannt, ist eine Methode zum Nachweis antigen-spezifischer
T-Lymphozyten (eine spezielle Art weißer Blutkörperchen). In der Allergologie dient der LAT in Kombination mit dem Epikutantest dem Nachweis von Allergien vom verzögerten Typ. Derartige Reaktionen findet man beispielsweise auf Nickel, p-Phenylendiamin und bestimmte Medikamente wenn Patienten Kontaktallergien gegen diese Substanzen entwickelt haben. T-Lymphozyten mit einem „Gedächtnis“ für diese Allergene reagieren bei erneutem Kontakt mit einer raschen Vermehrung durch Zellteilung (Proliferation). T-Lymphozyten aus dem Blut von Patienten werden für diesen Test mit den Allergenen in Kontakt gebracht und nach einigen Tagen wird ihre Vermehrung gemessen. „Positiv“ fällt das Ergebnis dann aus, wenn eine starke Proliferation von Lymphozyten nachgewiesen werden kann und eine Sensibilisierung vorliegt. Der LAT ist ein Sach- und Zeit-aufwendiges Testverfahren und die Ergebnisse des LAT und ihre Bedeutung für den Patienten bedürfen einer fachärztlichen Interpretation. Deshalb wird der LAT in spezialisierten Zentren durchgeführt.
Insektengifte, Nahrungsmittel, Blütenpollen und andere natürlich vorkommende Proteine sind in Wahrheit komplexe Gemische aus verschiedenen Proteinbestandteilen. Nicht jeder Allergiker reagiert auf die gleichen Proteinanteile in diesen Gemischen. Der Immunoblot/Westernblot ist eine Spezialuntersuchung, mit der genau differenziert werden kann, gegen welche Bestandteile des fraglichen allergenen Gemisches ein Patient reagiert. Die Hyposensibilisierungs-Therapie kann darauf abgestimmt werden und damit das Nutzen-Risikoprofil dieser Therapie für den Patienten deutlich verbessert werden.
- http://www.diagnostics.com (Fa. Pharmacia, Allergenliste)
II. Labor für spezielle Dermatologie
Leitung: Prof. Dr. med. T. Biedermann, Dr. Sönnichsen
Mitarbeiter: G. Flörchinger, G. Raiser
Zu den Untersuchungen im Labor für spezielle Dermatologie gehören die Untersuchung des Haarstatus, Blut- und Urinuntersuchungen sowie die Analyse von Antikörperablagerungen an humaner Haut.
Unsere Leistungen
- Blut- und Differentialblutbild inklusive Bestimmung der basophilen und eosinophilen Granulozyten
- Urinstatus
- Haarstatus
- Indirekte Immunfluoreszenz
- Direkte Immunfluoreszenz
- Luesserologie
- S 100-Bestimmung

Interzelluläre Immunglobulinablagerungen bei Pemphigus vulgaris


