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Ein Streifzug durch Frauengeschichte, Frauenrechte, Frauenerwerbstätigkeit: 20. Jahrhundert bis in die 'Goldenen Zwanziger'

 

Beginn 20. Jahrhundert: Streiks in den Vereinigten Staaten

Ab den 1850er Jahren demonstrieren New Yorker Arbeiterinnen gegen unmenschliche Arbeitsbedingungen. 1908 sind große Streiks der Tabak- und Textilarbeiterinnen in Manhattan. Im folgenden Jahr, 1909, gehen etwa 20 000 Hemdennäherinnen zwei Monate lang für bessere Arbeitsbedingungen und bessere Löhne in Streik und setzten ihre Forderungen durch.

1908 beschlossen US-amerikanischen SozialistInnen die Einführung eines nationalen Frauentags zur Durchsetzung des  Frauenwahlrechts und zur Mobilisation für bessere Arbeits- und Lebensbedingungen. Die entsprechenden Aktionen im Februar 1909 wurden zu einem Erfolg für die politische Frauenarbeit und die Stimmrechtsbewegung in den USA.

 

1910:  II Internationale sozialistische Frauenkonferenz in Kopenhagen
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Auf Antrag von Clara Zetkin beschließen die Konferenzteilnehmerinnen: in allen Ländern jedes Jahr einen Frauentag zu veranstalten zur Durchsetzung des Frauenwahlrecht, für den Schutz von Schwangeren, für die Verbesserung des Arbeits- und Gesundheitsschutzes, für gleichen Lohn bei gleicher Arbeitsleistung. Gleichzeitig soll der Frauentag zur Mobilisierung gegen den Krieg genutzt werden.

 

 

Erste Frauentage

1911: Initiiert von den sozialistischen Frauenverbänden findet der erste Internationale Frauentag statt. Mehr als eine Million Frauen in Deutschland, Dänemark, Österreich, der Schweiz und den USA sind auf den Straßen und in Sälen, eine bis dahin beispielslose Massenbewegung.

 

1912 sind in Deutschland die Frauen mit dem Motto "Brot und Rosen" auf den Straßen. Auch in der Niederlande, in Frankreich und Schweden schließen sich zahlreiche Frauen der Bewegung an.

 

I. Weltkrieg (1914 - 1918):

Zunächst sind Frauentagsversammlungen verboten, können jedoch 1916 zumindest im Saal stattfinden. »Krieg dem Krieg« lautete deren Losung.

 

Erwerbstätigkeit im I. Weltkrieg:

Frauen sind überall auf kriegswichtigen Männerarbeitsplätzen (z.B. Rüstungsindustrie) eingesetzt, ungelernt auf qualifizierten Facharbeiterstellen, für 2/3 der Männerlöhne. Alle Schutzbestimmungen, einschließlich des Mutterschutzes, sind aufgehoben.

 

Russische Februarrevolution 1917

Die sich durch den Krieg verschlechternde Lebens- und Arbeitsbedingungen führen in allen vom Krieg betroffenen Ländern zu sozialen Unruhen, so auch in Russland. Durch den harten Kriegswinter wird im Frühjahr 1917 im ganzen Land das Brot knapp. Russischen Textilarbeiterinnen in Petrograd gehen am 08. März 1917 in den Streik. Sie dringen ins Rathaus ein und fordern Brot. Andere Betriebe schließen sich an, insgesamt befinden sich 200 000 Arbeiterinnen und Arbeiter im Streik. Damit beginnt die russische Revolution, die den Sturz des Zaren und das Ende des Krieges einleitet. In Gedenken an dieses Ereignis wird auf der Zweiten Internationalen Konferenz der Kommunistinnen 1921 der Internationale Frauentag auf den 08. März festgelegt.

 

1918: Ende des 1. Weltkrieges, Wahlrecht für Frauen
Frauenwahlrecht_2

Deutschland wird Republik, und die Frauen bekommen Ende November 1918 das Wahlrecht zugestanden. Zwei Monate später bei der Wahl der Nationalversammlung gehen 82% der wahlberechtigten Frauen an die Urnen.

 

Nach 1918 sind die Frauentagsveranstaltungen mal verboten, mal zugelassen. Die Forderungen sind durchweg existentieller Art, an Rosen ist nicht zu denken. Die Veranstaltungen richten sich zunehmend gegen Krieg und Naziterror. Eine der zentralen Forderungen ist die Legalisierung des Schwangerschaftsabbruchs. Durch verschärfte Strafverfolgung, steigt die Anzahl der illegalen Schwangerschaftsabbrüche, mit der Folge, dass allein 1931 ca. 44000 Frauen dabei sterben.

 

 

Die 'goldenen Zwanziger'

Ab 1919 werden mit der "Verordnung zur Freimachung von Arbeitsstellen" drei Mio. Frauen aus dem Erwerbsleben verdrängt.

 

1924: die Industrie kommt erneut in Schwung, die Nachfrage nach weiblichen Arbeitskräften steigt, gerne ungelernt, angelernt und dadurch billig.

 

Aber: schon 1929 mit der beginnenden Weltwirtschaftskrise werden die Frauen wieder aus den Fabriken zum Hungern zu ihren Kindern nach Hause geschickt. Mit sieben bis acht Millionen Arbeitslosen ist Hunger und Elend alltäglich.

 

 

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