Hier beginnt der Kopfbereich - Meta-Navigation und Logos

Link zur HomepageLogo EBERHARD KARLS UNIVERSITÄT TÜBINGEN
 
Kein Link zur Sprachversion EN EN


Hier beginnt die Unternavigation für den Bereich


Ihr Ausdruck wurde in der folgenden Navigationsebene erstellt:


Hier beginnt der Inhaltsbereich
Presse und Aktuelles
Visual Content 1
Visual Content 2

Uveitis

 

 

Uveitis_550x275px3

 

 

Was ist eine Uveitis?

Die Uveitis ist ein Sammelbegriff für viele verschiedene entzündliche Erkrankungen des Augeninneren, die ihren Beginn in Strukturen der sogenannten Uvea haben. Die Uvea selbst besteht aus drei anatomischen Strukturen: der Regenbogenhaut (Iris), dem Ziliarkörper (Corpus ciliare) und der Aderhaut (Choroidea).

 

Ohne dass dies unmittelbar etwas über die Ursache der Entzündung aussagt, erfolgt in Anlehnung an diese anatomischen Strukturen eine Einteilung in: vordere Uveitis (Iritis und Iridozyklitis, Uveitis anterior), mittlere Uveitis (Uveitis intermedia), hintere Uveitis (Uveitis posterior) und Uveitis aller Abschnitte (Panuveitis)

 

 
Formen der Uveitis

Uveitis anterior

Bei der Uveitis anterior ist hauptsächlich die Regenbogenhaut und teilweise auch der Ziliarkörper betroffen.

 

Uveitis intermedia

Bei der Uveitis intermedia ist die Entzündungsaktivität vorwiegend auf den Übergangsbereich zwischen Ziliarkörper und Aderhaut beschränkt.

 

Uveitis posterior

Als Uveitis posterior bezeichnet man Entzündungen der Aderhaut.

 

Panuveitis

Die Panuveitis bezeichnet eine Entzündung, bei der alle Anteile der Uvea vom Entzündungsprozeß betroffen sind. In der Praxis kann die Zuordnung zu einer bestimmten Form aber Schwierigkeiten

bereiten.

 

 

 
 

 

 

Uveitis_Ursache_268x180px

Wodurch kann eine Uveitis hervorgerufen werden?

 

Das Wissen über die Ursachen von Uveitiden ist noch begrenzt. Ein Teil der Uveitiden wird durch bakterielle, virale, und parasitäre Erreger (z.B. Tuberkulose, Lues, Herpes-Viren) hervorgerufen.

 

Einige Uveitiden entstehen im Rahmen anderer Erkrankungen (z.B. Gelenkerkrankungen wie beim Morbus Bechterew).

 

 

Erwähnenswert ist zudem die Sarkoidose, die an sich eine Lungenerkrankung ist, aber auch am Auge zu Entzündungen führen kann. Bei einem großen Teil kann jedoch eine auslösende Erkrankung nicht gefunden werden. Nach derzeitigem Wissensstand geht man davon aus, dass es sich bei vielen Uveitiden um sogenannte Autoimmunerkrankungen handelt. Bei diesen richtet sich die körpereigene Abwehr gegen körpereigene Strukturen, in diesem Fall gegen Strukturen des Auges. Möglicherweise wird dieses Fehlverhalten des Immunsystems teilweise durch den früheren Kontakt des Körpers mit Bakterien, Viren oder Parasiten ausgelöst.

 

Wie bemerke ich eine Uveitis?

Die Symptome, die eine Uveitis hervorrufen kann, können sehr unterschiedlich sein. Eine vordere Uveitis kann akut auftreten oder sehr langsam und schleichend beginnen, ohne dass zunächst Symptome bemerkt werden. Bei der akuten, vorderen Uveitis treten oft kräftige Schmerzen, ein Schleiersehen und eine deutliche Rötung des Auges auf.

Bei Kindern liegt dagegen oft eine chronische, vordere Uveitis vor. Das Auge ist dann äußerlich reizfrei und schmerzt auch nicht. Eine Sehverschlechterung tritt allmählich auf. Die mittlere und die hintere Uveitis haben zumeist einen eher chronischen Verlauf. Bei den hinteren Uveitiden kann der Verlauf gelegentlich aber auch schnell progredient sein.

Schmerzen und Rötung des Auges stehen aber nicht so im Vordergrund. Zumeist ist das Hauptsymptom hier eine deutliche Sehverschlechterung.

 

Manche Formen der Uveitis, wie z.B. die intermediäre Uveitis, können so wenig aktiv sein, dass lange Zeit trotz der Entzündung keine Symptome bemerkt werden und die Diagnose dann überraschend während einer augenärztlichen Routineuntersuchung gestellt wird. Gelegentlich werden auch nur minimale Symptome bemerkt wie leichtes Verschwommensehen oder vermehrte Wahrnehmung von Flocken.

 

 

Wie verläuft eine Uveitis?

Prinzipiell kann eine Uveitis akut oder chronisch verlaufen. Die akute vordere Uveitis klingt zwar relativ schnell innerhalb weniger Wochen ab, es kann aber zu erneutem Aufflackern der Entzündung nach unterschiedlich langer Zeit kommen.

Als chronisch bezeichnet man eine Entzündung, die länger als 3 Monate vorhanden ist.

Im Einzelfall kann die Entzündung über unterschiedlich lange Zeit bestehen, so dass pauschale Aussagen nicht möglich sind. Das gilt auch für die Schwere der Entzündung, die bei jedem Patienten individuell eingeschätzt werden muss.

 

 

Wie behandelt man eine Uveitis?
Untersuchungsablauf

Die Uveitis erfordert einen breiten diagnostischen Ansatz, da die Augenerkrankung Teil einer anderen Erkrankung sein kann und zahlreiche mögliche Ursachen bedacht werden müssen.

 

Dazu gehören die sorgfältige Befragung des Patienten, die augenärztliche Untersuchung, eventuelle Blutuntersuchungen auf bakterielle und virale Ursachen, Röntgenuntersuchung der Lunge und Zusatzuntersuchungen in Abhängigkeit vom klinischen Befund.

 

 

Wichtig ist es, die bekannten Ursachen einer Uveitis, für die es eine spezifische Therapie (z.B. Antibiotika) gibt, zu erkennen. Kann eine solche spezifische Therapie durchgeführt werden, dann besteht auch eine hohe Chance auf eine dauerhafte Heilung. Bei einigen Krankheitsbildern ist zwar die Ursache nicht bekannt, allerdings stehen uns effektive Therapieformen zur Verfügung.

Bei vielen Uveitiden wird man keine Ursache entdecken. Das Therapieziel besteht hier in der Kontrolle der Augenentzündung, der Vermeidung von Komplikationen und der Bewahrung des Sehvermögens. Bestehen also Beschwerden und besteht die Gefahr von Komplikationen, so muss therapiert werden. Bei sehr milden Verläufen ohne Gefahr von Komplikationen reicht gelegentlich die regelmäßige Kontrolle aus.

 

Bei der vorderen Uveitis wird man in der Regel zunächst versuchen, durch eine Therapie in Form von Augentropfen (hocheffektive, kortisonhaltige Augentropfen, pupillenerweiternde Tropfen) das entzündliche Geschehen zu kontrollieren und Komplikationen (z. B. Verklebungen im Bereich der Pupille) zu verhindern. Die allermeisten vorderen Uveitiden können so ausreichend behandelt werden. Erst wenn sich eine örtliche Therapie als nicht mehr ausreichend erweist, wird man an eine Therapie mit Kortison-Tabletten denken.

 

Bei der mittleren und hinteren Uveitis wird eine Therapie nur mit Augentropfen zumeist nicht ausreichend sein. Ist keine spezifische Therapie möglich, wird man oft zum Einsatz von kortisonhaltigen Tabletten oder Spritzen neben oder in das Auge gezwungen sein. Die weitere Vorgehensweise ergibt sich dann erst im Verlauf der Erkrankung. Verläuft die Erkrankung schwer und ist die Entzündung auf Dauer auch mit kortisonhaltigen Tabletten nicht unter Kontrolle zu bekommen, müssen ggf. stärker entzündungshemmende Medikamente wie Immunsuppressiva (Ciclosporin A, Azathioprin, Methotrexat, Mycophenolsäure) oder Biologika (z.B. TNF-Antagonisten) eingesetzt werden.

 

Wann kann Uveitis gefährlich werden?

Viele Uveitiden haben einen kurzen und recht milden Verlauf und neigen deshalb nicht zur Entwicklung von Komplikationen. Einige Uveitiden sind allerdings recht aggressiv oder haben einen chronischen Verlauf, so dass hier die Gefahr von Komplikationen erhöht ist. Zu den typischen Komplikationen der Uveitiden zählen:

  • Einlagerung von Kalziumverbindungen in die Hornhaut (Bandkeratopathie)
  • Verklebungen zwischen Regenbogenhaut und Linse (hintere Synechien)
  • Eintrübung der Augenlinse (Katarakt)
  • Anstieg des Augeninnendrucks (Glaukom)
  • Entwicklung eines Makulaödems (Wassereinlagerung an der Stelle des schärfsten Sehens)
Was kann ich als Patient tun?

Wichtig ist, dass unabhängig von der Art der Therapie der Therapieerfolg vom Augenarzt in regelmäßigen Abständen kontrolliert werden muss und jede Änderung der Therapie nur in Absprache mit dem Therapeuten vorzunehmen ist! Eine Selbsttherapie kann verheerend sein.

 

Eine gesunde Lebensweise ist natürlich zu begrüßen, ebenso wie ein zielgerichteter Stressabbau. Immer wieder berichten Patienten, dass es in einer starken Stresssituation zu einem neuen Uveitisschub gekommen sei. Auf jeden Fall sollten sich Patienten mit einer Uveitis nicht abkapseln. Das offene Gespräch mit dem behandelnden Arzt ist wichtig und die Grundlage, um langfristig Erfolg zu haben. Über den Kontakt zu Patientengruppen kann das Gespräch mit anderen Erkrankten gesucht werden.

 
 

 

Die Erkennung und Behandlung von Entzündungen des Augeninneren sind ein Schwerpunkt der der Universitäts-Augenklinik Tübingen. Nach vorheriger Konsultation des Haus- oder Augenarztes kann eine Terminvereinbarung für die Uveitis-Sprechstunde erfolgen.

 

(Link zu )Uveitis-Sprechstunde
 

 

 
 

 

 

Letzte Änderung: 05.10.2016

 

 

Zurück zur Hauptseite 

 






Hier beginnt die Marginalspalte Suche und verschieden Module
Schnelleinstieg





Hier beginnt die Fusszeile - Impressum und Datenschutz
Cookie Einstellungen
Bitte treffen Sie eine Auswahl um fortzufahren.
Weitere Informationen zu den Auswirkungen Ihrer Auswahl finden Sie unter HILFE.
 
Um fortfahren zu können, müssen Sie eine Cookie-Auswahl treffen.

Cookies zulassen:
Wir setzen Analysetools (Google Analytics, Matomo) ein, um Besucher-Informationen wie z.B. Browser, Land, oder die Dauer, wie lange ein Benutzer auf unserer Seite verweilt, zu messen. Ihre IP-Adresse wird anonymisiert übertragen, die Verbindung zu Google ist verschlüsselt.

Nur notwendige Cookies zulassen:
Wir verzichten auf den Einsatz von Analysetools. Es werden jedoch technisch notwendige Cookies, die eine reibungslose Navigation und Nutzung der Webseite ermöglichen, gesetzt (beispielsweise den Zugang zum zugangsbeschränkten Bereich erlauben).

Sie können Ihre Cookie-Einstellung jederzeit auf der Seite Datenschutzerklärung ändern. Zum Impressum.

Zurück

Cookies zulassen Nur notwendige Cookies zulassen