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Presse und Aktuelles
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Innovative hirnfunktionelle Verfahren

 

Wer wir sind
AG_Derntl_klein
Was wir machen
Unsere Arbeitsgruppe beschäftigt sich mit affektiven Reaktionen in Verhalten und Gehirn unter besonderer Berücksichtigung von Geschlecht, psychischer Gesundheit und Erkrankung und in Zusammenhang mit dem Hormonhaushalt.

Weiter unten finden Sie mehr Informationen zu den Gruppenmitgliedern und zu unserer Forschung.
 

  

Aktuelles / Neue Publikationen

Lewis, C. A., Kimmig, A.-C. S., Zsido, R. G., Derntl, B., & Sacher, J. (in press). Effects of hormonal contraceptives on mood: A focus on emotion recognition and reactivity, reward processing, and stress response. Current Psychiatry Reports

 

Hornung, J., Noack, H., Kogler, L., & Derntl, B. (2019). Exploring the fMRI based neural correlates of the dot probe task and its modulation by sex and body odor. Psychoneurondocrinology, 99, 87-96.

 

Ehlis, A.-C., Barth, B., Hudak, J., Storchak, H., Weber, L., Kimmig, A.-C. S., Kreifelts, B., Dresler, T. & Fallgatter, A. J. (2018), Near‐Infrared Spectroscopy as a New Tool for Neurofeedback Training: Applications in Psychiatry and Methodological Considerations. Jpn Psychol Res, 60: 225-241. doi:10.1111/jpr.12225

 

Fink, J., Krämer, L., Lüttke, S., Richter, J., von Dawans, B., Kogler, L. (2018). Der wissenschaftliche Nachwuchs in der Klinischen Psychologie und Psychotherapie. Vorteile und Barrieren einer DGPs-Mitgliedschaft. Zeitschrift für Klinische Psychologie und Psychotherapie. 47, 126-136. https://doi.org/10.1026/1616-3443/a000466.


Kimmig, A.-C.S., Andringa, G., & Derntl, B. (2018). Potential Adverse Effects of Violent Video Gaming: Interpersonal- Affective Traits Are Rather Impaired Than Disinhibition in Young Adults. Front. Psychol. 9:736. doi: 10.3389/fpsyg.2018.00736

Lydia Kogler hat vom internen Förderprogramm Fortüne folgendes Projekt bewilligt bekommen:
"Yes I can" - Positive Selbstintruktion im Umgang mit sozialer Bewertung: neuronale Korrelate und subjektive Reaktionen.

 

Hornung, J., Kogler, L., Erb, M., Freiherr, J., & Derntl, B. (2018). The human body odor compound androstadienone increases neural conflict coupled to higher behavioral costs during an emotional Stroop task. Neuroimage 171, 364-375. doi: 10.1016/j.neuroimage.2018.01.027.

Leitung und MitarbeiterInnen
derntl
Prof. Dr. Birgit Derntl, Dipl.-Psych. (Leitung)
Tel. 07071 29-85437
Fax 07071 29-5379
Publikationen (pubmed)
Curriculum Vitae
 

 

 
 
kogler

Lydia Kogler, Dr. rer. medic., Mag. rer. nat.
Postdoktorandin (Ebene 1, Raum 300)
Tel. 07071 29-87030
Fax 07071 29-5379
Publikationen (pubmed)
Curriculum Vitae

 

 

 
 
hornung

Jonas Hornung, Dr. rer. nat., M.Sc.
Postdoktorand (Ebene 1, 300)
Tel. 07071 29-87039
Fax 07071 29-5379
Curriculum Vitae

 

 

 
 
noack

Hannes Noack, Dr. rer. nat., Dipl.-Psych.
Postdoktorand (Ebene 1, Raum 300)
Tel. 07071 29-87030
Fax 07071 29-5379
Curriculum Vitae

 

 

 
 
seibokaite

Aiste Ambrase, M.Sc.
Promotionsstudentin (Ebene 1, 303)
Tel. 07071 29-87037
Fax 07071 29-5379
Curriculum Vitae

 

 

 
 
Zoe 1_quadr_60x60

Zoé Bürger, M.Sc.
Promotionsstudentin (Ebene 1, 303)
Tel. 07071 29-87037
Fax 07071 29-5379

 

 

 
 
kimmig

Ann-Christin Kimmig, M.Sc.
Promotionsstudentin (Ebene 1, Raum 336)
Tel. 07071 29-86563
Fax 07071 29-5379
Curriculum Vitae

 

 

 
 
Carolin 3_quadr60x60

Carolin Lewis, M.Sc.
Promotionsstudentin (Ebene 1, 303)
Tel. 07071 29-87037
Fax 07071 29-5379
Curriculum Vitae

 

 

 
 
rehbein

Elisa Rehbein, M.Sc.
Promotionsstudentin (Ebene 1, Raum 336)
Tel. 07071 29-86563
Fax 07071 29-5379
Curriculum Vitae

 

 

 
 
Ferdinand 2_quadr_60x60

Ferdinand Sörensen, Mag. rer. nat.
Promotionsstudent in Kooperation mit der Kinderklinik (Ebene 1, 303)
Tel. 07071 29-87037
Fax 07071 29-5379
Curriculum Vitae

 

 

Medizinische DoktorandInnen
 
  • Julia Auer
  • Sophie Berger
  • Annika Buchheit
  • Sina-Maria Bucksch
  • Tabea Dannheim
  • Sana Eisenkolb
  • Hannah Fandel
  • Anna Gärtner
  • Julia Hug
  • Leonie Matkei
  • Julia Mattfeld
  • Janina Noll
  • Jill Rena Ramroth
  • Anna Sattler
  • Christina-Maria Schulte
  • David Selemann
  • Franziska Stern
  • Madeleine Voigt
Wissenschaftliche Hilfskräfte
 
  • Sabrina Eutebach
  • Melina Grahlow
  • Bela Kittelberger
  • Daniel Ohms
  • Theresa Schell
  • Matthias Viteritti
GastwissenschaftlerInnen
 
 
Joana 2_quadr_60x60

Joana Grave, M.Sc.
Promotionsstudentin in Kooperation mit der Universität Aveiro, Portugal


 

 

 
 
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Sandra Stojic, M.Sc.
Promotionsstudentin in Kooperation mit der Eötvös Loránd Universität Budapest, Ungarn (DAAD Stipendiatin)

 

 

Alumni
 
  • Dr. Raviteja Kotikalapudi (jetzt Postdoktorand an der Universität Bern)
  • Dr. Nadine Skoluda (jetzt Postdoktorandin an der Universität Wien)

 

Forschungsinteressen

Geschlecht und Geschlechtshormone beeinflussen nicht nur unsere Gesundheit und unser Verhalten sondern auch unser Hirn. Daher widmet sich die AG der Untersuchung dieser Effekte auf mehreren Ebenen (Verhalten, Gehirn und Psychophysiologie) und hinsichtlich unterschiedlicher Kompetenzen – von emotionalen Fähigkeiten und Empathie über Stress zu Motivation. Im Gehirn ist dabei nicht nur funktionelle Aktivierung von Regionen sondern auch ihre Konnektivität im Rahmen von Ruhezustandsmessungen (resting-state functional connectivity) von besonderem Interesse.

 

Viele Patienten und Patientinnen mit psychischen Erkrankungen haben Defizite in diesen Bereichen und auch hier soll die Interaktion von Geschlecht, Hormonkonzentration und Symptomatik untersucht werden. Darüber hinaus werden therapeutische Maßnahmen sowohl auf der Verhaltens- als auch auf neuronaler Ebene auf ihre Effektivität hin überprüft und neue Interventionsansätze verfolgt.

 

Bei Interesse an der Betreuung von Bachelor- oder Masterarbeiten wenden Sie sich bitte an Prof. Dr. Birgit Derntl.

Methodische Schwerpunkte
  • Funktionelle Magnetresonanztomographie
  • EEG Neurofeedback
  • Neuropsychologie
  • Experimentalpsychologische und psychophysiologische Verfahren

 

Nationale und internationale Kooperationspartner
  • Prof. Dr. Simon Eickhoff, Forschungszentrum Jülich
  • Prof. Dr. Jessica Freiherr, Klinik für Diagnostische und Interventionelle Neuroradiologie, RWTH Aachen
  • Prof. Ruben und Raquel Gur, Brain Behavior Laboratory, Department of Psychiatry, University of Pennsylvania, Philadelphia
  • Prof. Dr. Ute Habel, Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik, RWTH Aachen
  • Prof. Dr. Alex Hofer, Department für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik, Medizinische Universität Innsbruck, Österreich
  • Dr. Carmen Morawetz, Freie Universität Berlin
  • Dr. Dr. Belina Pletzer, Centre for Cognitive Neuroscience, Salzburg
  • Prof. Dr. Inger Sundström Poromaa, Department of Gynecology & Obstetrics, University of Uppsala, Sweden
  • PD Dr. Julia Sacher, Max Planck Institute für Kognitions- und Neurowissenschaften, Leipzig

 

Aktuelle Forschungsprojekte

 

  • Geschlechtsunterschiede in den Verhaltens-, physiologischen und neuro-biologischen Substraten der moralischen Bewertung und moralischen Entscheidungsfindung (Ansprechpartner: Aiste Ambrase)

Wenn es um moralische Dilemmata geht, existiert oft eine moralische Dichotomie zu ihrer Lösung. Die berüchtigten Trolley- und Brückenprobleme veranschaulichen den Konflikt: Wenn eine außer Kontrolle geratene Straßenbahn in Richtung von fünf Gleisarbeitern auf der Strecke fährt, würden sowohl Deontologen (regelgebundene Moral) als auch Utilitaristen (ergebnisbasierte Moral) den Wagen auf ein Gleis mit nur einem Arbeiter umleiten. Aber wenn eine Straßenbahn auf fünf Gleisarbeiter auf der Strecke zufährt, würden es Deontologen verbieten, einen sehr großen Mann auf die Strecke zu schieben, um den Wagen zu stoppen, während Utilitaristen diese Aktion als moralisch zulässig erlauben. Das Verständnis, wie unsere moralische Entscheidungsfindung während der Dilemmata in unserem Gehirn verarbeitet wird, ist sowohl aus gesellschaftlichen als auch aus klinischen Gründen entscheidend.
Neuroimaging-Studien haben festgestellt, dass zwei verschiedene neuronale Aktivierungswege zur moralischen Dichotomie beitragen: stärkere Aktivierungen in emotionsassoziierten Regionen treten häufiger deontologisch als Reaktion auf Dilemmata auf, während stärkere Aktivierungen in kognitionsassoziierten Regionen - utilitaristisch. Persönliche Merkmale (z.B. Empathie, Prosozialität, Risikobereitschaft) und Geschlecht tragen ebenfalls zu Unterschieden in der neurobiologischen Realisierung moralischer Entscheidungsfindung bei. In Verhaltensstudien wurden utilitaristische Antworten negativ mit Trait-Empathie und humanisierten Opfern in Dilemma-Szenarien und positiv mit Psychopathie oder Defiziten in Empathie assoziiert. Funktionale Neuroimaging-Studien mit Kindern und Erwachsenen haben festgestellt, dass der Anblick von Schmerzen oder emotionale Belastung eine neuronale Reaktion in einem Netzwerk hervorruft, das sich aus Regionen zusammensetzt, die an moralischen Entscheidungen beteiligt sind.
Innerhalb dieser Studie wollen wir Folgendes aufklären: (i) Geschlechterunterschiede bei der neuronalen Aktivierung während der moralischen Entscheidungsfindung und ihre Assoziation mit geschlechtsspezifischer Leistung und den (ii) Einfluss von persönlichen Merkmalen auf Verhaltens- und neurobiologische Mechanismen moralischer Dilemmata bei Männern und Frauen.
Die Studie wird gesunde Frauen und Männer untersuchen, die während zweier experimenteller Paradigmen, die 1. moralische Empfindlichkeit und 2. Entscheidungsfindung messen, im fMRT gescannt werden. Anhand der Ergebnisse können wir Schlussfolgerungen ziehen, ob und wie persönliche Merkmale und Geschlecht die Verhaltensweisen und neuronale Korrelate der moralischen Entscheidungsfindung beeinflussen.

  • Individuelle Reaktionen auf soziale Evaluation (fortüne-Projekt)
    Laufzeit 4/2018 – 4/2020) (Ansprechpartner: Lydia Kogler)

Wir sind täglich mit zahlreichen Situationen konfrontiert, in denen wir  durch andere bewertet werden. Unangemessener Umgang mit Bewertungen durch andere (bspw. mit Sätzen wie Das hast du schlecht gemacht) sind ein zentrales Problem vieler Patient/innen mit psychischen Störungen.
Das Ziel der Studie ist es, individuelle subjektive, peripherphysiologische und neuronale Reaktionen auf soziale Videos zu erfassen, um diese Videos im Weiteren so anzupassen, dass sie im klinischen Kontext eingesetzt werden können. Zusätzlich werden Effekte auf die funktionelle Konnektivität im Hirn mittels funktioneller Kernspintomografie (fMRT) erfasst. Die Daten sollen weiterführend dazu dienen, Interventionen zum Umgang mit sozialer Bewertung für Patient/innen zu verbessern.

  • Der Einfluss der Schwangerschaft auf Verhalten, Gehirn und die Entwicklung des Kindes (CIN EXC 307 Projekt mit Prof. Dr. Martin Walter, Prof. Dr. Hubert Preissl, Prof. Dr. Ingeborg Krägeloh-Mann, Prof. Dr. Inger Sundström Poromaa, University of Uppsala, Prof. Dr. Lisa Ekselius, University of Uppsala, Prof. Dr. Fotis Papadopozlos und Prof. Dr. Alkistis Skalkidou, University of Uppsala)
    Laufzeit 07/2017 – 07/2020) (Ansprechpartner: Elisa Rehbein, Ferdinand Sörensen)

Die Schwangerschaft gehört neben der Pubertät und Menopause zu einer der großen hormonellen Umbruchsphasen im Leben einer Frau. Zusätzlich stellt sie eine kritische Entwicklungsphase für das ungeborene Kind dar. Studien zeigen, dass der Ursprung vieler struktureller Veränderungen neuronaler und psychologischer Störungen bereits auf diese frühe Entwicklungsphase zurückzuführen ist. Durch den immensen Anstieg an weiblichen Geschlechtshormonen in der Schwangerschaft kommt es auch zu Veränderungen in Hirnbereichen, die an emotionalen Prozessen beteiligt sind. Bereits natürliche hormonelle Schwankungen, insbesondere des weiblichen Geschlechtshormons Estradiols, beeinflussen einen erfolgreichen Umgang mit Emotionen und die zugrundeliegende Hirnaktivität. Estradiol kann hierbei Veränderungen der Stimmung, Emotionsverarbeitung, der Farbwahrnehmung und des Hörens hervorrufen. Dies konnte vor allem in Studien zum Einfluss des Menstruationszyklus nachgewiesen werden. Ein besseres Verständnis der Faktoren, die zur Verbesserung oder Verschlechterung unserer Fähigkeit Emotionen zu regulieren während der Schwangerschaft beitragen ist wichtig, um die Anpassung des Gehirns in Folge der Schwangerschaft und grundsätzlich den Einfluss von Geschlechtshormonen auf unsere emotionalen Fähigkeiten besser verstehen zu können. In dieser Studie soll daher der Einfluss der Konzentration von Estradiol auf die Fähigkeit, Emotionen zu regulieren und die zugrunde liegende Gehirnaktivität untersucht werden. Probandinnen werden hierbei ein Emotionsregulationsparadigma im Magnetresonanztomographen (MRT) absolvieren. In drei weiteren Teilprojekten werden mütterlicher Stress in der Schwangerschaft mittels fMEG, die Prädiktoren für die Entwicklung von Postpartaler Depression und die Entwicklung des Kindes untersucht.

  • Emotionale Hormone: Der Einfluss endogener vs. synthetischer Geschlechtshormone auf sexuelle Responsivität bei Frauen (DFG-Projekt)
    Laufzeit 07/2017 – 07/2020 (Ansprechpartner: Ann-Christin Kimmig)

Orale Kontrazeptiva (OK) werden von Millionen Frauen weltweit jeden Tag eingenommen. Keine andere „Pille“ hatte so einen durchschlagenden Effekt auf die Gesellschaft, v.a. weil sie Frauen ermöglichte eine Schwangerschaft zu verhindern bzw. zu kontrollieren und dadurch gesellschaftliche Konventionen und Genderstereotypen kritisch hinterfragt wurden. Während eine Vielzahl an Studien den Einfluss endogener Geschlechtshormone auf ein breites Spektrum an menschlichem Verhalten nachweisen konnte, ist bislang wenig über die psychologischen und neurobiologischen Effekte der OK-Einnahme bekannt.  Die wenigen existierenden Studien weisen allerdings auf eine signifikante Veränderung im sozialen Verhalten der Frauen, die auch weitreichende individuelle und gesellschaftliche Konsequenzen haben könnte: so wird die Partnerwahl durch OK-Einnahme verändert und auch sexuelles Verlangen, Erregung und Belohnungsverarbeitung beeinflusst. Die Geschlechtshormonkonzentration hat daher großen Einfluss auf wichtige Aspekte im Leben einer Frau. Ob OK-Einnahme auch sexuelle Appetenz und damit einhergehend Annäherungs-Vermeidungsverhalten beeinflusst ist bislang unbekannt.

Daher widmet sich dieses Forschungsvorhaben der Untersuchung des Einflusses von endogenen vs. synthetischen Geschlechtshormonkonzentrationen und OK-Einnahme auf sexuelle Appetenz und die neuralen Korrelate. Es sollen 3 Gruppen an Frauen eingeschlossen werden: 1) natürlich menstruierende Frauen, 2) Frauen, die eine OK-Einnahme nach der 1. Messung starten und 3) Frauen, die OKs schon seit mindestens 12 Monaten einnehmen. Alle Teilnehmerinnen werden zweimal im Abstand von 3 Monaten untersucht werden. Dazu soll eine Annährungs-Vermeidungs-Aufgabe im MR-Scanner durchgeführt werden. Darüber hinaus wird auch die funktionelle Konnektivität während des „Resting-state“ als auch Hirnvolumetrie an beiden Messterminen erhoben und der Einfluss OK-Einnahme sowie zyklus- und Pille-bedingten Geschlechtshormonfluktuationen darauf analysiert.

Das vorliegende Projekt fokussiert auf die Kombination und Integration von Verhaltensdaten, subjektiven Angaben, hormonellen sowie neuralen Parametern hinsichtlich sozialen Verhaltens bei Frauen. Es ist die erste Untersuchung die sich explizit mit dem Einfluss der OK-Einnahme auf diese unterschiedlichen Maße und Parameter beschäftigt und dadurch die Möglichkeit zur Charakterisierung der psychologischen und neurobiologischen Implikationen der OK-Einnahme beleuchten kann.

 

  • Der Einfluss von Geschlecht, Genetik und Epigenetik auf die Stressreaktion (DFG-Projekt mit Frau Prof. Dr. Vanessa Nieratschker & Prof. Dr. Ute Habel, RWTH Aachen)
    Laufzeit 02/2017-01/2020 (Ansprechpartner: Hannes Noack)

Stress wird als unspezifische Körperreaktion auf jegliche Art der Anforderung definiert, die die bisherigen Bewältigungsmöglichkeiten überschreitet. Zahlreiche Einflussfaktoren auf die Stressreaktion wurden bislang identifiziert, daher stellt die Erklärung individueller Stressvulnerabilität eine aktuelle Herausforderung der Stressforschung dar. Bereits bekannt ist, dass Frauen und Männer unterschiedlich auf Stress reagieren: während Männer verstärkt physiologische Reaktionen berichten, schildern Frauen eher subjektive Belastungen und negativen Affekt. Obwohl im Tierversuch längst gezeigt, lassen bisherige Humanstudien offen, wie dieser Geschlechterunterschied durch externale und internale Faktoren moduliert wird.

Ein vielversprechender Ansatz zur Untersuchung dieser Unterschiede ist daher die Analyse genetischer und epigenetischer Parameter. Hinsichtlich Stress konnte v.a. ein Polymorphismus des Serotonintransporters (5-HTTLPR) mit Stressvulnerabilität in Verbindung gebracht werden. Allerdings sind nachfolgende Replikationsversuche gescheitert, möglicherweise weil dieser Effekt durch komplexe Interaktionen von Geschlecht, Geschlechtshormonkonzentration und andere Genotypen moderiert wird. Zusätzlich gibt es Hinweise, dass frühere traumatische Erfahrungen zu permanenten strukturellen und regulatorischen Modulationen führen und somit auch Veränderungen der Funktion der Hypothalamus-Hypophysen-Nebennierenrinden-Achse (HPA-Achse) hervorrufen können. Der zugrundeliegende biologische Mechanismus ist noch unklar, bisherige Befunde deuten aber vermehrt auf die Rolle epigenetischer Mechanismen hin, die die Genexpression regulieren und somit in weiterer Folge auch komplexe neuronale Funktionen beeinflussen. Einer dieser Mechanismen ist die DNA Methylierung.

Daher soll in dem beantragten Projekt die subjektive, psychophysiologische und neurale Stressreaktion von 165 Frauen und 165 Männern, genotypisiert für 5-HTTLPR, mittels eines psychosozialen Stressparadigmas untersucht werden. Die Messungen werden an zwei Standorten durchgeführt (Aachen, Tübingen). Der Methylierungsgrad des Serotonin-Transporter-Gens (SCL6A4) wird zusätzlich in allen ProbandInnen erhoben. Da der Testosteronspiegel in Abhängigkeit vom Genotyp möglicherweise einen modulierenden Einfluss auf die Stressreaktion hat, soll dieser Effekt in Frauen und Männern beleuchtet werden. Ebenfalls erfasst werden neuropsychologische und psychophysiologische Daten, die mit den Ergebnissen zur Stressreaktion und kognitiven Fähigkeiten in Verbindung gesetzt werden sollen.

Die Frage nach der Spezifität der Stressreaktion unter Berücksichtigung von Geschlecht, Genotyp und epigenetischen Parametern kann essentiell zu unserem Verständnis der individuellen Stressvulnerabilität und von Stressregulationsprozessen beitragen. Da viele psychiatrische Erkrankungen mit Stress assoziiert sind, ergeben sich dadurch auch wesentliche klinische Implikationen.

 

Abgeschlossene Forschungsprojekte

 

  • Emotionale Aufmerksamkeit, Geschlecht und Olfaktorik (fortüne-Projekt DE2319)
    Laufzeit 01/2016-12/2017

Visuelle Aufmerksamkeitsprozesse sind für die zwischenmenschliche Interaktion wesentlich. Diesbezüglich sind Geschlecht und der weibliche Menstruationszyklus Einflussfaktoren. Androstadienon, ein sozial-relevanter, menschlicher Duftstoff, beeinflusst Aufmerksamkeitsprozesse, indem es sie auf emotionale Reize lenkt. Die genaue Rolle sozial-relevanter Duftstoffe in der menschlichen Interaktion ist allerdings wenig untersucht und die neurobiologischen Grundlagen der Aufmerksamkeitsmodulation bei Frauen und Männern unbekannt. Daher soll im vorliegenden Projekt der Effekt von Androstadienon auf selektive Aufmerksamkeit und Aufmerksamkeitsverzerrungen und deren neuronale Grundlagen in Zusammenhang mit Geschlecht und Zyklusphase analysiert werden. Alle Teilnehmer durchlaufen zwei fMRT-Untersuchungen (Androstadienon vs. Placebo). Es wird eine signifikante Modulation beider Aufmerksamkeitsprozesse durch Androstadienon erwartet, wobei Geschlecht und Zyklusphase eine entscheidende Rolle spielen. Die Modulation emotional-kognitiver Prozesse durch Geschlecht, Zyklusphase oder sozial-relevante Duftstoffe wie Androstadienon wurde bislang zu wenig untersucht. Um in weiterer Folge Ableitungen für geschlechterspezifisches Verhalten und Prävalenzraten (z.B. Depression bei Frauen) sowie Ansatzpunkte für spezifische therapeutische Interventionen herausarbeiten zu können, besteht großer Bedarf an der Untersuchung dieser Effekte.






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Forschungsinteressen
- Stress
- Empathie
- Emotionserkennung
- Emotionsregulation
- Geschlechtervergleich
- Hormone (bspw. Kortisol, Testosteron, Östrogen, Progesteron, etc.) in Gesunden sowie in psychischen Erkrankungen
- Affektive Neurowissenschaften
- Olfaktorik
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Innovative Hirnfunktionelle Verfahren
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72076 Tübingen
Prof. Birgit Derntl
Tel. 07071 29-85437
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