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05.12.2024

Gemeinsam gegen Volkskrankheiten

Ein gesunder Lebensstil und regelmäßige Früherkennungsuntersuchungen sind wichtig, um Krankheiten in der Bevölkerung zu vermeiden. Besonders eine ungesunde Ernährung und mangelnde Bewegung sind für Volkskrankheiten wie Herzinfarkt, Schlaganfälle, Demenz oder Diabetes mitverantwortlich. Die evidenzbasierte Gesundheitsförderung und Prävention in Baden-Württemberg umfassend zu erforschen und an den richtigen Stellen zu etablieren, ist das Ziel des Kompetenznetzwerks Präventivmedizin Baden-Württemberg. Hierin haben sich die fünf medizinischen Fakultäten in Baden-Württemberg (Mannheim, Heidelberg, Ulm, Freiburg und Tübingen) zusammengeschlossen. Jeder Standort leitet dabei einen Kompetenzbereich.

Am Donnerstag, 5. Dezember 2024, haben sich die Expertinnen und Experten der fünf Fakultäten auf dem Fachtag des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg unter dem Motto „Prävention BWusst machen. Wir forschen für (mehr) Gesundheit!“ zu effektiven Präventionsmaßnahmen ausgetauscht. Mit diesen soll die Gesundheit der Bevölkerung erhalten und gestärkt werden.

„Bei Präventionsmaßnahmen hat Deutschland Nachholbedarf. Das zeigt unter anderem die über die letzten Jahre im Vergleich zu anderen europäischen Ländern gesunkene Lebenserwartung in Deutschland. Zudem steigen die Kosten und Ausgaben im deutschen Gesundheitswesen. Präventionsmaßnahmen können nachweislich zu niedrigeren Kosten beitragen“, betont Prof. Stefanie Joos vom Institut für Allgemeinmedizin und Interprofessionelle Versorgung des Universitätsklinikums Tübingen. Sie war beim Fachtag dabei. Innerhalb des Netzwerks leitet das Institut den Kompetenzbereich „Prävention in Kommunen und im Öffentlichen Gesundheitsdienst“. Schwerpunktmäßig erforscht die Arbeitsgruppe Maßnahmen, die Diabetes verhindern können. „Für das Frühjahr 2025 planen wir mit den Gesundheitsämtern in Baden-Württemberg auf Grundlage des nationalen und internationalen Wissensstands Handlungsempfehlungen für die Diabetesprävention zu entwickeln. Diesen sollen dabei helfen, Diabetes besser vorzubeugen“, erklärt Joos.

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