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05.06.2026

Prädiabetes-Remission als neuer Ansatz der Krebsprävention

Kann die Rückkehr von erhöhten Blutzuckerwerten in den Normalbereich nicht nur Diabetes, sondern auch Krebs vorbeugen? Dieser Frage gehen Prof. Dr. Andreas Birkenfeld, Ärztlicher Direktor der Klinik für Diabetologie, und Prof. Dr. Mathias Heikenwälder, Wissenschaftlicher Direktor am M3 Forschungszentrum, in einem aktuellen Kommentar in Nature Reviews Endocrinology nach.

Die Autoren schlagen vor, die Remission eines Prädiabetes als neues Ziel der Krebsprävention zu betrachten. Hintergrund sind große bevölkerungsbasierte Studien, die darauf hindeuten, dass ein dauerhaft bestehender Prädiabetes mit einem erhöhten Risiko für bestimmte Krebsarten verbunden sein könnte. Dagegen zeigte sich bei Menschen, deren Blutzuckerwerte wieder in den Normalbereich zurückkehrten, kein statistisch signifikanter Risikoanstieg.

Birkenfeld und Heikenwälder argumentieren, dass Stoffwechselstörungen wie erhöhte Blutzuckerwerte, Insulinresistenz und chronische Entzündungsprozesse zentrale biologische Mechanismen darstellen, die sowohl an der Entstehung von Diabetes als auch von Krebs beteiligt sein können. Die gezielte Verbesserung der Stoffwechselgesundheit könnte daher künftig eine wichtige Rolle in der Präventionsmedizin spielen.

Die Autoren betonen, dass die bisherigen Ergebnisse keine kausalen Beweise liefern, jedoch eine biologisch plausible und epidemiologisch gestützte Hypothese darstellen, die nun in weiteren prospektiven Studien untersucht werden sollte. 


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