Nachwuchspreis für Forschung an endogenen Retroviren
AIDS, Herpes, COVID-19, Grippe, Tollwut. Viren genießen keinen besonders guten Ruf und gelten gemeinhin als Krankheitserreger. Weniger bekannt sind die positiven Seiten von Viren. Einige von ihnen sind für die Farbmuster von Tulpen, Petunien und weiteren Gartenpflanzen verantwortlich. Andere können medizinisch genutzt werden, z.B. bei der Entwicklung von Impfstoffen oder Behandlung von Erbkrankheiten. Manche Viren, sog. endogene Retroviren, sind sogar in unserem Erbgut zu finden. Diese endogenen Retroviren tragen beispielsweise zur Bildung der Plazenta bei oder helfen uns Alkohol zu verdauen.
Im Rahmen ihrer Promotion in der Arbeitsgruppe Sauter charakterisierte Frau Smitha Srinivasachar Badarinarayan weitere Exemplare dieser endogenen Retroviren. Sie konnte zeigen, dass diese auch die Immunantwort bei Virusinfektionen regulieren. Einige Viren haben somit die Seiten gewechselt und machen heute nicht mehr krank, sondern schützen unseren Organismus sogar vor Infektionskrankheiten. Die Forschung von Frau Srinivasachar Badarinarayan wurde nun mit dem Gips-Schüle-Nachwuchspreis prämiert. Der Preis ist mit 10.000 € dotiert und wird für herausragende Promotionen im Bereich Lebenswissenschaften vergeben. Wir gratulieren recht herzlich!
Die Pressemitteilung des UKT mit weiteren Informationen zur Preisverleihung ist hier zu finden.
Bild: Preisträgerin Dr. Smitha Srinivasachar Badarinarayan (Foto: Gips-Schüle-Stiftung)