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09.03.2026

Wenn Wissenschaft auf persönliche Erfahrung trifft: Studierende diskutieren HIV-Mythen mit der AIDS-Hilfe

Innovative Lehre entsteht dort, wo Wissenschaft und Gesellschaft miteinander ins Gespräch kommen. Mit dem neu geförderten Projekt „HIV Mythbusters“ erproben Prof. Daniel Sauter und Dr. Kristina Hopfensperger ein Lehrformat, das Studierende aktiv in die Gestaltung des Lernprozesses einbindet und wissenschaftliche Perspektiven mit Erfahrungen aus der Praxis verknüpft.

Das Projekt findet im Masterkurs Advanced Infection Biology statt und bringt Studierende mit Vertreter:innen der AIDS-Hilfe Tübingen-Reutlingen e.V. zusammen, darunter auch Menschen, die mit HIV leben. An zwei interaktiven Terminen beschäftigen sich die Teilnehmenden mit verbreiteten Mythen, Ängsten und Missverständnissen rund um HIV – aus wissenschaftlicher Sicht ebenso wie aus der Perspektive des Alltags.

Nach kurzen Einführungen zur HIV-Biologie, zu modernen Therapieansätzen und zur Lebensrealität von Menschen mit HIV sammeln Studierende und Vertreter:innen der AIDS-Hilfe zunächst unabhängig voneinander typische Mythen und Fehlvorstellungen. Anschließend werden diese in einem moderierten „Mythbusting“-Format gemeinsam diskutiert und eingeordnet. Interaktive Elemente wie Live-Abstimmungen, Quizfragen oder strukturierte Diskussionsformate sorgen dabei für einen lebendigen Austausch.

Das Projekt geht dabei über das reine Aufklären von Fehlinformationen hinaus: Es lädt Studierende dazu ein, ihre zukünftige Rolle als Wissenschaftler:innen zu reflektieren – und darüber nachzudenken, wie wissenschaftliche Erkenntnisse verständlich und verantwortungsvoll in die Gesellschaft kommuniziert werden können.