Beitrag

11.06.2025

Wie HIV-1 das Immunsystem austrickst – neue Einblicke in die Rolle von Makrophagen

HIV-1-infizierte Makrophagen exprimieren vermehrt aktivierende Liganden wie IL-15Rα, CD48 und NKG2D-Liganden, was die Produktion proinflammatorischer Zytokine durch NK-Zellen ankurbelt. Überraschend jedoch: Die zytotoxische Aktivität der NK-Zellen wird dabei kaum stimuliert. NK-Zellen von HIV-positiven Personen unter antiretroviraler Therapie zeigen weiterhin gute Reaktionen auf entzündlich aktivierte Makrophagen – insbesondere die Subpopulationen mit inhibierenden HLA-Rezeptoren (KIR, NKG2A). Die bei HIV-1 vermehrt auftretenden CD56-negativen NK-Zellen bleiben jedoch funktionsgestört. Diese Ergebnisse liefern wertvolle Impulse für die Entwicklung von NK-basierten "Shock-and-Kill"-Strategien zur gezielten Eliminierung latenter HIV-Reservoirs. 

Die Ergebnisse der Studie wurden in iScience veröffentlicht uns sind hier zu finden.

Abbildung: Natürliche Killerzelle (Quelle: NIAID via https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Human_Natural_Killer_Cell_-_51630111330.jpg; Creative Commons Attribution 2.0).