Institut für Allgemeinmedizin & Interprofessionelle Versorgung

365

Adresse: VITA Gebäude
Osianderstr. 5
72076 Tübingen


Telefonnummer: 07071 29-85213


Faxnummer: 07071 29-5896


E-Mail-Adresse: sekretariat.​allgemeinmedizin@​med.​uni-​tuebingen.​de


Aus- und Weiterbildungsforschung

Unser Ziel ist es, durch ein attraktives und innovatives Lehrangebot Interesse und Begeisterung bei den Studierenden für das Fach Allgemeinmedizin zu wecken. Darüber hinaus zielen unsere Lehrveranstaltungen darauf ab, dass die Studierenden die Fertigkeiten (weiter) entwickeln, die sie für eine selbständige und eigenverantwortlich praktisch-ärztliche Tätigkeit brauchen.

Welche Lehrangebote sich hierfür am Besten eignen, wollen wir mit kontinuierlicher Begleitforschung zu unseren Lehrangeboten evaluieren.
Um die Brücke zu bauen von einer attraktiven medizinischen Ausbildung hin zur Weiterbildung im Fach Allgemeinmedizin, hat das Institut einen Weiterbildungsverbund am UKT etabliert. Außerdem kooperieren wir mit dem Programm Verbundweiterbildungplus.

Auch hier nimmt die wissenschaftliche Begleitevaluation im Rahmen der Gestaltung und Weiterentwicklung der Weiterbildung zum Facharzt
für Allgemeinmedizin in Form von Struktur-, Prozess- und Ergebnisevaluation einen festen Platz ein.

Projekte

Projekte

Die körperliche Untersuchung (KU) stellt eine wesentliche Basiskompetenz eines jeden Arztes dar. Neben der Anamnese ist die KU v.a. auch im ambulanten, allgemeinmedizinischen Sektor ein wichtiges diagnostisches Mittel, welches kostengünstig und schnell verfügbar eingesetzt werden kann. Darüber hinaus kann sie zur Stärkung der Patienten-Arzt-Beziehung beitragen. Angesichts des Stellenwerts der KU in der ärztlichen Praxis, Anzeichen von Defiziten in der Vermittlung von KU-Kompetenzen, sowie Hinweise auf Schwächen der Studierenden in der praktischen Durchführung von KU, kommt der Vermittlung dieser Fertigkeit im Medizinstudium eine wichtige Rolle zu. Dies stellt den Ausgangspunkt des Projektes dar.

Basierend auf den Arbeiten von Uchida und Gowda et al. sowie qualitativer und quantitativer Befragungen bei den Lehrärzten des Instituts soll ein Untersuchungsschema von „Kopf bis Fuß“ mit Anregungen für eine flüssige Abfolge einer GKU mit möglichst wenigen Lagewechseln der untersuchten Person entwickelt werden.

Die Vermittlung findet in Kleingruppen von je drei Studierenden unter Anleitung eines erfahrenen Allgemeinmediziners mit einem Schauspielpatienten statt. Die Überprüfung findet anhand eines benoteten OSCE statt. Auf Basis einer erweiterten Evaluation wird das Angebot evaluiert und weiter angepasst.

Förderung durch das Universitätsklinikum Tübingen

  • PROFIL/ PROFILplus

Kontakt
Prof. Dr. med. Gernot Lorenz

gernot.lorenz@med.uni-tuebingen.de

Die körperliche Untersuchung (KU) stellt eine wesentliche klinische Fertigkeit und einen zentralen Bestandteil der ärztlichen Tätigkeit dar. Studien deuten darauf hin, dass die Vermittlung KU-relevanter Kompetenzen in der studentischen Lehre verbesserungswürdig ist. Ziel dieses Scoping Reviews ist es, die Evidenzlage zur körperlichen Untersuchung im Medizinstudium auf nationaler und internationaler Ebene zu analysieren.

In Baden-Württemberg werden in den kommenden acht Jahren bis zu 2000 Hausärzte einen Nachfolger suchen. Insbesondere im ländlichen Raum droht eine Unterversorgung, so dass es nötig ist, verstärkt Studierende für eine Tätigkeit als Allgemeinarzt im ländlichen Raum zu begeistern. Dies erfordert eine gemeinsame Anstrengung einer Vielzahl von Akteuren. Aus Untersuchungen ist bekannt, dass ein frühzeitiges „in Kontakt bringen“ - im Sinne von Praktika im ländlichen Raum - einer der erfolgversprechendsten Faktoren dafür ist, dass junge Ärzte sich später in ländlichen Regionen niederlassen (Viscomi et al. Recruitment and retention of general practitioners in rural Canada and Australia: a review of the literature. Can J Rural Med. 2013;18(1):13-23). Der erhöhte finanzielle Aufwand durch Fahrt- und Übernachtungskosten für Studierende ist eine wesentliche Barriere für die Absolvierung ihrer allgemeinmedizinischen Praktika im ländlichen Raum.

Vor diesem Hintergrund hat das Institut für Allgemeinmedizin und Interprofessionelle Versorgung gemeinsam mit umliegenden Landkreisen das Stipendienprogramm „land.plus“ für Studierende im Blockpraktikum Allgemeinmedizin mit Interesse an einem Blockpraktikum in einer Lehrpraxis im ländlich geprägten Raum aufgesetzt.

Ziel der Evaluation des Programms ist es, herauszufinden, ob durch ein Blockpraktikum Allgemeinmedizin im ländlich geprägten Raum,

  • das Interesse am Fach Allgemeinmedizin allgemein
  • das Interesse an einer Weiterbildung im Fach Allgemeinmedizin
  • Einstellungen gegenüber der hausärztlichen Versorgung im ländlich geprägten Raum

beeinflusst werden können. Hierzu werden Studierende, die das Blockpraktikum „land.plus“ absolvieren befragt.

Kontakt
Prof. Dr. med. Stefanie Joos

stefanie.joos@uni-tuebingen.de

Dr. med. Hannah Haumann

hannah.haumann@med.uni-tuebingen.de

Der Inhalt ist im Aufbau!

Eine Bestandsaufnahme der ersten drei Jahre unter Studierenden der Medizinischen Fakultät Tübingen und Hausärzten in Baden-Württemberg. 

Seit der Änderung der Approbationsordnung[DEGAM, #51] für Ärzte (ÄAppO) 2012 muss gemäß § 7 Abs. 2 Nr. 3 ÄAppO eine einmonatige Famulatur in einer Einrichtung der hausärztlichen Versorgung, d.h. in einer Allgemeinarztpraxis, bei einem hausärztlich tätigen Internisten oder bei einem niedergelassenen Pädiater, abgeleistet werden.
Ziel dieser Änderung der ÄAppO war es, zukünftige Ärzte für eine spätere Tätigkeit in der hausärztlichen Versorgung zu begeistern. Bekannt ist, dass ein früher Kontakt mit dem Fach Allgemeinmedizin im Studium, und auch eine längere Praktikumszeit beim Hausarzt, positive Faktoren für eine spätere Weiterbildung als Hausarzt und eine Niederlassung sind.
Abgesehen vom zeitlichen Rahmen macht die ÄAppO keine Vorgaben für die Famulatur (Lehr– und Lernziele). Zudem haben die jeweiligen medizinischen Fakultäten keinen Einfluss auf die Wahl der Praxis durch die Studierenden. Somit ist davon auszugehen, dass es Struktur- und Qualitätsunterschiede zwischen den Praxen gibt, in denen Medizinstudierende famulieren.

Aus Deutschland ist bisher wenig bekannt über inhaltliche Struktur, Ablauf und Akzeptanz der Famulatur Allgemeinmedizin sowie das Erleben der Famulatur durch Studierende und die anbietenden niedergelassenen Ärzte. Dies zeigt, wie sehr die Famulatur im Allgemeinen - und im Speziellen für die Allgemeinmedizin betrachtet - ein vernachlässigtes Gebiet bzw. lehrdidaktische Grauzone ist.

Die Studie hat zum Ziel, Perspektiven von Medizinstudierenden und Hausärzten auf die Lehr- und Lernsituation Famulatur in der hausärztlichen Versorgung dazustellen. Hierbei werden insbesondere die Aspekte Akzeptanz, Umsetzung und bisherige Erfahrungen mit der Famulatur Allgemeinmedizin beleuchtet. Hierfür werden Studierende und Hausärzte zunächst anhand von Einzelinterviews zur Famulatur befragt. Auf Basis dessen wird jeweils ein Fragebogen für Studierende und einer für Hausärzte entwickelt, um die Erkenntnisse bzw. Resultate zu quantifizieren.

Kontakt
Prof. Dr. med. Stefanie Joos

stefanie.joos@med.uni-tuebingen.de

Cand. med. Kirsten Gottlob

kirstengottlob@gmail.com

An fast allen medizinischen Fakultäten in Deutschland ist mittlerweile das Fach Allgemeinmedizin mit einem Lehrstuhl und entsprechenden Aufgaben in Forschung und Lehre vertreten.
Somit besteht die Herausforderung, nachrückende Allgemeinärzte für diese Aufgaben zu begeistern und zu qualifizieren. Bekannt ist,
dass Ärzte in Weiterbildung (ÄiW), die parallel wissenschaftlich wie klinisch tätig sind, die Kombination der beiden Tätigkeitsfelder als schwierig einschätzen, wenngleich Zufriedenheit mit der eigenen Weiterbildungssituation besteht. Problemfelder für die Vereinbarkeit von Forschung, Lehre und klinischer Weiterbildung sind insbesondere: Anrechenbarkeit der Tätigkeit in Forschung und Lehre auf die Weiterbildung; Abstimmung zwischen Forschung, Lehre und Patientenversorgung; Work-Life-Balance und mangelnde Wertschätzung durch Kollegen.

Kooperation:

Ziel des Projektes war es herauszufinden, ob bei Ärzten in Weiterbildung (ÄiW) und jungen Fachärzten für Allgemeinmedizin

  • Interesse an einer Tätigkeit in Forschung und Lehre besteht,
  • welche Faktoren für bzw. gegen eine solche Tätigkeit sprechen und
  • welche Rolle den universitären Einrichtungen für Allgemeinmedizin zugeschrieben wird.

Hierzu wurde eine webbasierte Querschnittsstudie innerhalb der Verbundweiterbildungplus in Baden-Württemberg sowie innerhalb der Jungen Allgemeinmedizin Deutschland (JADE) durchgeführt.

Kontakt

Dr. med. Hannah Haumann

hannah.haumann@med.uni-tuebingen.de

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