Institut für Allgemeinmedizin & Interprofessionelle Versorgung

365

Adresse: VITA Gebäude
Osianderstr. 5
72076 Tübingen


Telefonnummer: 07071 29-85213


Faxnummer: 07071 29-5896


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Migration und Flucht

Menschen mit Migrationshintergrund scheinen im Vergleich zur übrigen Bevölkerung in Deutschland einen schlechteren Zugang zum Gesundheitssystem zu finden, was zu gesundheitlichen Nachteilen für die betroffenen Patienten führen kann. Vor diesem Hintergrund besteht die Herausforderung, dass sich das deutsche Gesundheitssystem auf abweichende Krankheitsmuster bei Flüchtlingen und Menschen mit Migrationshintergrund einstellen muss. Die Projekte im Forschungsschwerpunkt Versorgung von Migranten und Flüchtlingen sollen hierzu einen Beitrag leisten.

Projekte

Improving regional health system responses to the challenges of migration through tailored interventions for asylum-seekers and refugees
In diesem Projekt sind wir Kooperatiospartner der Abteilung Allgemeinmedizin und Versorgungsforschung des Universitätsklinikums Heidelberg. Bitte entnehmen Sie weitere Informationen der Homepage des Projekt RESPOND.

Förderung durch das BMBF
Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen des Förderprogramms „Strukturaufbau in der Versorgungsforschung“ (2016-2021)
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Kooperation
18 Kooperationspartner (Sozialministerium Baden-Württemberg; Regierungspräsidium Karlsruhe; Gesundheitsamt Karlsruhe; AOK Baden-Württemberg; Kassenärztliche Vereinigung Baden-Württemberg; Hausärzteverband Baden-Württemberg; Bundesverband der psychosozialen Zentren für Flüchtlinge und Folteropfer e.V., Universitäten Bielefeld, Tübingen, und Amsterdam; Zentral Institut für Seelische Gesundheit; u. weitere)

Kontakt
Prof. Dr. med. Stefanie Joos

stefanie.joos@med.uni-tuebingen.de

Interprofessionelle und praxisnahe Fortbildungen zum interkulturellen Umgang mit Gesundheit und Krankheit im Spannungsfeld von Flucht, Migration und Integration
Das Projekt soll durch Fortbildungen zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung von Menschen mit Migrationshintergrund beitragen und die Abläufe für die Versorgenden reibungsloser gestalten. Ärzt/innen, Pflegende, andere medizinische Berufsgruppen, Ehrenamtliche und Dolmetscher bekommen einen besseren Einblick über Auffassungen zu Gesundheit und Krankheit unterschiedlicher Kulturen, was sie befähigt, Menschen mit Migrationshintergrund besser zu verstehen und ihnen mit Würde zu begegnen.

Ziel ist es mit einem integrativen Ansatz, multiprofessionelle Praxisteams und weitere Versorgende gemeinsam auszubilden, so dass kleine Einheiten mit interkultureller Kompetenz in unserem primären Versorgungssystem entstehen, die eine reibungslosere und zielgerichtetere Behandlung von Migranten fördert. Das Institut für Allgemeinmedizin bringt sich in den Seminaren mit Fachexpertise ein und übernimmt die Evaluierung des Projektes.

Förderung durch die Robert Bosch Stiftung
Förderprogramm Operation Team - Interprofessionelle Fortbildungen in den Gesundheitsberufen

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Das deutsche Gesundheitssystem muss sich auf abweichende Krankheitsmuster bei Geflüchteten und Menschen mit Migrationshintergrund einstellen

Durch eine stetige Zunahme von Asylanträgen in Deutschland steht das deutsche Gesundheitssystem vor der Herausforderung, eine adäquate Versorgung für diese Patientengruppe zu garantieren, deren Behandlung für ,,akute Schmerzzustände und Notsituationen " (§§4,6AsylbLG) vom Sozialamt übernommen wird. Unsere Studie soll an einem lokalen Beispiel in der Rhein-Neckar Region untersuchen, wie groß die Diskrepanz zwischen medizinischem Bedarf der Asylsuchenden und tatsächlichem Zugang zum Gesundheitssystem ist.

Ziele der vorliegenden Studie sind eine quantitative Erfassung von Bedarf und Zugang zu Gesundheitsdiensten, sowie eine qualitative Problemanalyse der Versorgungsprozesse und Identifizierung von Barrieren beim Zugang zum Gesundheitssystem aus Sicht der Asylbewerber.

In einer anonymen Querschnittsstudie werden dazu Daten zum Allgemeinen Gesundheitszustand und der Inanspruchnahme von medizinischen Diensten erhoben und mit der deutschen Referenzpopulation verglichen. Das eigene Krankheitsempfinden und Erfahrungen mit medizinischer Versorgung während der Zeit in Deutschland werden in Einzelinterviews vertieft, so dass aus beiden Studienteilen ein umfassendes Bild über die medizinische Versorgung der Asylsuchenden entsteht.

Kooperationspartner

Universitätsklinikum Heidelberg

Kontakt
Prof. Dr. med. Stefanie Joos

stefanie.joos@med.uni-tuebingen.de

Integration ausländischer (Haus-) Ärzte und Ärztinnen in Deutschland in der ambulanten Versorgung im internationalen Vergleich

Auf der Basis von bestehenden Kontakten zu den USA, Niederlanden und Brasilien werden Forschungsfragen im Bereich vergleichende Gesundheitssystemforschung aufgegriffen.

Primäres Ziel der Studie ist es, die momentane Situation für migrierte Ärzte und Ärztinnen in Deutschland zu erfassen, die im ambulanten Sektor tätig sind. Im Mittelpunkt soll vor allem die eigene Sicht der Ärzte und Ärztinnen stehen - wie sie selbst ihre sozio-kulturelle, sprachliche und berufliche (bezogen auf organisatorische und medizinisch-inhaltliche Themen) Integration einschätzen. Dabei sollen nicht nur Problembereiche ermittelt werden, sondern gleichzeitig auch der Bedarf an sinnvoller Unterstützung und Ideen für mögliche Lösungsvorschläge abgefragt werden. Gleichzeitig ist diese Studie ein Teil einer international vergleichenden Kooperation, um von Erfahrungen anderer mit vergleichbaren Situationen und Settings zu lernen. Das brasilianische Regierungsprogramm Mais Médicos („Mehr Ärzte“) wird mit Hilfe der Panamerican Health Organization (PAHO) evaluiert.

Der dort verwandte Interviewleitfaden dient als Basis für unsere Befragung. Die Ergebnisse beider Studien werden durch eine qualitativ-explorative Analyse verglichen.

Das Regierungsprogramm 'Mais Médicos' soll dem Problem des Ärztemangels auf dem Land entgegensteuern. In Brasilien kommen nur 1,8 Ärzte und Ärztinnen auf 1.000 Einwohner/innen (in Deutschland sind es 3,6), wobei dieser Wert in vielen ländlichen Gegenden weit unterschritten wird. Daher hat die Regierung viele ausländische Ärzte und Ärztinnen (vor allem aus Kuba) ins Land geholt.

Kooperationen

Federal Fluminense University UFF Niterói, BrasilienUniversity of Massachusetts Boston, USA

Kontakt
Dr. med. Heidrun Sturm MPH PhD

heidrun.sturm@med.uni-tuebingen.de

Die medizinische Versorgung von Asylbewerbern: eine explorative Mixed-Methods-Studie

Durch eine stetige Zunahme von Asylanträgen in Deutschland steht das deutsche Gesundheitssystem vor der Herausforderung, eine adäquate Versorgung für diese Patientengruppe zu garantieren, deren Behandlung für ,,akute Schmerzzustände und Notsituationen " (§§4,6AsylbLG) vom Sozialamt übernommen wird. Unsere Studie soll an einem lokalen Beispiel in der Rhein-Neckar Region untersuchen, wie groß die Diskrepanz zwischen medizinischem Bedarf der Asylsuchenden und tatsächlichem Zugang zum Gesundheitssystem ist.

 Ziele der vorliegenden Studie sind eine quantitative Erfassung von Bedarf und Zugang zu Gesundheitsdiensten, sowie eine qualitative Problemanalyse der Versorgungsprozesse und Identifizierung von Barrieren beim Zugang zum Gesundheitssystem aus Sicht der Asylbewerber.

In einer anonymen Querschnittsstudie werden dazu Daten zum Allgemeinen Gesundheitszustand und der Inanspruchnahme von medizinischen Diensten erhoben und mit der deutschen Referenzpopulation verglichen. Das eigene Krankheitsempfinden und Erfahrungen mit medizinischer Versorgung während der Zeit in Deutschland werden in Einzelinterviews vertieft, so dass aus beiden Studienteilen ein umfassendes Bild über die medizinische Versorgung der Asylsuchenden entsteht.

Kooperationspartner

Universitätsklinikum Heidelberg

Kontakt
Prof. Dr. med. Stefanie Joos

stefanie.joos@med.uni-tuebingen.de

Gesundheitszustand und Gesundheitsversorgung von Asylsuchenden und Flüchtlingen in Deutschland: eine systematische Übersichtsarbeit

In den letzten Jahren ist eine stetig zunehmende Zahl von Asylbewerbern und Flüchtlingen zu verzeichnen, die im Jahr 2013 mit über 100.000 Asylanträgen zu den höchsten Antragszahlen seit ca. 15 Jahren führte.  Der Zugang zur Gesundheitsversorgung ist für Asylsuchende durch das Asylbewerberleistungsgesetz (insb. §4 und §6) geregelt. Obwohl das Gesetz vom Konzept her weit gefasst ist, ist der Zugang zum Gesundheitswesen stark eingeschränkt und geht meist mit langwierigen bürokratischen Hürden einher. Dies ist insbesondere problematisch, da Asylsuchende und Flüchtlinge aufgrund ihrer Fluchterfahrung und ihrer ungewissen Lebenslage im Aufnahmeland besonderen gesundheitlichen Belastungen ausgesetzt sind. Diese Problematik ist seit langem bekannt. Dennoch gibt es derzeit keinen Überblick über die Forschungslandschaft zur gesundheitlichen Situation bzw. Versorgung dieser Bevölkerungsgruppe.

Ziel unseres Projektes ist es, eine systematische Literaturübersicht zum gegenwärtigen Gesundheitszustand und der Versorgung von Asylsuchenden und Flüchtlingen in Deutschland zu erstellen, das bisherige Wissen zusammenzuführen und Forschungslücken aufzuzeigen.

Die Erstellung der systematischen Übersicht orientiert sich dabei an internationalen Richtlinien der Cochrane Collaboration und des „Evidence for Policy and Practice Information and Co-ordinating Centre“. Anhand vorher festgelegter Kriterien werden Datenbanken, Veröffentlichungen und das Internet nach empirischen Studien zu dieser Thematik durchsucht, sowie Forscher und zivilgesellschaftliche Organisationen kontaktiert. Diese Auswahl an Veröffentlichungen wird anschließend hinsichtlich ihrer methodischen Güte bewertet und in Form eines „evidence maps“ zusammengefasst. Das vollständige Protokoll des Reviews ist im internationalen prospektiven Register systematischer Reviews (PROSPERO) registriert (PROSPERO 2014:CRD42014013043).

Kooperationspartner

Universitätsklinikum Heidelberg

Kontakt
Prof. Dr. med. Stefanie Joos

stefanie.joos@med.uni-tuebingen.de

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