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Keine Angst vor einer Strahlentherapie: So läuft sie ab

Die Bestrahlung mit energiereichen Röntgenstrahlen ist eine tragende Säule moderner Tumortherapien. Wichtig für die Patienten ist, dass sie umfassend aufgeklärt werden und die Vorbereitung und Durchführung der Bestrahlung mit größter Präzision erfolgt. Privatdozent Dr. Arndt-Christian Müller, Ärztlicher Leiter des Medizinischen Versorgungszentrums der Radioonkologie am Tübinger Universitätsklinikum, erläutert die Abläufe im Interview.

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Wie beginnt eine Strahlentherapie?

Wenn eine unserer wöchentlich 22 Tumorkonferenzen, in denen die Erkrankungen und Therapiemöglichkeiten unserer Patienten von Experten verschiedener Fachrichtungen analysiert werden, eine Bestrahlung empfiehlt, laden wir den Patienten zu einem ersten Informationsgespräch ein. Das dauert in der Regel ungefähr 45 Minuten. Dort sprechen wir über die wichtigsten Themen im Zusammenhang mit der Strahlentherapie und alle Fragen, die die Patienten bewegen. Wenn nötig, findet anschließend noch ein Besuch einer unserer interdisziplinären Spezialsprechstunden statt, wo zusätzliche Detailfragen besprochen werden können.

Wie läuft die Bestrahlung dann ganz praktisch ab?

Bevor wir mit der eigentlichen Bestrahlung beginnen, findet eine genaue Planung statt. Im Bestrahlungsgerät wird zunächst die richtige Lagerung des Patienten festgelegt, ein physikalischer Bestrahlungsplan wird erstellt. Er bestimmt ganz exakt, mit welcher Dosis und aus welchen Richtungen der Tumor bestrahlt werden soll. Diese Daten werden von einem Arzt anschließend noch einmal genau überprüft. Vor Beginn der ersten Bestrahlung werden die Soll- und Ist-Daten noch einmal abgeglichen. Erst dann wird tatsächlich mit der Bestrahlung begonnen.


Wie lange dauert eine Bestrahlung?

Die eigentliche Bestrahlung dauert nur wenige Minuten, bei Brustkrebspatientinnen zum Beispiel im Durchschnitt 120 Sekunden an fünf Tagen in der Woche. Bei Brustkrebs bestrahlen wir in der Regel zwischen fünf und sieben Wochen lang in diesem Rhythmus. Wie lange eine einzelne Bestrahlung dauert und über welchen Zeitraum hinweg sie notwendig ist, hängt allerdings stark von der Art des Tumors und individuellen Faktoren ab. Generell können rund 90 Prozent unserer Patienten die Strahlentherapie ambulant durchführen.


Letzte Änderung: 22.01.2016

Im Interview:

PD Dr. Arndt-Christian Müller

Ärztlicher Leiter Med. Versorgungszentrum Radioonkologie

Einrichtung: Med. Versorgungszentrum Radioonkologie

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