Universitätsklinik für
Anästhesiologie und
Intensivmedizin

400
420

Adresse: Crona Kliniken
Hoppe-Seyler-Str. 3
72076 Tübingen


Personenprofil: 07071 29-86619 Pforte


In dringenden Fällen

In Notfällen: 07071 29-86724
Oberarzt der Intensivstation 24 Stunden erreichbar


INITIATE² – Internationale Kooperation für innovative Infektionsmedizin

INITIATE² – Internationale Kooperation für innovative Infektionsmedizin

Im Rahmen des INITIATE²-Projekts unterstützen wir als Projektpartner der Weltgesundheitsorganisation WHO die Entwicklung, Erprobung und medizinische Optimierung des Infectious Disease Treatment Module (IDTM). Unser Team bringt intensivmedizinisches Fachwissen in die Gestaltung und praktische Testung des Moduls ein und leistet einen entscheidenden Beitrag zur Anpassung an die Anforderungen der klinischen Versorgung von Schwerstkranken bei Infektionsausbrüchen. Im medizinischen Training übernehmen wir die Konzeption und Durchführung von simulationsbasierten Trainingsformaten im IDTM. Ziel ist die gezielte Vorbereitung von medizinischem Fachpersonal auf die intensivmedizinische Versorgung unter den herausfordernden Bedingungen eines modularen Behandlungszentrums, wie sie im Katastrophen- und Ausbruchsgeschehen gefordert sind. Unsere Erfahrung fließt dabei systematisch in die Erstellung und Umsetzung von standardisierten Trainingsabläufen sowie in die Entwicklung innovativer Trainingsmethoden ein.

Revolutionäre Fortschritte im Umgang mit hochinfektiösen Erkrankungen

Das INITIATE²-Projekt ist eine von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und dem Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP) initiierte, globale Plattform zur Weiterentwicklung der Katastrophenmedizin. Ziel des Projekts ist es, weltweit einsatzfähige und standardisierte Lösungen zu schaffen, um hochinfektiöse Erkrankungen – wie Ebola oder andere virale hämorrhagische Fieber – bestmöglich behandeln und eindämmen zu können.

Im Zentrum steht die Entwicklung und Nutzung des Infectious Disease Treatment Module (IDTM): Ein modulares, mobiles Isolations- und Behandlungssystem, das es erstmals ermöglicht, Patientinnen und Patienten mit hochinfektiösen Krankheiten sowohl sicher zu isolieren als auch nach intensivmedizinischen Standards zu versorgen. Das IDTM markiert einen Durchbruch in der Behandlung solcher Erkrankungen und leistet damit einen entscheidenden Beitrag zur internationalen Pandemie- und Ausbruchsreaktion.

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Internationale Zusammenarbeit und umfassende Partnerschaft

An INITIATE² sind neben der WHO und dem WFP zahlreiche weitere internationale Organisationen, humanitäre Hilfswerke, UN-Partner, führende akademische Institutionen und klinische Zentren beteiligt. Zu den wichtigsten Partnern gehören u.a. Alima, Bring Hope Foundation, Doctors with Africa (CUAMM), die Generaldirektion für Katastrophenschutz und humanitäre Hilfe der Europäischen Kommission (DG ECHO), die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation (FAO), das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten der Schweiz (FDFA), GOAL, das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK), die Internationale Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmond-Gesellschaften (IFRC), das International Rescue Committee (IRC), die Internationale Organisation für Migration (IOM), Medair, Ärzte ohne Grenzen (MSF), Save the Children, Samaritan's Purse, UNICEF, USAID, World Vision International sowie verschiedene nationale Gesundheitsministerien.

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Tübinger Beitrag zur IDTM-Entwicklung

Die Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin der Universitätsklinik Tübingen ist maßgeblich an der Konzeption, Entwicklung und Erprobung des IDTM beteiligt. Die Initiative entstand in enger Kooperation zwischen der Universitätsklinik Tübingen und der WHO im Rahmen der INITIATE²-Plattform, die medizinische Fachkräfte, humanitäre Organisationen und Entscheidungsträger zusammenbringt, um gemeinsam robuste Lösungen für den Notfalleinsatz zu entwickeln.

Unsere Klinik bringt dabei intensivmedizinische und anästhesiologische Expertise in die Entwicklung und praktische Erprobung des IDTM ein. In einem originalgetreuen Mock-up auf dem Gelände des Universitätsklinikums wurden unter realitätsnahen Bedingungen klinische Abläufe, Materialzugänge, die Anordnung medizinischer Komponenten und insbesondere die Positionierung der Handschuhsysteme evaluiert – damit das medizinische Personal auch unter Isolationsbedingungen sicher, effizient und patientennah arbeiten kann. Das Modul wird gezielt an operative Anforderungen angepasst.

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Internationale Demonstrationen und Einsatzerprobung

Das IDTM wird internationalen Organisationen wie WHO, WFP, MSF und UN-Partnern in realistisch simulierten Szenarien präsentiert – darunter Notsectiones, anaphylaktischer Schock, Blutungssituationen und intensivmedizinische Versorgung Neugeborener. Dabei kann die Leistungsfähigkeit des Systems unter Beweis gestellt werden.

Das Modul wird regelmäßig in verschiedenen Ländern wie Ghana, Italien und Uganda vorgestellt. Gemeinsam mit WHO, nationalen Gesundheitsministerien und unserer Klinik werden groß angelegte Einsatzübungen organisiert: Vollständige Behandlungszentren werden aufgebaut und betrieben – inklusive IDTM, unter realistischen Bedingungen mit verschiedenen simulierten Patientenfällen. Die medizinische Leitung, Fallentwicklung und Simulation wird dabei von Experten unserer Klinik übernommen.

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Revolutionärer Durchbruch in der Infektionsmedizin

INITIATE² setzt neue Maßstäbe: Es ermöglicht, Infektionserkrankungen wie Ebola und andere virale hämorrhagische Fieber nicht nur isoliert, sondern optimal zu behandeln – auch unter widrigsten Bedingungen und im Rahmen der humanitären Notfallversorgung. Das Projekt zeigt beispielhaft, wie medizinische Praxis, Technologieentwicklung und internationale Zusammenarbeit Hand in Hand gehen können, um auf Ausbrüche hochinfektiöser Erkrankungen weltweit vorbereitet zu sein.

Zertifikate und Verbände