Studium und Lehre
an der Medizinischen Fakultät
der Eberhard Karls Universität Tübingen

Das Zahnmedizinstudium

Allgemeines

Das Studium der Zahnheilkunde ist in einen vorklinischen und einen klinischen Studienabschnitt gegliedert. Beide Abschnitte erstrecken sich über einen Zeitraum von jeweils fünf Semestern.

Die Vorklinik ist im Wesentlichen durch die drei zahntechnisch-propädeutischen Kurse geprägt, darüber hinaus werden Praktika und Vorlesungen in den naturwissenschaftlichen Fächern sowie Anatomie, Histologie und Physiologie abgehalten.

Der klinische Abschnitt beginnt mit einem zahnmedizinisch-propädeutischen Kurs, an den sich unmittelbar folgend die studentischen Patientenkurse anschließen.

Daneben finden Vorlesungen und Kurse zu Fachgebieten der Medizin (Innere Medizin, HNO, Pharmakologie, etc.), zur Radiologie, mehrere chirurgische Operationskurse sowie Lehrveranstaltungen der Kieferorthopädie statt.

Inhalt des Studiums und Berufsbeginn

Seit dem Jahre 1955 ist das Studium der Zahnmedizin in der bis heute gültigen Zahnärztlichen Approbationsordnung geregelt. Es setzt eine Semesterzahl von mindestens 10 Semestern voraus, um an der Zahnärztlichen Prüfung teilnehmen zu können und im Anschluss daran die Approbation als Zahnärztin oder Zahnarzt zu beantragen.

Die Berufsordnung für Zahnärzte sieht „die Ausübung der Zahnheilkunde als berufsmäßige, auf zahnärztliche wissenschaftliche Erkenntnisse gegründete Feststellung und Behandlung von Zahn-, Mund- und Kieferkrankheiten. Als Krankheit ist danach jede von der Norm abweichende Erscheinung im Bereich der Zähne, des Mundes und der Kiefer, einschließlich der Anomalien der Zahnstellung und des Fehlens von Zähnen, anzusehen“.

Artikel 1 der Zahnärztlichen Approbationsordnung aus dem Jahre 1955 sieht vor, dass die Zahnärztin bzw. der Zahnarzt für seinen Beruf wissenschaftlich und praktisch ausgebildet wird. Dies setzt neben der Vermittlung theoretischer Kenntnisse und Fähigkeiten im Studium unbedingt auch das Erlernen praktischer Fertigkeiten und deren häufige Anwendung voraus. Aus diesem Grunde erfolgt bereits früh die selbstständige und eigenverantwortliche praktische Arbeit an Patienten unter Supervision von Assistenz- oder Oberärzten statt. Diese praktische Arbeit findet in Lehrveranstaltungen der Zahnerhaltung und der Zahnärztlichen Prothetik, der zahnärztliche Chirurgie sowie in reduziertem Umfang auch in der Kieferorthopädie durch das Anfertigen kieferorthopädischer Geräte statt. Besonderes Augenmerk wird auch auf die präventive Zahnmedizin und die Prophylaxe insbesondere bei der Diagnose und Therapie von Parodontalerkrankungen gelegt.

Für eine Zulassung als Kassenzahnärztin/Kassenzahnarzt, um sich in eigener Praxis niederlassen zu können, ist nach dem Abschluss des Studiums eine Vorbereitungszeit von zwei Jahren erforderlich. Diese Assistenzzeit kann entweder bei einer in freier Praxis niedergelassenen Zahnärztin/Zahnarzt oder zumindest größtenteils in einer Universitätszahnklinik abgeleistet werden.

Dauer & Aufbau

Zahnärztliche Ausbildung allgemein

Die zahnärztliche Ausbildung umfasst ein Studium der Zahnheilkunde von mindestens 10 Semestern an einer wissenschaftlichen Hochschule, das sich aus einem vorklinischen und einem klinischen Teil von je 5 Semestern zusammensetzt.

Die Regelstudienzeit im Sinne des § 10 Abs. 2 des Hochschulrahmengesetzes beträgt einschließlich der Prüfungszeit für die Zahnärztliche Prüfung nach § 33 Abs. 1 Satz 1 zehn Semester und sechs Monate.

Folgende staatliche Prüfungen sind im Rahmen des Studiums abzulegen:

  • Naturwissenschaftliche Vorprüfung 
  • Zahnärztliche Vorprüfung 
  • Zahnärztliche Prüfung

Studienablauf

Vorklinik

Der vorklinische Studienabschnitt gliedert sich in zwei Teilabschnitte. Der erste wird mit Ablegung der Naturwissenschaftlichen Vorprüfung (Vorphysikum) nach mindestens zwei Semestern Studiendauer beendet.

Der zweite Teilabschnitt, und damit der gesamte vorklinische Abschnitt, schließt mit der Zahnärztlichen Vorprüfung (Physikum), die ein Zahnmedizinstudium von mindestens 5 Semestern Dauer voraussetzt.

Übersicht scheinpflichtiger Lehrveranstaltungen im vorklinischen Studienabschnitt

 1. Studiensemester *

* Studiensemester wird auch als Fachsemester bezeichnet

  • Kursus der Technischen Propädeutik (TPK)
 2. Studiensemester
  • Chemie - Praktikum
  • Physik - Praktikum
  • Terminologie - Seminar
  • Biologie Vorlesung

 Naturwissenschaftliche Vorprüfung (Vorphysikum)

3. Studiensemester
  • Phantomkurs der Zahnersatzkunde I
  • Phantomkurs der Zahnersatzkunde II (Ferienkurs)
4. Studiensemester
  • Physiologie - Praktikum (Teil I)
  • Kurs Makroskopische Anatomie
  • Biochemie - Praktikum
 5. Studiensemester
  • Physiologie - Praktikum (Teil II)
  • Kurs Mikroskopische Anatomie

Zahnärztliche Vorprüfung (Physikum)

Klinik

Im klinischen Studienabschnitt erfolgt die theoretische und praktische zahnmedizinische Ausbildung meist direkt am Patienten, sowie in zusätzlichen medizinischen Fächern und Disziplinen, die entweder unmittelbaren Bezug zur Zahnmedizin aufweisen oder für das Verständnis der medizinischen Zusammenhänge unbedingt notwendig sind.

Der klinische Studienabschnitt wird mit der Zahnärztlichen Prüfung (Staatsexamen) nach mindestens 5 Semestern beendet.

Übersicht scheinpflichtiger Veranstaltungen im klinischen Studienabschnitt
6. Studiensemester
  • Kursus der Radiologie unter bes. Berücksichtigung des Strahlenschutzes Teil l
  • Klinik u. Poliklinik für Zahn-, Mund- und Kieferkrankheiten I
  • Phantomkurs der Zahnerhaltungskunde
  • Kurs der klin.-chem. und physik. Untersuchungsmethoden für Zahnmediziner
  • Pathologisch-histologischer Kurs für Zahnmediziner (WiSe)
  • Hautklinik l
7. Studiensemester
  • Kursus der Radiologie unter bes. Berücksichtigung des Strahlenschutzes Teil ll
  • Kursus u. Poliklinik der Zahnerhaltungskunde I
  • Kursus der kieferorthopädischen Technik
  • Hygiene und Mikrobiologie für Zahnmediziner (SoSe)
8. Studiensemester
  • Klinik u. Poliklinik für ZMK-Krankheiten II
  • Kursus u. Poliklinik d. Zahnärztlichen Prothetik I
  • Operationskurs I
  • Kursus der kieferorthopädischen Technik
9. Studiensemester
  • Klinik u. Poliklinik für ZMK-Krankheiten Ill
  • Operationskurs II
  • Kursus u. Poliklinik der Zahnärztlichen Prothetik II
  • Kursus der kieferorthopädischen Behandlung I
10. Studiensemester
  • (Allgemein-)Chirurgische Poliklinik für Zahnmediziner
  • Hautklinik ll
  • Klinik u. Poliklinik für ZMK-Krankheiten lV
  • Kursus der kieferorthopädischen Behandlung ll
  • Kursus u. Poliklinik der Zahnerhaltungskunde II

Zahnärztliche Prüfung (Staatsexamen)

Für den Studiengang Zahnmedizin ist gem. Studienordnung ein verbindlicher Studienplan vorgeschrieben. Eine Abweichung davon ist nur in begründeten Ausnahmefällen möglich. In diesen begründeten Ausnahmefällen kann eine andere Regelung in Absprache mit dem Studiendekanat Zahnmedizin und der oder dem für die Lehrveranstaltung verantwortlichen Fachvertreterin oder Fachvertreter getroffen werden.

Hier geht es zum Gesamtstudienplan!


Verordnungen und Hinweise

Auf den untergeordneten Seiten finden Sie rechtliche Vorgaben, die das Studium der Zahnheilkunde in Tübingen näher regeln. Hier ist insbesondere die Studienordnung zu nennen, die die bundeseinheitliche Approbationsordnung für Zahnärzte auf Universitätsebene ergänzt und die notwendigen Bezüge zum Landeshochschulrecht herstellt.

Daneben finden sich noch die Verfahrensordnung zur Vergabe von Kursplätzen und weitere wichtige Vorgaben und Hinweise mit rechtlichen oder die allgemeine Verwaltung betreffende Inhalten, die bei Bedarf oder gesetzlichen Novellierungen überarbeitet oder ergänzt werden.

Am 06.08.2014 hat der Rektor der Universität Tübingen für den Senat die neue Studienordnung der Universität Tübingen für den Studiengang Zahnheilkunde beschlossen. Das Ministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Senioren Baden- Württemberg hat sein Einvernehmen mit Schreiben vom 21.07.2014 erteilt.

Sie wurde am 17.09.2014 in den Amtlichen Bekanntmachungen der Universität Tübingen veröffentlicht.

Die Studienordnung gilt seit dem Wintersemester 2014/2015

Diese Studienordnung regelt auf der Grundlage der Approbationsordnung für Zahnärzte (ZÄPrO) in der jeweils geltenden Fassung Ziele, Inhalte, Aufbau und Durchführung des Studiums der Zahnheilkunde an der Eberhard Karls Universität Tübingen, insbesondere den Zugang zu den praktischen Lehrveranstaltungen sowie den Erwerb der bei der Meldung zu der naturwissenschaftlichen und der zahnärztlichen Vorprüfung sowie der zahnärztlichen Prüfung vorzulegenden Nachweise über die regelmäßige und erfolgreiche Teilnahme an diesen Lehrveranstaltungen. Studienordnung Zahnmedizin

Informationen zu den nicht-zahnmedizinischen Fächern im Curriculum

Für die Lehrveranstaltungen und deren zu erbringende Leistungsnachweise in den naturwissenschaftlichen, theoretisch-me­di­zi­nischen und klinisch-medizinischen Fächern des Studiums sowohl im vorklinischen als auch im klinischen Studienabschnitt gelten die Bestimmungen der Studienordnung für den Studiengang Humanme­dizin an der Eberhard Karls Universität Tübingen.

Verfahrensordnung für die Vergabe von Kursplätzen

Die Medizinische Fakultät hat für die Kurse des Studienganges Zahnheilkunde an den vorhandenen Arbeitsplätzen ausgerichtete Höchstzulassungszahlen festgelegt. Für den Fall, dass die Zahl der für die Teilnahme an einem Kurs berechtigten Bewerberinnen und Bewerber die festgelegten Höchstzulassungs­zahlen übersteigt, wird die Vergabe der vorhandenen Plätze gemäß eines sog. Losverfahrens vorgenommen.

Losordnung Zahnmedizin

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