Patientensicherheit

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Personenprofil: Klaus Hemmen

Patientensicherheit durch Advanced Practice Nurses (APN)/Advanced Practice Midwife (APM) am Beispiel

Patientensicherheit durch Advanced Practice Nurses (APN)/Advanced Practice Midwife (APM) am Beispiel der Arzneimittelsicherheit

APN/APM tragen wesentlich dazu bei, die Versorgung von Patientinnen und Patienten sicherer zu machen. Sie verbinden pflegerische Expertise mit vertieftem wissenschaftlichem und klinischem Wissen und unterstützen dadurch eine hochwertige, evidenzbasierte Versorgung. Gerade in komplexen Behandlungssituationen helfen sie dabei, Risiken früh zu erkennen, Komplikationen zu vermeiden und die Sicherheit der Versorgung nachhaltig zu stärken. In welchen Bereichen APN/APM aktiv wirken zeigt sich unter anderem am Beispiel der Arzneimitteltherapie.

Lächelnde Pflegerin

Beratung und Schulung

APN/APM beraten und schulen Patientinnen, Patienten und Angehörige verständlich zum sicheren Umgang mit Medikamenten. Dazu gehören Hinweise zur richtigen Einnahme, zu möglichen Nebenwirkungen und zur Bedeutung regelmäßiger Anwendung. So werden Betroffene aktiv in die sichere Behandlung einbezogen.

Auch Mitarbeitende im Team profitieren von der Expertise der APN/APM. Durch Schulungen und praktische Unterstützung fördern sie ein gemeinsames Verständnis von sicherem Handeln im Alltag. Das verbessert nicht nur die Qualität, sondern auch die Sicherheit der Versorgung.

Konsultation und Fachberatung

Durch ihre konsultative Rolle stehen APN/APM dem Team bei fachlichen Fragen zur Verfügung und beraten bei komplexen pflegerischen oder klinischen Situationen. Das hilft, Unsicherheiten zu reduzieren und Entscheidungen im Sinne der Patientensicherheit abzusichern. Gerade in herausfordernden Versorgungssituationen leisten APN/APM damit einen wichtigen Beitrag zur Fehlervermeidung und zur sicheren klinischen Entscheidungsfindung.

Evidenzbasierte Praxis und Forschung

Evidenzbasierte Praxis und Forschung

Die evidenzbasierte Praxis und Forschung sind ebenfalls ein zentraler Bestandteil der APN/APM-Rolle. APN/APM übersetzen wissenschaftliche Erkenntnisse in Leitlinien und Standards für die Praxis und/oder führen eigene Forschung durch, die eine Verbesserung in der Praxis anstoßen kann. So wissen wir unter anderem, dass Schulungen, die Kontrolle anhand des 4-Augen-Prinzips und das Reduzieren von Störungen während dem Richten von Medikamenten Fehlerquellen reduzieren kann. Eine Umsetzung dieser Erkenntnisse kann dementsprechend die Patientensicherheit erhöhen. Durch diese enge Verbindung von Wissenschaft und klinischer Praxis unterstützen APN/APM eine kontinuierliche Qualitätsentwicklung und tragen zur Verbesserung von Sicherheitsstandards bei.

Führung und Steuerung

Führung und Steuerung

In der Führung und Steuerung übernehmen APN/APM- Verantwortung für die Entwicklung von Versorgungsstrukturen, Qualitätsprozessen und Sicherheitsmaßnahmen. Sie stoßen Verbesserungen an, begleiten Veränderungsprozesse und unterstützen Teams dabei, patientensicher zu handeln. So können zum Beispiel Arbeitsabläufe etabliert werden, in denen fest verankert ist, dass eine Person, die Medikamente richtet, in dieser Zeit keine Patientenklingeln beantworten muss. Somit wird die Arzneimittelsicherheit nicht nur im Einzelfall, sondern auch auf struktureller Ebene zu verankern.

Interprofessionelle Zusammenarbeit

Interprofessionelle Zusammenarbeit

Die interprofessionelle Zusammenarbeit ist ein weiterer Kernbereich. APN/APM arbeiten eng mit Pflegefachpersonen, Ärztinnen und Ärzten, Apothekerinnen und Apothekern sowie weiteren Berufsgruppen zusammen. Gerade bei der Arzneimittelsicherheit ist dieser Austausch entscheidend, um Wechselwirkungen, Dosierungsfehler oder unnötige Medikamente frühzeitig zu erkennen und zu vermeiden. Ein guter Informationsfluss im Team ist eine wichtige Voraussetzung für sichere Versorgung und eine verlässliche Behandlung.

Sicherheitskultur im Klinikalltag

Sicherheitskultur im Klinikalltag

Patientensicherheit entsteht nicht nur durch einzelne Maßnahmen, sondern durch eine gelebte Sicherheitskultur. APN/APM helfen einen Raum zu gestalten, in dem wertfrei und offen über Fehler, fehlernanfällige Prozesse und Beinahe-Fehler im Team gesprochen werden kann. Das Ziel ist es, Herausforderungen zu identifizieren und darauf aufbauend Verbesserungen im Alltag anzustoßen. Konstruktive Gespräche zur Identifikation von Fehlerquellen im Medikationsprozess können eine Option sein. Damit leisten APN/APM einen wichtigen Beitrag zu einer modernen, sicheren und patientenzentrierten Versorgung. Ihr Wirken stärkt sowohl die Qualität der Behandlung als auch das Vertrauen von Patientinnen, Patienten und Angehörigen.

Literatur

Literatur

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