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Patientensicherheit

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Personenprofil: Klaus Hemmen

Patientensicherheit geht uns alle an

Sei es die wiederholte Kontrolle von Medikamenten, die Checks bei Übergaben, die Kommunikation in Visiten, Tumorboards und Mortalitäts- und Morbiditätskonferenzen, das Prüfen von Patientenidentifikationsarmbändern, gemeinsames Durcharbeiten einer Checkliste vor jeder Operation, regelmäßige Reanimationstrainings und vieles mehr – am Uniklinikum Tübingen werden im Arbeitsalltag zahlreiche und umfangreiche Maßnahmen ergriffen, um die Sicherheit der Patientinnen und Patienten während der Behandlung zu gewährleisten.


Wir am Uniklinikum Tübingen...

... sorgen tagtäglich für größtmögliche Sicherheit in der Versorgung unserer Patientinnen und Patienten.

... tauschen uns in Visiten, Fachgremien, Fallbesprechungen, Tumorboards, Konferenzen und in Teambesprechungen aus – abteilungsübergreifend und interdisziplinär. So wollen wir die besten Lösungen für unsere Patienten und Patientinnen finden und Therapien weiter verbessern.

… haben hohe Fortbildungsquoten und werden in Simulations- und erweiterten Reanimationstrainings regelmäßig zu Notfallsituationen geschult.

… wenden neueste Verfahren und Therapien zur Diagnostik und Behandlung an.

… stellen durch vorausschauende Ausfallkonzepte sicher, dass wir auch in Krisenzeiten für unsere Patientinnen und Patienten da sein können, z. B. in der aktuellen Covid-19-Pandemie.

Neugeborenes Baby auf dem Arm des Vaters

Welttag der Patientensicherheit 2021

In diesem Jahr lautet das Motto des Welttages der Patientensicherheit:


Sicher vom ersten Atemzug an


Hier wollen wir Sie darüber informieren, was am Universitätsklinikum Tübingen in der Geburtshilfe, der Neonatologie und der Kinderklinik geleistet wird, damit Schwangere ihre Kinder sicher zur Welt bringen können, Früh- und Neugeborene einen sicheren Start ins Leben haben und Kinder eine optimale und sichere klinische Versorgung erhalten.

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Patientensicherheit hat viele Facetten und bedarf vielfältiger Maßnahmen

Das Universitätsklinikum Tübingen kann eine lange Tradition zur Stärkung der Sicherheitskultur vorweisen. Sei es bereits 2003 die Einführung eines selbst programmierten Meldesystems, die flächendeckende Ausstattung mit halbautomatischen Laien-Defibrillatoren 2010, die Einführung der Patientenidentifikationsarmbänder 2013 oder die OP-Sicherheitschecklisten und das Team-Time-Out 2014.

Einen Teil dessen, was wir tun, um die Sicherheit unserer Patientinnen und Patienten kontinuierlich zu erhöhen, können Sie durch einen Klick auf das Plus-Zeichen erfahren.

Zwei Personen üben an einer Simulationspuppe für den Notfall.
Simulationstraining für den Notfall
Vor einer Operation wird die zu operierende Stelle mit einem Marker markiert.
Verwechslungen vermeiden: Keine OP ohne vorherigen Sicherheitscheck
Zwei ähnliche Medikamente werden begutachtet von einem Arzt.
Vermeidung von Medikamentenverwechslungen und Fehlmedikation

Über das Patientensicherheits-Informationssystem (pasis) können Mitarbeitende unerwünschte Ereignisse und Beinahe-Schäden anonym melden. Diese werden regelmäßig in der Kommission Patientensicherheit analysiert und bewertet. Die Fachkommission setzt sich aus Ärztinnen und Ärzten, Pflegekräften, sowie aus Beschäftigten der Krankenhaushygiene, der Apotheke, des Medizinisch-Technischen Servicezentrums, der Rechtsabteilung, der Arbeitssicherheit und des Personalrates zusammen.  Entsprechend werden Maßnahmen abgeleitet und Projekte angestoßen, um mögliche Schäden zukünftig zu vermeiden. 

Die anonymen Meldungen werden in einer nationalen Datenbank registriert, damit auch andere Krankenhäuser von den Meldungen profitieren. Zugleich hat das Universitätsklinikum Tübingen Zugriff auf Ereignisse anderer Gesundheitseinrichtungen, um aus Fehlern anderer zu lernen. Alle patientensicherheitsrelevanten Meldungen – wie beispielsweise Beschwerden – werden zusätzlich an das Risikomanagement zur Analyse und Bearbeitung weitergeleitet.


Eine sichere Identifikation unserer Patientinnen und Patienten nimmt alle Beteiligten in die Pflicht: Regelhaft und wiederkehrend vergewissert sich das Fachpersonal, dass der richtige Patient bzw. die richtige Patientin die korrekte Behandlung erhält. Aktive und wiederkehrende Identifikationsmaßnahmen – wie beispsielsweise der Check des Identifikationsarmbandes vor der Gabe von Chemotherapeutika – helfen dabei, Verwechslungen von Patientinnen und Patienten zu vermeiden.

Alle zu operierenden Patientinnen und Patienten werden insgesamt viermal anhand mehrerer Sicherheitschecklisten geprüft: So sollen Verwechslungen zur Person und zum Eingriffsgebiet vor, während und nach einer Operation  vermieden werden:

  • Mehrfaches aktives Erfragen des Namens und des Geburtsdatums
  • Kontrolle der Seitenmarkierung
  • Prüfung von Risikofaktoren, z. B. Allergien
  • Kontrolle weiterer für die Patientensicherheit relevanter Kriterien 
  • Team-Time-out vor dem ersten Schnitt: Das gesamte OP-Team bespricht die Besonderheiten der bevorstehenden Operation. Anschließende Überprüfung aller individueller Gegebenheiten, z. B. die Bereitstellung der korrekten Blutkonserven oder die Überprüfung bekannter Allergien oder Unverträglichkeiten
Mit einem Stift wird die zu operierende Stelle markiert.

Zur Vermeidung von Fehlmedikation kommt ein Arzneimitteltherapiesicherheitssystem (AMTS) in der Patientinnen- und Patientendokumentation zum Einsatz. Dieses weist bei der Anordnung von Medikamenten und bei der Gabe auf zu hohe oder niedrige Dosen, falsche Applikationsarten, Unverträglichkeiten zu anderen verordneten Medikamenten, Allergien und weitere Risiken hin.

Ergänzend dazu kommen folgende Maßnahmen zur Anwendung:

  • Standardisierte Spritzenetiketten nach DIVI (Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin)
  • Medikationsvisiten: Hier begleiten Apothekerinnen oder Apotheker der Universitätsapotheke Visiten zur Beratung und Prüfung der verordneten Medikamente. 
  • Prüfung beim Einkauf: Arzneimittel werden bereits beim Einkauf auf ihre Verwechslungsmöglichkeit mit anderen Arzneimitteln geprüft. Wenn beispielsweise zwei Tablettenschachteln ähnlich aussehen oder klingen, wird eines der Medikamente gegen das eines anderen Herstellers getauscht. 
  • Unterstützung beim Stellen von Medikamenten durch Pharmazeutisch-Technische Assistenten und Assistentinnen
  • 4-Augen-Prinzip beim Stellen und Verabreichen von Medikamenten

Regelmäßig finden Risikoaudits mit dem Ziel statt, Risiken im Behandlungsverlauf zu erkennen und zu reduzieren. Hierzu werden insbesondere die Risikobereiche wie Intensivstationen, operative und onkologische Bereiche und die Neonatologie besucht. Zur Einhaltung der Corona-Schutzmaßnahmen wurden 2020 über 5.000 Audits durchgeführt.

In den einzelnen Kliniken des Universitätsklinikums Tübingen finden neben Fallbesprechungen, Tumorboards und interdisziplinären Konferenzen auch sogenannte Mortalitäts- und Morbiditätskonferenzen (MuMK) statt. Dabei werden ungünstige Behandlungsverläufe im interprofessionellen und interdisziplinären Team analysiert und bei Bedarf Maßnahmen eingeleitet, die Behandlungen zukünftig sicherer und erfolgreicher machen sollen.

Regelmäßige Notfall- und Reanimationstrainings sind für alle Beschäftigten in patientennahen Bereichen Pflicht. In Hochrisikobereichen, z. B. auf den Intensivstationen oder in den Operations- und Kreißsälen wird das Personal in eigenen Simulationszentren (siehe Tüpass, PAEDSIM, simparteam) trainiert und auf Notfallsituationen vorbereitet.

Die Nationalen Standards Sturzprophylaxe zur Vermeidung von Stürzen und Sturzfolgen sowie Dekubitusmanagement zur Vermeidung und Behandlung von Druckgeschwüren sind umgesetzt. Es werden umfangreiche Daten erfasst und den Pflegenden sowie Ärztinnen und Ärzten zur Verfügung gestellt. Treffen bzw. Konferenzen finden dazu mehrmals im Jahr statt. 

Am Uniklinikum Tübingen sind insgesamt 50 Automatisierte Externe Defibrillatoren (AED) installiert: Mit ihnen können neben dem geschulten Personal auch Laien angeleitet durch Sprachanweisung des Geräts bei Herzrhythmusstörungen eingreifen. Die Defibrillatoren sind so installiert, dass sie bei einem Reanimationszwischenfall von jedem Ort in patientennahen Bereichen aus in kürzester Zeit erreicht werden können. 

Der Risikomanagementbeauftragte berät und schult regelmäßig die Mitarbeitenden des Universitätsklinikums Tübingen zu folgenden Themen:

  • Patientensicherheit
  • Fehleranalyse und -vermeidung
  • Anwendung des Patientensicherheitsinformationssystems pasis

Es finden Gesprächstermine mit dem Vorstand des Uniklinikums statt und für den Vorstand und den Aufsichtsrat wird jährlich ein Jahresbericht erstellt. Der Risikomanagementbeauftragte ist SwissTS zertifiziert.

2009 wurde das Universitätsklinikum Tübingen erstmals mit exzellenten Ergebnissen KTQ-zertifiziert – seither findet die Rezertifizierung durch KTQ (Kooperation für Transparenz und Qualitätsmanagement) alle drei Jahre statt. Dazu führen die externen Gutachterinnen und Gutachter strenge Prüfungen vor Ort durch, auch zu Fragen der Patientensicherheit.

Am Uniklinikum Tübingen sind zwei schriftlich bestellte Brandschutzbeauftragte und in jeder Klinik Brandschutzhelfer tätig. Zudem verfügt das Klinikum seit 2011 über eine eigene Löschgruppe Kliniken Berg, die aus 25 nebenamtlichen Kräften besteht und jederzeit abrufbar ist. Nahezu alle Gebäude sind mit einer automatischen Brandmeldeanlage ausgestattet. Neben der Brandschutzordnung regeln Evakuierungspläne, Alarmierungspläne, Flucht-und Rettungswegpläne das Verhalten im Brandfall. 

Die Brandschutzschulungen sind für die Mitarbeitenden verpflichtend. Neue Mitarbeitende erhalten am Einarbeitungstag eine Einweisung in den Brandschutz, praktische Löschübungen finden in regelmäßigen Abständen statt.

Welttag der Patientensicherheit 2021: „Sicher vom ersten Atemzug an“

Um die Sicherheit von Patientinnen und Patienten immer wieder in unser Bewusstsein zu bringen, und Patientensicherheit kontinuierlich und nachhaltig zu fördern, ruft das Aktionsbündnis Patientensicherheit (APS) gemeinsam mit der Weltgesundheitsorganisation (WHO) jedes Jahr am 17. September zum Welttag der Patientensicherheit auf.

Mit dem diesjährigen Tag der Patientensicherheit unter dem Motto „Sicher vom ersten Atemzug an“ beteiligt sich das Uniklinikum Tübingen an einer weltweiten Aktion zur Verbesserung der Patientensicherheit bei der Betreuung von Schwangeren und den kleinsten der Patientinnen und Patienten.

Umfangreichen Aktivitäten in der Geburtshilfe, der Neonatologie und der Kinderheilkunde zeigen, wie das Uniklinikum Tübingen für die kleinen Patientinnen und Patienten einen sicheren Start ins Leben möglich macht.

Kindernotarzt

Mit 24-stündiger Einsatzbereitschaft können Oberärzte der Kindernotaufnahme oder Kinderintensivstation von der Rettungsleitstelle alarmiert werden, um bei lebensbedrohlichen Kindernotfällen vor Ort zu unterstützen.

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Notfalltraining für Eltern

Um Eltern von schwer kranken Kindern auf die Versorgung zuhause vorzubereiten, werden regelmäßig Kurse für diese Zielgruppe organisiert.

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Simulationstraining

Auf den Intensivstationen und allen Normalstationen werden regelmäßige Teamtrainings am Patientensimulator durchgeführt. Das trägt zur hohen Versorgungsqualität in der Kinderklinik bei.

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SafeKiTa

Die Sicherheit der Kinder hat in der Kindertagesstätte oberste Priorität. Für die pädagogischen Fachkräfte ist es eine große und verantwortungsvolle Aufgabe, die Kinder bestmöglich zu schützen.

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Kinderintensivtransport

Mit dem spezialisierten Kinderintensivtransport können intensivpflichtige oder lebensbedrohlich erkrankte Neugeborene, Kinder und Jugendliche aus anderen Kliniken in die Tübinger interdisziplinäre Kinderintensivstation gebracht werden.

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Neugeborenes wird über den Kopf gestreichelt

Familienzimmer Neonatologie

Das Familienzimmer für Frühgeborene und ihre Eltern bietet umfassende Privatsphäre in sicherer Umgebung.

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Neugeborenes wird über den Kopf gestreichelt

Geburtshilfe

Babyfreundliche Kliniken wie die Tübinger Frauenklinik unterstützen von Anfang an die Nähe und das erste Kennenlernen zwischen Eltern und Kind. So viel Offenheit und Einbindung erfordert auch ein hohes Maß an Sicherheitsüberlegungen zum Wohle der jungen Familien.

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Intestinale Reha

Wie Eltern ihr Kind mit chronischem Darmversagen zu Hause optimal versorgen können, lernen sie mit der Gastro-Trainingspuppe "Chester Chest".

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Neugeborenes wird über den Kopf gestreichelt

Antibiotic Stewardship

Das Antibiotikasicherheitsprogramm sorgt für einen verantwortungsvollen Einsatz von Antibiotika bei Kindern.

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Pediatric Advanced Life Supports

Neben den teamorientierten Trainings werden die Mitarbeitenden der Kinderintensivstationen und der Notaufnahme regelmäßig in offiziellen Kursen für Pediatric Advanced Life Supports (PALS) geschult.

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Interdisziplinäre Qualitätszirkel und MuM-Konferenzen

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aller Berufsgruppen und Fachdisziplinen treffen sich regelmäßig in Qualitätszirkeln und Morbidität und Mortalität-Konferenzen, um die Behandlung der Patientinnen und Patienten zu verbessern.

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Pediatric Early Warning System

Durch die Verwendung eines pädiatrischen Frühwarnsystems (PEWS) in der Kinderklinik können Patienten und Patientinnen, deren Zustand sich massiv verschlechtert, frühzeitig erkannt und behandelt werden. Damit können Notfälle vermieden bzw. reduziert, Herz-Kreislaufstillstände verhindert und somit die Sicherheit für unsere Kinder verbessert werden.

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