Institut für Allgemeinmedizin & Interprofessionelle Versorgung

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Informationen für Patienten zur Akupunktur

Was ist Akupunktur?

Die Akupunktur ist ein Behandlungsverfahren der Traditionellen Chinesischen Medizin. Der Begriff Akupunktur stammt aus dem Lateinischen und setzt sich aus den Worten acus = Nadel, Spitze und pungere = stechen zusammen. In der chinesischen Sprache wird Akupunktur mit „zhen jiu“ (= Nadeln und Moxibustion) übersetzt.

Gibt es Forschung zu Akupunktur?

Gibt es Forschung zu Akupunktur?

Seit einigen Jahrzehnten ist die Akupunktur Gegenstand intensiver Forschung. In diesem Zeitraum wurden über 10.000 Studien zur Akupunktur durchgeführt. Obwohl die genauen Wirkmechanismen noch nicht vollständig geklärt sind, belegen zahlreiche dieser Studien die klinische Wirksamkeit der Akupunktur bei verschiedenen Erkrankungen. Frau Prof. Joos und das Team des Instituts für Allgemeinmedizin und Interprofessionelle Versorgung haben in den vergangenen Jahren mehrere Studien zur Erforschung der Akupunktur durchgeführt, unter anderem bei Asthma, chronisch entzündlichen Darmerkrankungen und durch Stress bedingte Beschwerden.

Wem kann Akupunktur helfen?

Wir wenden Akupunktur unter anderem bei folgenden Erkrankungen an:

  • akute und chronische Schmerzen des Bewegungsapparates (z.B. Rücken-, Knie-, Hüft- und Schulterschmerzen)
  • Kopfschmerzen/Migräne
  • Allergische Erkrankungen (z.B. Asthma, Heuschnupfen, Nebenhöhlenentzündungen)
  • Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes (z.B. Reizdarm, chronisch entzündliche Darmerkrankungen)
  • Erkrankungen der Haut (z.B. Akne, Neurodermitis, Juckreiz)
  • Gynäkologische Erkrankungen (z.B. Regelschmerzen, Klimakterische Beschwerden, Kinderwunsch)
  • Neurologische Erkrankungen (z.B. Taubheitsgefühle, Fazialisparese)
  • Erschöpfungssymptome (z.B. Stress, Burn-out, Schlafstörungen)
  • unterstützend bei onkologischen Erkrankungen (z.B. Fatigue, Übelkeit und Erbrechen, Onkologische Schmerzen)

Wenn Sie sich unsicher sind, ob Akupunktur bei Ihnen auch hilfreich sein kann, sprechen Sie uns direkt an.

Wer kann eine Behandlung in Anspruch nehmen?

Die Ambulanz für Akupunktur und Chinesische Medizin am Universitätsklinikum Tübingen ist grundsätzlich für alle Patienten frei zugänglich. Eine Übernahme der Kosten durch die GKV ist derzeit nicht möglich. Die Kosten für die Behandlung müssen von den Patienten als Individuelle Gesundheitsleistung (IGeL) daher selbst getragen werden. Diese sind im Rahmen eines Behandlungsvertrags festgelegt und auf die aktuelle GOÄ angelehnt.

Wie wird eine Akupunktur Behandlung durchgeführt?

Vor der Behandlung mit Akupunktur wird eine Diagnose nach den Prinzipien der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) gestellt mit dem Ziel, den individuellen funktionellen Zustand der Person zu erfassen. Basierend darauf wird die Therapie und die Punktekombination für die Akupunktur abgeleitet. Eine Akupunktursitzung dauert in der Regel insgesamt 30 bis 45 Minuten. Dabei werden an Akupunkturpunkte ca. 10-15 sterile Einmalnadeln gesetzt, die in etwa 20 Minuten verweilen. Die Stichtiefe ist je nach Körperregion unterschiedlich und kann von wenigen Millimetern bis ein paar Zentimetern betragen. Im Bereich der Einstichstelle soll sich ein Druckgefühl oder Schweregefühl, eine leichtes Ziehen oder Kribbeln entwickeln. Dieses weist auf eine korrekte Akupunktur hin und wird chinesisch als "De-Qi" bezeichnet. Anschließend werden die Nadeln wieder entfernt. Zusätzlich zur Akupunktur können je nach Bedarf verschiedene Stimulationsmethoden eingesetzt werden, wie z.B. das Erwärmen von bestimmen Akupunkturpunkten mittels Moxibustion.

Gibt es Nebenwirkungen durch die Akupunktur?

Es gibt bereits zahlreiche Studien die gezeigt haben, dass die Akupunktur eine sehr sichere und nebenwirkungsarme Behandlungsmethode ist. Dennoch kann es gelegentlich zu unerwünschten Effekten kommen:

  • Müdigkeit nach der Behandlung, ggf. mit Beeinträchtigung der Verkehrstüchtigkeit
  • Vorübergehende Schmerzen und Taubheitsgefühle an der Einstichregion
  • Blutungen oder kleine Hämatome an der Einstichstelle
  • Infektion, allergische Reaktion (z.B. Quaddelbildung) an der Einstichstelle
  • Vorübergehende vegetative Reaktionen wie Schwitzen, Übelkeit, Blutdruckabfall und Schwindel

Über Verletzungen innerer Organe (z.B. Herz, Lunge) wurde in der Literatur nur in wenigen Einzelfällen berichtet. Diese sind bei sachgerechter Anwendung nahezu auszuschließen.

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