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Klinik für Kinder- und Jugendmedizin
Kinderheilkunde I
Allgemeine Pädiatrie, Hämatologie und Onkologie

410
400
330

Adresse: Hoppe-Seyler-Str. 1
72076 Tübingen


Personenprofil: 07071 29-83781


Chronisches Darmversagen und Intestinale Rehabilitation

Ein Schwerpunkt unserer klinischen und wissenschaftlichen Tätigkeit ist das Chronische Darmversagen. Bei Kindern und Jugendlichen mit chronischem Darmversagen ist die Leistungsfähigkeit des Magen-Darm-Traktes unter das nötige Maß gesunken, um die eigenen Nährstoff- und Flüssigkeitsbedürfnisse ausreichend decken zu können.

Das Erkrankungsbild ist selten und die Ursachen vielfältig: beispielsweise aufgrund angeborener Fehlbildungen oder Verlusten von Darmanteilen durch erworbene Erkrankungen (Kurzdarmsyndrom), aber auch Darmtransport- (pädiatrisch intestinale Pseudoobstruktion (PIPO), z.B. MMIHS, Aganglionose) und Darmfunktionsstörungen (z.B. MVID, tufting Enteropathie).

Hierdurch sind Wachstum, Gedeihen, Entwicklung und letztlich das Überleben der Patienten in Gefahr. Regelmäßig ist daher die zumindest vorübergehende Ernährung über Darmsonden und Gefäßkatheter erforderlich (z.B. als sog. heimparenterale Ernährung über einen dauerhaft implantierten Gefäßkatheter).

Die Betreuung von Kindern und Jugendlichen mit Chronischem Darmversagen in unseren ambulanten Sprechstunden wie auch auf Station stellt daher eine hochkomplexe und multidisziplinäre Therapieform dar, welche mit großer Expertise und Erfahrung die Maßnahmen unterschiedlicher Teilbereiche sinnvoll zusammenführt. Dies erfolgt in den führenden Zentren weltweit wie auch an der Universitätsklinik Tübingen nach der interdisziplinären Konzeption der „Intestinalen Rehabilitation“, welche sich als erfolgreichster Ansatz in der Behandlung betroffener Kinder herauskristallisiert hat.

Hierdurch besteht - je nach den gegebenen Voraussetzungen und Grunderkrankung - die Chance im Verlauf ein Behandlungsziel der Intestinalen Rehabilitation zu erreichen: die Unabhängigkeit von unterstützenden, künstlichen Ernährungssystem durch eine Adaptation des Darmes mit zurückgewonnener enteraler Autonomie.

Dies ist durch die enge Zusammenarbeit eines multidisziplinären Teams mit den Patienten und deren Familien möglich. So kommen an unserem Zentrum Kolleginnen und Kollegen der Bereiche Ernährung, spezialisierte Pflege, Kinderchirurgie, Kinderradiologie, Transplantationsmedizin, Kindergastroenterologie und -hepatologie, Kindernephrologie, interventionelle Gefäßmedizin, psychosozialer Dienst, Klinikschule und anderer Berufsgruppen zusammen. 

Die Überführung der jungen Patienten in den Bereich der Erwachsenenmedizin (Transitionsprozess) wird im zeitlichen Verlauf durch geschultes Personal begleitet. Durch die Betreuung der betroffenen Kinder und Jugendlichen in einem entsprechenden Programm für Intestinale Rehabilitation konnte die Notwendigkeit der Darmtransplantation in den letzten Jahren deutlich gesenkt werden. 

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