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Adresse: Crona Kliniken
Hoppe-Seyler-Str. 3
72076 Tübingen


Personenprofil: 07071 29-82141


ALS-Ambulanz

In der ALS-Ambulanz werden Patienten mit Amyotropher Lateralsklerose (ALS) und anderen degenerativen Motorneuronerkrankungen untersucht. Ziel ist es, unseren Patienten eine genaue Diagnose und eine individualisierte Beratung und Behandlung zukommen zu lassen.

Prof. Dr. Ludger Schöls

Leiter der Sektion Klinische Neurogenetik

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Prof. Dr. Matthis Synofzik

Oberarzt

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Terminvereinbarung

Wahlleistungspatienten ambulant

07071 29-82057


ALS-Ambulanz (gesetzlich versicherte Patienten)

07071 29-82051

07071 29-85165


frontend.sr-only_#{element.contextual_1.children.icon}: Dienstag, Donnerstag und Freitag
08.30 - 12.00 Uhr


Vorbereitung zum Besuch der Spezialambulanz

In  Ihrem  eigenen  und  in  unserem  Interesse  bitten  wir  Sie folgende Unterlagen vorzubereiten und mitzubringen:

  • Liste aller eigenommenen Medikamente
  • Stammbaum mit Alter (ggf. Sterbealter) von Mutter, Vater, Geschwistern und Kindern
  • alle neurologischen Vorbefunde in Kopie zum Verbleib in unserer Klinik
  • letzte Kernspin - Bildgebung des Kopfes (cMRT) auf CD ROM zum Verbleib in unserer Klinik
  • Überweisungsschein

Vorbereitung Besuch Spezialambulanz PDF

Diagnostik

Diagnostik

Motoneuron-Erkrankungen sind eine Gruppe von Erkrankungen, denen eine Schädigung der motorischen Nervenzellen gemeinsam ist. Das erste Motoneuron befindet sich in der Großhirnrinde (motorischer Kortex) und sendet einen langen Nervenfortsatz bis zum Rückenmark. Dieser hat Kontakt zum zweiten Motoneuron, welches seinen Nervenfortsatz an die Muskeln sendet. Bei der häufigsten Form der Motoneuron-Erkrankung, der amyotrophen Lateralsklerose (ALS), kommt es zu einer Beeinträchtigung der Funktion beider Motoneurone. Seltenere Formen führen zu einer Beeinträchtigung selektiv entweder des ersten oder des zweiten Motoneurons. Während bis vor kurzem nur wenige genetische Formen der ALS-Erkrankung bekannt waren, sind in den letzten Jahren bereits mehr als 10 verschiedene genetische ALS-Erkrankungen entdeckt worden. 

Die Spezialambulanz des Zentrums für Neurologie bietet die Voraussetzungen für eine optimale Diagnostik der Ursachen einer ALS. 

Die Schwerpunkte liegen hierbei auf einer genetischen Aufarbeitung und der Möglichkeit einer genaueren postmortalen Diagnosesicherung und -zuordnung, insbesondere bei den Übergangsformen zwischen ALS und fronto-temporaler Demenz (FTD). Hierzu erfolgt eine intensive Zusammenarbeit mit der Genetik und der Neuropathologie Tübingen (Prof. Manuela Neumann).

Bei einigen Patienten wird selbst nach einer solch umfassenden Aufarbeitung keine Genveränderung in einem der bekannten ALS-Gene nachweisbar sein, und somit eine genaue Diagnosezuordnung offen bleiben. Hier könnten unsere Forschungsuntersuchungen mittels neuester "Next Generation Sequencing Technologien" eine weiterführende Untersuchung bieten: mittels Hochdurchsatz-Sequenzierung können >40 ALS-FTD-Gene und teilweise sogar alle Gene eines Genoms untersucht werden. Ob solch ein Ansatz auf wissenschaftlicher Ebene sinnvoll ist, ist im jeweiligen Einzelfall im Rahmen eines gemeinsamen Gesprächs zu klären.

Therapie und Studien

Therapie

Die Erkrankung kann auf verschiedenen Ebenen therapeutisch beeinflusst werden. Sie ist jedoch nicht heilbar. Ziel der symptomatischen Therapie ist eine Stärkung der verbliebenen Muskelfunktion mit Krankengymnastik, Ergotherapie, Logopädie, wie auch durch Medikation. Bei dem Medikament Riluzol ist eine Verlangsamung des Krankheitsverlaufes nachgewiesen worden. Hilfsmittel wie Schienen, Stützkorsett, Rollstuhl, Kommunikationshilfen, Kontrolle von Muskelkrämpfen, Speichelfluss, Unterstützung bei Schluck- und Atemstörungen etc. ermöglichen auf individuelle Behinderungen einzugehen. Im Bereich der Atemstörungen arbeiten wir dazu eng mit der hiesigen Abteilung für Pulmologie, Medizinische Klinik Tübingen, zusammen.

Studien

Unser Zentrum ist ein Schwerpunktzentrum für die genetische, molekularbiologische und neuropathologische Erforschung der Amyotrophen Lateralsklerose und der Übergangsformen zu Frontotemporaler Demenz. Dieses ist durch die Rekrutierung internationaler Experten nach Tübingen möglich geworden. Die genetische Erforschung erfolgt in Kooperation mit dem "Center  for Genomics and Transcriptomics" Tübingen (CEGAT; Dr. Dr. Saskia Biskup), die molekularbiologische Erforschung zusammen mit dem Zentrum für "Applied Genomics for Neurodegenerative Diseases" (Prof. Dr. Peter Heutink) und die neuropathologische Forschung zusammen mit der Neuropathologie Tübingen (Prof. Manuela Neumann).

Für diese umfassende Erforschung der ALS führt unser Zentrum kontinuierlich eine weite Spannweite an verschiedenen Studien durch. Hierzu benötigen wir insbesondere Blut-, Nervenwasser- und Gewebsproben. Nur dadurch lassen sich die genauen Ursachen der Erkrankung besser verstehen. Wir würden uns freuen, wenn Sie sich zu einer Studienteilnahme bereit erklären würden. Eine genauere Übersicht finden Sie hier.

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