Neue Wege der Behandlung für Menschen mit Depression
Die transkranielle Magnetstimulation – TMS

Das Prinzip

TMS ist ein effektives und sehr gut verträgliches, innovatives Behandlungsverfahren der Depression. Sie bewirkt gezielt den Ausgleich der aus der Balance geratenen Hirnaktivität. Häufig kommt es zu einer spürbaren Verbesserung von Stimmung, Leistungsfähigkeit und der Kontrolle von negativen Gedanken und Gefühlen.

Die Tübinger Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapie bietet eine individuelle Behandlung der Depression auf der Grundlage von 20 Jahren wissenschaftlicher Arbeit mit der TMS. Aktuelle Forschungserkenntnisse und neue Entwicklungen werden für die kontinuierliche Verbesserung der persönlichen Behandlung genutzt.

Die transkranielle Magnetstimulation

Neue Wege der Behandlung für Menschen mit Depression.

20
Jahre Erfahrung mit TMS
15
Minuten Behandlungszeit
9
Engagierte Köpfebilden ein Team
3
Wochen TMS ermöglichen Erfolge

Die wichtigsten Fragen

Die transkranielle Magnetstimulation, abgekürzt TMS, ist eine neue, gezielte und gut verträgliche Therapie der Depression. Eine Behandlung mit TMS kann die üblichen psychotherapeutischen und medikamentösen Behandlungen ergänzen oder helfen, wenn Psychotherapie und Medikamente nicht ausreichen.

Die Behandlung wirkt durch eine Normalisierung der Hirnaktivität, die bei der Depression ins Ungleichgewicht geraten ist. Die tägliche Stimulation soll dabei helfen, wieder Kontrolle über die bei einer Depression im Vordergrund stehenden negativen Gedanken, Gefühlen und Handlungen zu bekommen.

Bei der TMS werden die Nervenzellen des Gehirns durch Magnetimpulse stimuliert. Die Impulsserien führen zu einer anhaltenden Anregung der Nervenzellaktivität. Umgekehrt kann eine Überaktivität normalisiert werden. Bei der Depressionsbehandlung wird der Bereich des Gehirns direkt hinter der Stirn äußerlich behandelt. Die Behandlung kann unterschiedlich lang sein. In Tübingen wird meistens die sogenannte Theta-Burst-Stimulation angewandt, die nur wenige Minuten dauert und so eine beidseitige Behandlung ermöglicht. Insgesamt sind für eine Behandlungssitzung etwa 15 Minuten erforderlich.

Unser Zentrum für Hirnstimulation bietet eine individuelle Behandlung der Depression auf der Grundlage von 20 Jahren wissenschaftlicher Arbeit mit der TMS. Neue Stimulationsmethoden oder die Anwendung bei anderen Erkrankungen werden im Rahmen von klinischen Studien untersucht, z.B. für auditorische Halluzinationen (Stimmenhören). Aktuelle Erkenntnisse und Entwicklungen werden für die kontinuierliche Verbesserung der individuellen Behandlung genutzt.

So wird eine Therapie auf höchstem wissenschaftlichem Niveau gewährleistet. Das erfahrene Behandlungsteam ist mit den speziellen Bedürfnissen depressiver Patienten bestens vertraut. Unser Ziel ist eine individuelle, schnelle und nachhaltige Behandlung. Daher werden die bestehenden Behandlungen und die bisherigen Therapieerfahrungen in das persönliche Therapiekonzept und die Rückfallverhütung integriert.

Die bisherigen Studien wurden an Patienten durchgeführt bei denen andere Therapieverfahren bereits versagt haben. Bei einem früheren Beginn der Behandlung ist eher sogar mit einer besseren Wirkung zu rechnen. Man muss also nicht schwer krank sein, um von der TMS zu profitieren.

Die Anzeichen für eine Besserung sind sehr unterschiedlich. Viele Patienten berichten über mehr Klarheit im Kopf, bessere Kontrolle über „Grübelgedanken“, Vermeidung und Rückzug im Alltag, andere über mehr Aktivität, wieder andere über eine Besserung des Appetits. Insgesamt erleben die meisten Patienten im Verlauf der drei bis sechswöchigen Behandlung eine Besserung einzelner Symptome oder der Depression insgesamt.

Mit der TMS kann in vielen Fällen die schlechte Stimmung, das negative Selbstbild, Antriebslosigkeit und das Gefühl, geistig nicht mehr leistungsfähig zu sein, wesentlich gebessert werden. Nach einer überstandenen Depression muss immer für eine Rückfallverhütung gesorgt werden. Das kann mit Medikamenten, Psychotherapie, individuell aber auch mit TMS geschehen.

Viele Patienten berichten, dass am Anfang die Muskelzuckungen und die Impulse ein wenig stören. Die TMS wird aber von fast allen Patienten problemlos vertragen. Dauerhafte Nebenwirkungen oder gar Veränderungen an der Hirnsubstanz sind nicht zu befürchten. Es ist also ein risikoarmes, aber gut wirksames Verfahren. Über sämtliche mögliche Begleiterscheinungen bei der Behandlung informieren wir sehr detailliert im Rahmen des Vorgesprächs in der Klinik.

Die gesetzlichen Krankenversicherungen erstatten diese Behandlung noch nicht. Die meisten privaten Versicherungen übernehmen die Kosten. Es ist aber zu empfehlen, dies jeweils mit dem Versicherer vorher abzuklären. Wir unterstützen Sie dabei gerne z.B. mit den erforderlichen Unterlagen.

Im Vorgespräch in der Klinik erhalten Sie von uns einen genauen Überblick über die Therapie, die sich aus einer drei- bis sechswöchigen Behandlungseinheit mit 15-30 Stimulationsbehandlungen einschließlich ausführlicher Diagnostik, individuellem Therapieplan und wöchentlichen Therapiegesprächen zusammensetzt.

Bei der ersten telefonischen, kostenlosen Beratung durch einen Arzt wird gemeinsam entschieden, ob eine eingehendere Untersuchung und Therapieplanung sinnvoll ist. Ist das der Fall werden die individuellen Bedürfnisse des Patienten, die Krankheitsvorgeschichte und Behandlungserfahrungen als Grundlage für die Therapieplanung verwendet. Apparative Untersuchungen, wie z.B. EEG oder Kernspintomographie und Laboranalysen werden ggf. auch durchgeführt. In der Regel kann die Behandlung sofort danach beginnen.

Die reguläre Behandlungssitzung dauert normalerweise nicht länger als 15 Minuten. Da die Stimulationsstärke individuell angepasst wird, dauert die erste Sitzung etwa 45 Minuten. Die Behandlungen werden in der Regel einmal täglich von Montag bis Freitag durchgeführt. Wir beginnen üblicherweise mit einer dreiwöchigen Behandlungsserie. In wöchentlichen Therapiegesprächen wird die Wirkung der Behandlung überwacht und optimiert. In vielen Fällen entscheiden sich die Patienten für eine Weiterführung der Therapie um Behandlungserfolge zu stärken und zu stabilisieren. Bei Patienten, die eine gute Besserung erfahren haben, empfehlen wir oft eine Erhaltungstherapie, z.B. durch fünf Sitzungen in Abständen von ein bis drei Monaten.

Es gibt mehrere größere klinische, placebo-kontrollierte Studien, die die Wirksamkeit der TMS in der Depressionsbehandlung belegen. Meta-Analysen, die die Ergebnisse der vorhandenen klinischen Studien zusammenfassen, kommen zu dem Schluss, dass damit die Wirksamkeit nachgewiesen ist (Lefaucher Clin Neurophys 2014, Brunoni et al. JAMA Psychiatry 2017, McCormick et al. J Clin Psych 2017). Das entspricht dem Standard bei medikamentöser und verhaltenstherapeutischer Behandlung. Die deutschen Therapieleitlinien stellen auf dieser Grundlage fest, dass die TMS zur Behandlung der Depression eingesetzt werden kann.

Der Begriff 'Magnetfeldtherapie' wird für alternativmedizinische Behandlungsmethoden verwendet, bei denen konstanten Magnetfeldern eine heilsame Wirkung zugeschrieben wird. Im Unterschied dazu werden bei der Transkraniellen Magnetstimulation (TMS) Magnetimpulse eingesetzt, die zu einer zuverlässig nachweisbaren elektrischen Aktivierung von Nervenzellen führen. Bei der Depressionsbehandlung mit TMS wird dieser Effekt für den gezielten Ausgleich der bei der Depression veränderten Hirnaktivität genutzt.

Der Ablauf

1. Vorgespräch

Im Vorgespräch wird geklärt, ob und in welchem Rahmen eine Behandlung mit TMS für Sie in Frage kommt und Sie erhalten Informationen zur Erstattung durch Ihre Krankenkasse.

2. Erstuntersuchung

Auf Grundlage einer ausführlichen ärztlichen Untersuchung erhalten Sie eine individuelle Therapieempfehlung.

3. Behandlung

Die Behandlung erfolgt jeweils von Montag bis Freitag über einen Zeitraum von drei bis sechs Wochen, begleitet von wöchentlichen Arztgesprächen.

4. Abschlussgespräch

Hier werden insbesondere Möglichkeiten zur Aufrechterhaltung des Therapieeffektes erörtert.

Kontaktieren Sie uns

Gerne beantworten wir Ihnen alle Fragen oder vereinbaren einen Termin. Wir sind für Sie auf verschiedensten Wegen erreichbar.

„Unsere volle Aufmerksamkeit gilt nicht allein der Krankheit, sondern vor allem dem Menschen.“

Prof. Dr. Christian Plewnia, Ärztlicher Leiter

Zentrum für Hirnstimulation

frontend.sr-only_#{element.contextual_1.children.icon}: Sekretariat Frau Lennig
Calwerstraße 14
72076 Tübingen


frontend.sr-only_#{element.contextual_1.children.icon}: 07071 29-86015


E-Mail-Adresse: zfh@med.uni-tuebingen.de


frontend.sr-only_#{element.contextual_1.children.icon}: Montag 16.00 – 18.00 Uhr
Mittwoch 14.00 – 16.00 Uhr
Freitag 10.00 – 12.00 Uhr


Patienten des ZfH über TMS

„Zur Zeit bin ich über meinen Gesundheitszustand glücklich. Ich habe diese Veränderung nicht erwartet. Mein Mann war ganz überrascht, wie ich mich verändert habe. Ich habe wieder Energie, einiges zu leisten.“

„Ich leide seit über 30 Jahren an einer chronischen unipolaren Depression. Nach drei Wochen ging es mir so gut wie seit langem nicht. Kleinere Schwankungen gibt es jedoch immer wieder, diese sind jedoch lange nicht mehr so stark wie früher.“

„Ich spüre eine Verbesserung: Stimmung - Angstgefühle - Panikattacken sind weniger. Körperliche Beschwerden - Schmerzen - Enge sind deutlich besser.“

Unser Team

Prof. Dr. Christian Plewnia

Ärztlicher Leiter

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Dr. Christian Frischholz

Facharzt

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Dr. Sarah Mayer

Psychologin

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Dr. Maike Peters

Ärztin

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Tobias Schwippel

Arzt

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Helga Lennig

Sekretärin

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Barbara Wasserka

Medizinisch-technische Assistentin

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Helga Garcia

Medizinisch-technische Assistentin

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Evelina Götz

Medizinisch-technische Assistentin

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