Die Prävalenz chronischer Schmerzen beträgt etwa 20 % in der Allgemeinbevölkerung. Persistierende somatische Symptome, einschließlich somatischer Belastungsstörungen, betreffen mit rund 9 % ebenfalls einen erheblichen Teil der Bevölkerung. Diese Beschwerdebilder sind häufig mit erheblicher funktioneller Beeinträchtigung, psychischer Komorbidität und einer hohen Inanspruchnahme medizinischer Versorgungsstrukturen verbunden.
Die Arbeitsgruppe „Chronische Schmerzen und persistierende somatische Symptome“ befasst sich mit der systematischen Erforschung dieser häufigen und klinisch hochrelevanten Krankheitsbilder an der Schnittstelle von biologischen, psychischen und sozialen Faktoren. Ziel ist es, wissenschaftliche Erkenntnisse gezielt in wirksame psychosomatische Behandlungsansätze zu überführen.