365

Adresse: ViTa-Gebäude
Osianderstraße 5
72076 Tübingen


Telefonnummer: 07071 29-86719


Faxnummer: 07071 29-4541


E-Mail-Adresse: psychosomatik@​med.​uni-​tuebingen.​de


Chronische Schmerzen und persistierende somatische Symptome

Die Prävalenz chronischer Schmerzen beträgt etwa 20 % in der Allgemeinbevölkerung. Persistierende somatische Symptome, einschließlich somatischer Belastungsstörungen, betreffen mit rund 9 % ebenfalls einen erheblichen Teil der Bevölkerung. Diese Beschwerdebilder sind häufig mit erheblicher funktioneller Beeinträchtigung, psychischer Komorbidität und einer hohen Inanspruchnahme medizinischer Versorgungsstrukturen verbunden.

Die Arbeitsgruppe „Chronische Schmerzen und persistierende somatische Symptome“ befasst sich mit der systematischen Erforschung dieser häufigen und klinisch hochrelevanten Krankheitsbilder an der Schnittstelle von biologischen, psychischen und sozialen Faktoren. Ziel ist es, wissenschaftliche Erkenntnisse gezielt in wirksame psychosomatische Behandlungsansätze zu überführen.

Leitung

Portrait

Prof. Dr. Dr. Caroline Rometsch

Stellvertretende ärztliche Direktorin
Fachärztin für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie/Psychologin

E-Mail-Adresse: Caroline.Rometsch@med.uni-tuebingen.de

Forschungsschwerpunkte

  • Chronische Schmerzen und Schmerzverarbeitungsmechanismen
  • Persistierende somatische Symptome und somatische Belastungsstörung
  • Fatigue als transdiagnostisches Symptom
  • Psychische Komorbiditäten, Krankheitsverarbeitung und Belastungsfaktoren
  • Entwicklung, Pilotierung und Evaluation psychosomatischer Interventionen
  • Multizentrische klinische Studien

Translationaler Forschungsansatz

Ein zentraler Schwerpunkt der Arbeitsgruppe liegt auf der translationalen psychosomatischen Forschung. Dabei verfolgt die AG einen bidirektionalen Translationsansatz: Klinische Fragestellungen aus der Versorgung chronisch belasteter Patient:innen fließen direkt in die Forschung ein („bench to bedside“), während wissenschaftliche Ergebnisse zeitnah in bestehende Versorgungsstrukturen integriert und erprobt werden („bedside to bench“). Ein besonderer Fokus liegt auf der Implementierung und Evaluation innovativer psychosomatischer Behandlungsansätze (wie der enhanced psychotherapy mittels Neuromodulation oder extended reality) in den klinischen Alltag.

Karriere

Arbeiten in der AG

Die AG bietet ein interdisziplinäres, translational ausgerichtetes Forschungsumfeld mit starker klinischer Anbindung. Zentrale Tätigkeiten umfassen die Organisation und Durchführung klinischer Studien, patientennahe Forschung, standardisierte Assessments, Datenmanagement, die Pilotierung von Behandlungsmodulen sowie die Mitarbeit an wissenschaftlichen Publikationen und Präsentationen im Rahmen nationaler und internationaler Kooperationsprojekte.

Einbettung und Struktur

Die Arbeitsgruppe ist Teil der Abteilung für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie (Ärztlicher Direktor: Prof. Dr. med. Stephan Zipfel) mit stationären, tagesklinischen und ambulanten Versorgungsangeboten. Die Abteilung ist Mitglied im Deutschen Zentrum für Psychische Gesundheit (DZPG) und verfügt über eine enge Verzahnung von klinischer Versorgung, Forschung und Lehre.

Zertifikate und Verbände

Springe zum Hauptteil