Zentrum für öffentliches Gesundheitswesen und Versorgungsforschung Tübingen (ZÖGV)

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Resilienz*3

Resiliente Gemeinde, Städte und Menschen - aktiv, nachhaltig & gesund in Lebensphase 3

Die Studienidee basiert auf dem Konzept der Kommunalen Gesundheitsförderung und ergänzt dieses um die ökologische Nachhaltigkeit. In der Konzeptentwicklungsphase wird auf Basis (inter)nationaler Vorarbeiten in einem partizipativen Prozess ein Konzept für „Resiliente Gemeinden/Städte“ entwickelt (Makroebene). Auf Mesoebene werden gemeinsam mit Gemeinden/Städten aus dem ZÖGV-Partnernetzwerk, mit Bürgerinnen und Bürgern und auf Basis der vorhandenen Evidenz zwei Interventionen entwickelt für Personen am Übergang / Beginn der dritten Lebensphase. Der Fokus liegt hierbei auf Ernährung und / oder Bewegung. Als geeigneter Ansatz wird z.B. „Urban Gardening“ bzw. kommunale Begrünungsprojekte angesehen, die bei entsprechender Ausgestaltung positive Effekte hinsichtlich Bewegung und/ oder Ernährung der Zielgruppe, das Mikroklima und die soziale Teilhabe haben können. Die Intervention wird unter Berücksichtigung der spezifischen Bedarfe von Bevölkerungsgruppen, insbesondere Menschen mit geringem Einkommen / niedriger Bildung oder mit Migrationshintergrund sowie Genderaspekte entwickelt. Hierbei werden Lebensbedingungen und Lebensweise adressiert. Die Evaluation der gesundheitlichen Effekte ist als kontrollierte Nutzenevaluation auf der Mikroebene geplant, ergänzt um eine qualitativquantitative Prozessevaluation auf Makro- und Mesoebene, die auch Aspekte der ökologischen Nachhaltigkeit und sozialen Gerechtigkeit umfasst. Letztere Bereiche werden über Indikatoren bewertet, die im Rahmen der partizipativ geprägten Konzeptentwicklung im Verbund und unter Berücksichtigung der Interventionsinhalte festgelegt werden. Die Kompetenzen im Verbund umfassen die Public-Health- Forschung, Expertise zur Kommunalen Gesundheitsförderung, Interventionsentwicklung, Planung und Umsetzung komplexer Interventionsstudien und gesundheitliche Nutzenbewertung, Erfassung und Bewertung von Indikatoren für die ökologische Nachhaltigkeit sowie Ansätze zur Reduktion und Bewertung sozialer Ungleichheit.

Fragestellung

Die primäre Fragestellung ist, wie die in der Konzeptphase entwickelten Interventionen bei der Zielgruppe positive Effekte auf gesundheitlicher Ebene erreichen können. Sekundäre Fragestellungen beziehen sich zum Beispiel auf die Implementierung, die Co-Benefits der Interventionen bzgl. ökologischer Nachhaltigkeit und sozialer Gerechtigkeit, sowie sich Aspekte auf sozialer Ungleichheit auswirken.

Intervention

In der Konzeptphase werden auf Basis der aktuellen Evidenzlage in einem partizipativen Prozess zwei Interventionen definiert mit Fokus Ernährung und Mobilität/Bewegung (Urban Gardening ist zum Stand der Antragstellung eine mögliche Intervention, die ausreichend Potential und Anpassungsmöglichkeiten für verschiedene Rahmenbedingungen und Bedarfe bietet.)

Studiendesign und Methoden 

Methodisch wurde hier eine Interventionsstudie in kontrolliertem Design mit definierten Outcomes zur Messung gesundheitlicher Effekte und zur Bewertung von ökologischer Nachhaltigkeit und sozialer Gerechtigkeit geplant; Konkrete Ein- und Ausschlusskriterien, Stichprobengrößen und Outcomes werden während der Konzeptentwicklung abhängig von der partizipativ entwickelten Intervention festgelegt.

Begleitende Analysen werden mittels quantitativ-qualitative Prozessevaluationen auf Makro-, Meso- und Mikroebene mit Fragebögen/Fokusgruppen/Interviews im Hinblick auf Barrieren und Förderfaktoren bei der Implementierung sowie zur Bewertung der ökologischen Nachhaltigkeit und sozialen Gerechtigkeit durchgeführt.

Kooperationspartner
  • Institut für Allgemeinmedizin und interprofessionelle Versorgung, Universitätsklinikum Tübingen
  • Institut für Arbeitsmedizin, Sozialmedizin und Versorgungsforschung, Universitätsklinikum Tübingen
  • Institut für Gesundheitswissenschaften, Abteilung Population-based Medicine, Universitätsklinikum Tübingen
  • Geo- und Umweltforschungszentrum (GUZ), Abteilung Klimatologie und Biosphäre, Universität Tübingen
  • Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration Baden-Württemberg, Abt. 7 Landesgesundheitsamt
Förderung

Bundesministerium für Forschung und Bildung

Zertifikate und Verbände

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