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Strahlentherapie als Behandlungsmethode bei Brustkrebs

Strahlentherapie als Behandlungsmethode bei Brustkrebs

Unter der Bestrahlung oder Strahlentherapie (Radiatio) versteht man die Behandlung von Gewebe mit ionisierenden Strahlen. Diese Strahlung kennen Sie aus der Röntgendiagnostik, sie ist nicht sichtbar und schmerzlos.

Ziel einer Bestrahlung der Brust ist es, eventuell noch vorhandene Tumorzellen in Brust oder Narbenbereich zu zerstören, damit es nicht zu einem Wiederauftreten des Tumors im Bereich des ehemaligen Tumorbettes kommt (Lokalrezidiv). Ziel einer Bestrahlung der Lymphabflusswege ist es, Lymphknotenabsiedlungen und Bildung von Tochtergeschwülsten zu verhindern.

Die Wirkung der Strahlentherapie beruht darauf, dass Strahlen Zellen und ihre Zellkerne schädigen und Zellteilung verhindern. Die notwendige Strahlenmenge wird häufig auf mehrere kleine Einzeldosen aufgeteilt, um gesundes Gewebe zu schonen. Die Zeit zwischen den einzelnen Bestrahlungen können gesunde Zellen nutzen, um sich zu regenerieren und aufgetretene Schäden zu reparieren. Bei Tumorzellen ist diese Reparaturfähigkeit jedoch nicht oder nur in sehr eingeschränktem Maß vorhanden, so dass sie absterben.

Die Strahlentherapie der Brust ist eine Methode zum Organerhalt (Brusterhalt) bei bestmöglicher Schonung angrenzender Organe
(z. B. Lunge, Herz …). Sie wird beim Brustkrebs vor allem unterstützend (adjuvant) zur operativen Therapie angewandt.

  • Nach brusterhaltenden Operationen
  • Nach Entfernung der Brust
  • Wenn der Tumor operativ nicht vollständig entfernt werden konnte
  • Wenn mehr als 3 Lymphknoten befallen sind
  • Wenn der Tumor in Brustwand oder Brusthaut eingewachsen ist
  • Wenn ein entzündlicher (inflammatorischer) Brustkrebs vorliegt
  • Bei nachgewiesenem Lymphknotenbefall in der Achselhöhle
  • Wenn mehr als drei Lymhknotenbefallen sind
  • Wenn ein bis drei Lymphknoten befallen sind und Risikofaktoren vorliegen

In der Regel wird vier bis sechs Wochen nach der Operation oder ca. drei Wochen nach Abschluss der Chemotherapie mit der Strahlentherapie begonnen. Sie findet meist ambulant statt.

Die Strahlentherapie muss mit großem Aufwand und präzise geplant werden. Dazu erhalten Sie zunächst vor der ersten Strahlentherapie eine Computertomografie Ihrer Tumorregion als Grundlage für die Bestrahlungsplanung. Jede Patientin erhält so eine optimierte, auf sie individuell zugeschnittene Bestrahlungstechnik.

Bestrahlt wird über einen Zeitraum von drei bis sieben Wochen, meist an fünf Tagen pro Woche.
Die einzelne Bestrahlung dauert wenige Minuten.

Die Strahlenbehandlung wird meist gut vertragen. Häufig treten Hautreizungen (trockene Schuppung, Rötung, ...) im bestrahlten Gebiet auf.
Mögliche seltene Nebenwirkungen werden mit Ihnen individuell besprochen.

Was Sie für Ihre Haut tun können

Die bestrahlte Haut ist gegenüber mechanischen, thermischen und chemischen Reizen empfindlich und soll pfleglich behandelt werden.

Deshalb sollten Sie örtlich folgendes vermeiden: Seifen, Kratzen, Bürsten, Frottieren, Anwendung von Alkohol, Benzin, Äther, Kölnisch Wasser, Deospray, hautreizende Pflaster, (Rheuma-)Einreibemittel, Sonnenbaden, Wärmebehandlung (warme und heiße Umschläge, Infrarotbestrahlung, Höhensonne, Sauna) sowie beengende und scheuernde Kleidungsstücke (vor allem aus Kunstfasern). Sie dürfen sich mit lauwarmem Wasser und einer seifenfreien Waschlösung waschen. Bitte achten Sie auf die Hautmarkierungen.

Ersetzen Sie schmale Träger von Büstenhaltern durch breite, ziehen Sie ein T-Shirt unter den BH. Bei intakter Haut sind keine speziellen Pflegemaßnahmen notwendig.

Bei Auftreten von Hautreizungen besprechen Sie bitte die Hautpflege mit Ihrem Strahlentherapeuten. Er weiß, welche lokale Behandlung
hilfreich sowie angezeigt ist und berät Sie gerne.

Buchbeitrag zur Strahlentherapie

Unsichtbare Helfer: die Strahlentherapie

Bestrahlung: Da tauchen in vielen Köpfen Bilder verstrahlter, verbrannter Menschen nach dem Atombombenabwurf über Hiroshima und Nagasaki auf. Oder man denkt an den
Reaktorunfall in Tschernobyl. Strahlende Wiesen, tickende
Geigerzähler, missgebildete Kinder.

Und nun steht Ihnen eine Bestrahlung bevor und Sie fürchten
sich vor der unsichtbaren Gefahr.

Aber Sie sollten wissen: Die Strahlen, die in der Medizin verwendet werden, lassen sich exakt berechnen, steuern und dosieren. Unerwünschte Wirkungen kann man so auf ein Minimum reduzieren.

Ziel einer Bestrahlung der Brust ist es, eventuell noch vorhandene Tumorzellen in der Brust oder im Narbenbereich zu zerstören, damit nicht wieder ein Tumor in der Brust wächst.

Wie wirken die Strahlen?

Ziel einer Strahlentherapie ist das Abtöten von Krebszellen, die
sich nach einer Operation noch im Brustgewebe oder den angrenzenden Lymphknoten befinden.

Photonenstrahlen werden für tief sitzende Regionen verwendet, Elektronen-Strahlen für hautnah gelegene Ziele. Die Strahlen wirken jedoch nicht nur auf die Krebszellen, bzw. deren Erbsubstanz, schädigend ein, sondern auch auf das umliegende gesunde Gewebe. Um dieses möglichst zu schonen, wird die notwendige Gesamtdosis der Strahlen auf mehrere kleinere Einzeldosen aufgeteilt.

Die Zeit zwischen den einzelnen Bestrahlungen können gesunde Zellen nutzen, um sich zu regenerieren und aufgetretene Schäden zu reparieren. Bei Krebszellen ist diese Reparaturfähigkeit weniger ausgeprägt.

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